Energie

Die Energiewende ist in vollem Gange: Bis 2040 wird Wien klimaneutral– das erfordert einen massiven Ausbau erneuerbarer Energien, eine Modernisierung der Netzinfrastruktur und neue Speicherlösungen. Ob Strom, Fernwärme oder Gas – alle Bereiche unseres Versorgungssystems müssen transformiert werden, um Versorgungssicherheit, Klimaschutz und Leistbarkeit zu vereinen. Als Wiener Stadtwerke gestalten wir diesen Umbau aktiv mit – für eine nachhaltige und resiliente Energiezukunft. Worauf kommt es dabei an?

Diese Themen sind entscheidend für die Stromwende

Diese Themen sind entscheidend für die Wärmewende

Diese Themen sind entscheidend

Einfach erklärt

Die letzten Energie-Beschlüsse im Parlament: Leicht zugänglich mit KI.

Die neuesten energie- und klimapolitischen Entscheidungen im Nationalrat – KI-analysiert und verständlich aufbereitet mit parlament.fyi.

Übereinkommen im Rahmen des Seerechtsübereinkommens der Vereinten Nationen über die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt der Meere von Gebieten außerhalb nationaler Hoheitsbefugnisse

25.02.2026 XXVIII

Der österreichische Nationalrat hat ein Übereinkommen angenommen, das darauf abzielt, die biologische Vielfalt in internationalen Meeresgebieten zu erhalten und nachhaltig zu nutzen.

Nachhaltigkeitsberichtsgesetz – NaBeG

21.01.2026 XXVIII

Der österreichische Nationalrat hat ein Gesetz verabschiedet, das die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen, insbesondere von Drittlandunternehmen, regelt und zahlreiche bestehende Gesetze anpasst, um die Transparenz und Rechenschaftspflicht in Bezug auf Umwelt-, Sozial- und Governance-Aspekte zu erhöhen.

Elektrizitätsabgabegesetz

16.12.2025 XXVIII

Der Nationalrat hat beschlossen, dass ab dem 1. Januar 2026 bis zum 31. Dezember 2026 die Elektrizitätsabgabe für private Haushalte, die bestimmte Voraussetzungen erfüllen, auf 0,001 Euro pro kWh gesenkt wird, während für andere Stromlieferungen der Satz 0,0082 Euro pro kWh beträgt; zudem wird der Vergütungsbetrag für diesen Zeitraum auf 0,0064 Euro pro kWh festgelegt.

Aktuelles im Bereich Energie

© Europäische Kommission
30.04.2026

EU-Beihilfe: Kommission erweitert Spielraum in der Energiekrise (METSAF)

Am 29. April 2026 hat die Europäische Kommission ihre Beihilferegeln überarbeitet. Damit möchte sie den Mitgliedstaaten erlauben, umfangreichere Subventionen als bisher an besonders von der aktuellen Energiekrise betroffene Unternehmen auszahlen zu dürfen. Normalerweise setzt das europäische Wettbewerbsrecht hierfür engere Grenzen, um keine Verzerrungen im europäischen Binnenmarkt zuzulassen.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
15.04.2026

Gastbeitrag: Warum Österreich bei Energiekrisen immer verliert – und wie wir das ändern können

Warum treffen Energiekrisen Österreich besonders hart? Die hohe Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas macht Haushalte, Unternehmen und den Staat anfällig für Preisschocks – mit spürbaren Folgen für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Doch es gibt einen Ausweg: Mit mehr heimischer, erneuerbarer Energie und effizienteren Technologien kann Österreich seine Risikoposition deutlich verbessern. Jetzt entscheidet sich, ob wir diesen Weg konsequent weitergehen.

