Da fossiles Gas für einen großen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, ist eine Umstellung auf Grünes Gas unumgänglich. Wie kann dieser Umstieg erfolgen?
Ein essentieller Faktor zur Erreichung der Klimaziele ist die Emissionsreduktion in den Sektoren Gebäude, Energie und Industrie. Gemeinsam verursachen diese Sektoren mehr als die Hälfte der gesamten Treibhausgasemissionen Österreichs. Daher ist der wichtigste Schritt ein rascher Ausstieg aus Öl und Kohle. Gas ist als Energieträger in vielen Erzeugungsprozessen und in Teilen des Raumwärmemarktes nicht substituierbar. Diese Prozesse können nur durch Grünes Gas erneuerbar werden.
Gas ist eine zentrale Komponente der Energieversorgung Österreichs und kann sowohl für die Warmwasseraufbereitung, Kälte- und Stromerzeugung sowie als Kraftstoff für den Verkehrssektor dienen. Rund ein Viertel aller privaten Haushalte werden mit Gas beheizt. Auch in industriellen Prozessen ist fossiles Gas ein wesentlicher Energieträger. Da fossiles Gas für einen Teil der Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, ist eine Umstellung auf umweltfreundliche Heizsysteme, erneuerbare Energieträger oder Grünes Gas unumgänglich.
Trotz eines enormen Potentials wird Grünes Gas in Zukunft eine knappe Ressource sein. Bei der Umstellung auf eine grüne Gasversorgung müssen daher zuerst jene Bereiche mit Grünem Gas versorgt werden, in denen keine andere Technologie anwendbar ist. Dies umfasst neben der Industrie auch den Einsatz in hocheffizienten KWK-Anlagen. Damit die Umstellung volkswirtschaftlich und technisch sinnvoll ablaufen kann, müssen verschiedene Punkte im Haushalts-, Energie- und Industriebereich sowie beim Netzausbau beachtet werden.