H2 Rohre, Wasserstoff© Adobe Stock
18.03.2026

Gastbeitrag: SoutH2 Corridor – Europas südliche Wasserstoffroute für Versorgungssicherheit und Energiewende

Der SoutH2 Corridor ist eine gemeinsame Initiative der Netzbetreiber Snam (Italien), TAG (Österreich), Gas Connect Austria und bayernets (Deutschland). Er stellt eine geplante Importroute für grünen Wasserstoff dar, der künftig in Algerien und Tunesien produziert und über großteils bestehende, umgerüstete Leitungsnetze zur industriellen Nutzung nach Italien, Österreich und Deutschland transportiert werden soll. Die Gas Connect Austria ist mit ihrem Projekt „H2 Backbone WAG+Penta-West“ für einen Teilabschnitt dieser Route auf österreichischem Boden verantwortlich.

Doppelgipfel Event organisiert von Wien Energie© Wien Energie
06.03.2026

Gastbeitrag: Von der Rezession zur Investition: Infrastruktur als Chance für Österreichs Standortpolitik

Österreich steht wirtschaftspolitisch an einem Wendepunkt: Infrastrukturinvestitionen und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg werden zum Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Energiewende. Der Doppelgipfel 2026 von Wien Energie bringt dafür zentrale Akteure aus Wien und der Steiermark an einen Tisch. Wie kann gemeinsame Infrastrukturpolitik Österreichs Zukunft sichern?

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
26.02.2026

Gastbeitrag: Erneuerbare Energien als regionaler Wirtschaftsmotor

Österreich hat sich eine 100 % erneuerbare Stromerzeugung bis 2030 zum Ziel gesetzt. Um die Stromwende zu realisieren, sind massive Investitionen in die Transformation des Energiesystems erforderlich. Unsere aktuelle WIFO-Studie zeigt nun am Beispiel des Erneuerbaren-Ausbaus von Wien Energie in der Steiermark, dass dieser nicht nur in den Klimaschutz einzahlt, sondern auch Wertschöpfung in der Region schafft und zur Versorgungssicherheit beiträgt.

Rohre Wärmepumpe Fernwärme-Anlage© Wien Energie
14.01.2026

Gastbeitrag: Studie - Heizkostenentwicklung für Fernwärme und Gasnutzung in Wien bis 2040

Wien Energie hat Compass Lexecon beauftragt, die zukünftigen Kosten von Gasheizungen und Fernwärme in verschiedenen Wohngebäuden im Zeitraum 2026-2040 systematisch zu vergleichen. Die Analyse schafft eine fundierte Grundlage, um Entwicklungen, Marktunsicherheiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bis 2040 besser einschätzen zu können – und damit bereits heute Entscheidungen zu ermöglichen, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch langfristig nachhaltig sind.

Gelbe Gas-Dispatcher© Wiener Netze
09.12.2025

Aktuelle Gasversorgungslage in Österreich: Sicher durch den Winter – und klare Weichen für die Zukunft

Eine stabile Gasversorgung ist für Österreich generell von hoher Bedeutung – und in der kalten Jahreszeit von besonderem Gewicht. Das gilt für Haushalte ebenso wie für die Industrie, die Kraft-Wärme-Kopplung und die Fernwärmeerzeugung. Gleichzeitig verdeutlichen Marktentwicklungen und geopolitische Veränderungen, wie wichtig der zügige Aufbau erneuerbarer Gase für langfristige Versorgungssicherheit und eine nachhaltige Energiezukunft ist.

Grüner Strommast im 380kv-Stromnetz© Wiener Netze
20.11.2025

Einigung in der Regierung: Das ElWG kommt in die Zielgerade

Nach über zwei Jahren zäher politischer Verhandlungen, zwei Begutachtungsentwürfen und zahlloser Stellungnahmen hat die Bundesregierung nun nach intensiven Verhandlungen einen Entwurf für das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) vorgelegt. Der Text enthält erneut zahlreiche Anpassungen – doch erst eine Zweidrittelmehrheit im Parlament kann den Weg für die heiß ersehnte Umsetzung freimachen.

Rohstoffabbau© Shane Mclendon
30.10.2025

Rohstoffe - Die Achillesferse der Energiewende?

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet weltweit in rasantem Tempo voran, getragen von einem steigenden Energiebedarf und dem Wunsch die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Trotzdem ist die kritische Frage nach dem Rohstoffbedarf für die ambitionierten Ausbaupläne unterbeleuchtet. Haben wir überhaupt genug Kupfer, Lithium oder Seltene Erden für eine globale Energiewende – und wem gehören die überhaupt?

Hochspannungsmast und Himmel© Sorin Basangeac
22.10.2025

Gastbeitrag: Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine versorgungssichere Energiezukunft

Stellt der Energy-Only-Markt noch ausreichend Anreize für versorgungsrelevante Kapazitäten bereit und welche Rolle können Kapazitätsmechanismen spielen? Mit dieser Fragestellung hat sich im Forschungsprojekt TeKaVe “Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine versorgungssichere Energiezukunft“ ein Team des AIT Austrian Institute of Technology GmbH, des Energieinstituts an der Johannes Kepler Universität Linz und der EPEX SPOT auseinandergesetzt.

Ladeprozess eines E-Autos© Wien Energie
16.10.2025

Gastbeitrag: Ladeinfrastruktur im Mehrparteienhaus

Österreich erlebt einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität: Mit fast 240.000 rein elektrisch betriebenen Pkw bis August 2025 und einem Anteil von über 22 % bei Neuzulassungen ist der Wandel auf der Straße deutlich sichtbar. In Wien ist dieser Trend besonders ausgeprägt – die Stadt verfügt über das dichteste öffentliche Ladenetz Österreichs und verzeichnet in mehreren Bezirken bereits einen Elektroanteil von über 50 % bei Neuwagen.

Rathaus Wien im Sonnenlicht© Magda-Ehlers
16.10.2025

Gastbeitrag: Zirkuläres Wien – die Stadt stärkt Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft durch eine umfassende Strategie

Die Strategie „Zirkuläres Wien: Eine runde Sache“ stellt die erste umfassende Gesamtstrategie der Stadt Wien dar, um das Leben und Wirtschaften langfristig ressourcenschonender zu gestalten. Sie wurde ressortübergreifend unter Einbindung aller Abteilungen des Magistrats sowie der Unternehmungen und Unternehmen der Stadt Wien erarbeitet. Das erklärte Ziel ist es, ein gemeinsames Vorgehen gegen den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen zu etablieren und Wiens Wandel zu einer zirkulären Stadt voranzutreiben.

Solar Panel© Michael Wilson
09.10.2025

Gastbeitrag: Warum neue Netzentgelte für Erzeuger mehr schaden als nützen

Wer soll künftig die Kosten der Stromnetze tragen? Der aktuelle Entwurf des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) sieht vor, auch Einspeiser zur Kasse zu bitten. Jedoch: Eine Studie von Aurora Energy Research im Auftrag von Oesterreichs Energie zeigt: Zusätzliche Netzentgelte für Erzeuger würden die Wettbewerbsfähigkeit der Stromerzeugung in Österreich schwächen, Investitionen bremsen und Kund*innen keinen Vorteil bringen.

Wasserstoff H2 Molekül auf blauem Hintergrund© Adobe Stock
23.09.2025

Wasserstoffoffensive auf allen Ebenen

Wasserstoff gilt als zentraler Schlüssel für eine klimafreundliche Energiezukunft – und Österreich möchte ganz vorne mitspielen. Die Wasserstoffoffensive verspricht nicht nur mehr Versorgungssicherheit, sondern auch Chancen für industrielle Transformation. Doch während Strategien und Absichtserklärungen stehen, hängt der Erfolg vor allem von einer Frage ab: Wie schnell werden die konkreten Projekte tatsächlich umgesetzt?

Strommasten mit Stromleitungen auf einem Feld© Wien Energie
20.06.2025

Gastbeitrag: Keine Energiewende ohne Stromnetze: Der Initiativbericht des Europäischen Parlaments zu Stromnetzen

Der „Initiativbericht über Stromnetze als Rückgrat des Energiesystems der EU“, den Europaabgeordnete Anna Stürgkh für das Europäische Parlament verfasst und verhandelt hat, setzt sich mit den aktuellen Herausforderungen als Antwort auf den „Aktionsplan für Netze“ (Grid Action Plans) der Kommission und als Forderungskatalog für das Netzpaket („Grids Package“) auseinander. EU-Abgeordnete Anna Stürgkh und Lars Ritter, politischer Berater in ihrem Büro, haben für uns die zentralen Forderungen dargelegt.

Deutscher Bundestag Gebäude© Christian Lue
17.04.2025

Eine wettbewerbsfähige Energiewende: Das steckt im deutschen Koalitionsvertrag 2025

Deutschland bekommt eine neue Regierung. CDU/CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag für die nächste Legislaturperiode 2025-2029 geeinigt. Für den Energiebereich wird darin eine pragmatische und zielgerichtete Wende angestrebt. Zentral für die Koalition ist neben der Erreichung der Klimaziele auch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Wie soll das konkret umgesetzt werden?

Kraftwerk Simmering von Wien Energie© Wien Energie
01.04.2025

Versorgungssicherheit mit Weitblick: Kraftwerksstrategie für Österreich

Bis 2040 ist eine deutliche Erhöhung der Stromnachfrage zu erwarten, gleichzeitig schreitet der Ausbau Erneuerbarer Energien voran. Dadurch wird der Bedarf an flexibler Erzeugung erhöht. Thermische Kraftwerkskapazitäten sind für die Deckung des Flexibilitätsbedarfs von zentraler Bedeutung. Altersbedingt gehen jedoch in den nächsten Jahren erhebliche Mengen flexibler Kraftwerke vom Netz. Entsteht eine Versorgungslücke für Österreich?

Recycle Zeichen aus Karton auf grünem Hintergrund© Adobe Stock
19.03.2025

Nachhaltigkeit als Standortfaktor: Warum Österreich mehr Kreislaufwirtschaft braucht

Die Kreislaufwirtschaft ist einer der zentralen Bausteine für eine nachhaltige Zukunft. In Österreich gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung – nicht nur für den Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch als wirtschaftlicher Faktor. So hat die Bundesregierung diese Woche im Rahmen ihrer geplanten Industriestrategie auch eine Kreislaufwirtschaftsstrategie angekündigt. Doch welche Voraussetzungen sind notwendig, um den Wandel hin zu einer wirklich funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu schaffen?

Solarkraftwerk bei Sonnenuntergang© Wien Energie
07.06.2024

Netto-Null-Industrie-Verordnung der EU angenommen

Ende Mai hat der Europäische Rat den "Net Zero Industry Act" angenommen. Ziel der Verordnung ist es, die industrielle Einführung sogenannter Netto-Null-Technologien – die notwendig sind, um die Klimaziele der EU zu erreichen – zu fördern, indem das Potenzial des Binnenmarkts dazu genutzt wird, die Wettbewerbsfähigkeit der EU im Bereich grüne Industrietechnologien zu stärken. Auch in Österreich ist eine EAG-Novelle mit "Made in Europe Bonus" geplant.

Drei EU Flaggen im Wind vor Kommissions-Gebäude© Francois Genon
06.06.2024

Was bedeuten die EU-Wahlen für EU-Förderprogramme und den EU-Haushalt?

Die EU-Wahlen finden vom 6. - 9. Juni statt und während viel darüber gesprochen wird, welche EU-Politik sich mit dem neuen Parlament/der neuen Kommission ändern könnte, gab es kaum Diskussionen über deren Auswirkungen auf EU-Förderung. Dennoch ist dieses Jahr ein kritisches Jahr für die EU-Förderung: Die neuen Programme für die Zeit nach 2027 werden vorbereitet und ein erster Entwurf des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens der EU (2028-2034) könnte möglicherweise bereits im nächsten Sommer veröffentlicht werden.

Kraftwerk Simmering bei Nacht© Wien Energie
23.04.2024

Kapazitätsmechanismen als Enabler der Versorgungssicherheit

Die fallenden Strompreise und der geringere Einsatz von Spitzenlastkraftwerken aufgrund der steigenden Erneuerbaren-Energie-Stromerzeugung führen zu fehlenden Investitionsanreizen für neue flexible Back-up-Kapazitäten und gefährden die langfristige Versorgungssicherheit. Um die Versorgungssicherheit während Spitzenlastzeiten und Knappheitsstunden zu gewährleisten, werden in vielen Ländern zwei Lösungsansätze diskutiert und umgesetzt. A) Energy-Only Markt und B) Energiemarkt mit Kapazitätsmechanismen.

begrünte PV-Anlage auf einem Dach
19.03.2024

Gastbeitrag: Energiegemeinschaften als dezentrale Energieversorger der Zukunft

Österreich ist eines der ersten Länder in der EU, welches Energiegemeinschaften umgesetzt und damit einen wichtigen Meilenstein für die Energiewende gelegt hat. Eigenerzeuger*innen und Endverbraucher*innen können aktiv am Energiemarkt teilnehmen, indem sie lokale, erneuerbare Energie untereinander handeln, gemeinsam erzeugen und verbrauchen. Energiegemeinschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung und entwickeln sich hin zu dezentralen Energieversorgern der Zukunft.

Wasserstoff H2 Molekül auf blauem Hintergrund© Adobe Stock
23.11.2023

Was ist die Europäische Wasserstoffbank?

Präsidentin von der Leyen kündigte in ihrer Rede zur Lage der Union im Jahr 2022 eine Europäische Wasserstoffbank an. Die Initiative wurde in das Arbeitsprogramm der Kommission für 2023 aufgenommen. Ziel dieser „Bank“ wäre es, die Investitionslücke zu schließen und das zukünftige Angebot und die Nachfrage zu verbinden. Es handelt sich jedoch nicht um eine physische Finanzinstitution. Was genau ist die europäische Wasserstoffbank dann?

Rohre Wärmepumpe Fernwärme-Anlage© Wien Energie
22.11.2023

Fernwärme-Kodex: Branchen-Vereinbarung für mehr Transparenz und Information

Der Fachverband Gas und Wärme hat als gesetzliche Interessenvertretung der Fernwärmebranche den Fernwärme-Kodex unter dem Titel saubere Wärme, klare Regeln erstellt, um ihn seinen Mitgliedern als unverbindliche Informationsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig stellt der Fernwärme-Kodex eine Orientierung für fairen Wettbewerb und gesetzmäßiges sowie transparentes Handeln dar.

Oberfläche der unterirdischen Wasserstoffanlage in Rubensdorf der Firma RAG© RAG
11.05.2023

Gastbeitrag: Sichere Versorgung durch saisonale Energiespeicherung

In Österreich verfügen wir ohne gasförmige Energieträger und der dazu gehörenden Speicherinfrastruktur nicht über ausreichend Energie für Strom, Wärme und Mobilität. Selbst der massive Ausbau von Wind und Sonne kann die Winterlücke mit steigendem Strombedarf nicht schließen. Die RAG arbeitet daher an innovativen Projekten wie dem ersten geologischen Wasserstoffspeicher, um grüne Energie ganzjährig verfügbar zu machen.

Analyse des Marktes auf dem Computer© Nicholas Cappello
22.03.2023

Kommission verschärft Regulierung des Energiemarkts

Die Europäische Kommission hat am 14. März 2023 einen Legislativvorschlag zu REMIT (Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency) vorgelegt. REMIT zielt darauf ab, die Transparenz, Integrität und das Funktionieren der Energiegroßhandelsmärkte in der Europäischen Union zu fördern und verschärft in der vorliegenden Form die Regulierung der Marktteilnehmer auf dem Energiemarkt erheblich.

Gelber Gasdispatcher im Hintergrund ist das Gasometer zu sehen© Wien Energie
23.11.2022

Kommission legt Korrekturmechanismus für zu hohe Gaspreise vor

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, um Unternehmen und Haushalte in der EU vor übermäßig hohen Gaspreisen zu schützen. Der Preis von Month-Ahead-Derivaten im Rahmen des TTF soll vorübergehend auf 275 Euro begrenzt werden, falls die Preise zwei Wochen lang über diesem Schwellenwert liegen und eine im Voraus festgelegte Spanne im Verhältnis zu den LNG-Preisen überschreiten. Nicht alle Mitgliedsstaaten sind überzeugt, denn es ist fraglich, ob der Mechanismus tatsächlich jemals ausgelöst werden wird.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
02.06.2022

Gastbeitrag: Beschleunigung von Erneuerbare-Energien-Projekten in REPowerEU

Die Europäische Kommission hat am 18. Mai 2022 ein Paket zur schnellen Beendigung der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas sowie zur schnelleren Realisierung der Energiewende präsentiert. Neben Energiesparmaßnahmen, einer Diversifizierung der Importe sowie einer Erhöhung von Fördermitteln aus unterschiedlichen Töpfen ist darin insbesondere eine Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien vorgesehen.

Strommasten, Stromnetz bei Sonnenuntergang.© Matthew Henry
30.11.2021

Das EU-Strommarktdesign unter der Lupe

Direktzahlungen für einkommensschwache Haushalte und Kleinunternehmen, Investitionen in erneuerbare Energien, Steuererleichterungen und Maßnahmen zur Umgestaltung des Marktdesigns: Diese und weitere Instrumente hat die EU am 13. Oktober vorgestellt – das Ziel der kurz- und mittelfristigen Maßnahmen aus der sog. “Toolbox” ist die Abfederung der Auswirkungen der sehr volatilen Energiepreise der vergangenen Wochen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse des derzeitigen Marktdesigns.

Stapel von verschiedenen Euromünzen vor EU-Flagge© Europäische Kommission
10.11.2021

Gastbeitrag: Was bringt die Energiesteuerrichtlinie im "Fit for 55"-Paket?

Im Juli dieses Jahres veröffentlichte die Europäische Kommission das "Fit for 55"-Paket, das den klima- und energiepolitischen Rahmen für die Periode bis 2030 definiert. Das Paket umfasst 13 Vorschläge für Rechtsgrundlagen, die sowohl marktbasierte Instrumente als auch Zielvorgaben und Vorschriften beinhalten. Die Novellierung der Energiesteuerrichtlinie ist neben dem Emissionshandel und dem CO2-Grenzausgleichsmechanismus ein zentraler Baustein der Bepreisung von Energienutzung und Treibhausgasemissionen.

Fabrik aus der Vogelperspektive mit Luftemissionen© Marcin Jozwiak
15.07.2021

Der Preis des Ausstoßes von CO₂ in "Fit for 55"

Die Kommission wird nicht müde zu betonen, dass der Ausstoß einer Tonne CO₂ etwas kosten muss. Die geplante Verschärfung des Emissionshandelssystems der EU (ETS) im Einklang mit dem Green Deal ist immerhin das Kernstück des gigantischen Klimapakets. Eng mit ihr verzahnt sind auch ambitionierte Vorschläge im Verkehrssektor, ein neuer CO₂ -Grenzausgleichsmechanismus und Überarbeitungen der Lastenteilungsverordnung und der Energiebesteuerungsrichtlinie. Sie alle haben ein Ziel: die CO₂ -Emissionen bis 2030 drastisch zu reduzieren.