Die Zukunft braucht klare Positionen.

Wie gestalten wir die politischen Rahmenbedingungen für die Stadt von morgen?

Die Stadt von morgen wird heute entschieden.

Eine klimafitte Stadt, grüne Energie, verlässliche Öffis, ein gutes Leben für alle: das ist unser Antrieb. Auf unserer digitalen Public Affairs Plattform zeigen wir, wie Klimaneutralität, Leistbarkeit und Versorgungssicherheit zusammenpassen. Mit Praxiswissen liefern wir Beiträge für politische Entscheidungen in der Mobilitäts-, Infrastruktur- und Energiepolitik von Wien bis Brüssel. Denn die Zukunft entscheidet sich jetzt – und wir reden mit.

Aktuelles

© Europäische Kommission
30.04.2026

EU-Beihilfe: Kommission erweitert Spielraum in der Energiekrise (METSAF)

Am 29. April 2026 hat die Europäische Kommission ihre Beihilferegeln überarbeitet. Damit möchte sie den Mitgliedstaaten erlauben, umfangreichere Subventionen als bisher an besonders von der aktuellen Energiekrise betroffene Unternehmen auszahlen zu dürfen. Normalerweise setzt das europäische Wettbewerbsrecht hierfür engere Grenzen, um keine Verzerrungen im europäischen Binnenmarkt zuzulassen.

Bundesminister Hanke bei der Mobilitätskonferenz 2026© BMIMI
23.04.2026

Mobilitätskonferenz 2026: Multimodal unterwegs – sicher, smart, nachhaltig

Die Mobilitätskonferenz 2026 fand am 20. und 21. April 2026 in Wien statt und wurde vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) veranstaltet. Sie bildete den zentralen Austausch zur Mobilitätswende in Österreich und brachte Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis zusammen. Ziel der Konferenz war es, aktuelle Herausforderungen zu beleuchten und gemeinsame Lösungsansätze für ein zukunftsfähiges Mobilitätssystem zu diskutieren.

EU Kommission zur AccelerateEU© Europäische Kommission
23.04.2026

EU-Kommission konkretisiert Toolbox für leistbare Energiepreise und Versorgungssicherheit (AccelerateEU) 

Die Europäische Kommission hat gestern ihre angekündigte „Toolbox“ zur Senkung der Energiepreise veröffentlicht. Kurzfristige Entlastung und Versorgungssicherheit sollen eng mit strukturellen Reformen verknüpft werden, mit einem starken Fokus auf Elektrifizierung, Netze und europäische Koordination. Die Kommission versteht die aktuelle Situation nicht nur als Krise, sondern als Beschleuniger für den Umbau des Energiesystems.

EU Flaggen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel© Europäische Kommission
15.04.2026

EU-Update: April 2026

Im EU-Update für April 2026 geht es um aktuelle Entwicklungen auf EU-Ebene – mit einem klaren Schwerpunkt auf Energie. Der Konflikt im Iran und die Folgen für Preise und Versorgungssicherheit prägen derzeit viele Diskussionen in Brüssel. Außerdem im Blick: der Ausbau der Energienetze, neue Ansätze für mehr europäische Wettbewerbsfähigkeit („Made in Europe“), die KI-Regulierung sowie Themen rund um digitale Mobilität und Ticketing.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
15.04.2026

Gastbeitrag: Warum Österreich bei Energiekrisen immer verliert – und wie wir das ändern können

Warum treffen Energiekrisen Österreich besonders hart? Die hohe Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas macht Haushalte, Unternehmen und den Staat anfällig für Preisschocks – mit spürbaren Folgen für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Doch es gibt einen Ausweg: Mit mehr heimischer, erneuerbarer Energie und effizienteren Technologien kann Österreich seine Risikoposition deutlich verbessern. Jetzt entscheidet sich, ob wir diesen Weg konsequent weitergehen.

Hans-Jürgen Groß im Gespräch© Bubu Dujmic
14.04.2026

Gastbeitrag: Barrierefreiheit als Fundament moderner Daseinsvorsorge

Barrierefreiheit ist für die Wiener Stadtwerke Gruppe kein Zusatz, sondern ein Fundament. Als Konzernbeauftragter für Barrierefreiheit erlebt Hans-Jürgen Groß täglich, wie entscheidend es ist, Barrieren nicht erst im Nachhinein zu beseitigen, sondern sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn echte Inklusion beginnt dort, wo wir Systeme, Prozesse und Angebote von Anfang an so gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich sind.

H2 Rohre, Wasserstoff© Adobe Stock
18.03.2026

Gastbeitrag: SoutH2 Corridor – Europas südliche Wasserstoffroute für Versorgungssicherheit und Energiewende

Der SoutH2 Corridor ist eine gemeinsame Initiative der Netzbetreiber Snam (Italien), TAG (Österreich), Gas Connect Austria und bayernets (Deutschland). Er stellt eine geplante Importroute für grünen Wasserstoff dar, der künftig in Algerien und Tunesien produziert und über großteils bestehende, umgerüstete Leitungsnetze zur industriellen Nutzung nach Italien, Österreich und Deutschland transportiert werden soll. Die Gas Connect Austria ist mit ihrem Projekt „H2 Backbone WAG+Penta-West“ für einen Teilabschnitt dieser Route auf österreichischem Boden verantwortlich.

Verkehr in Wien© Kristine Kozaka
11.03.2026

Gastbeitrag: Mobilitätsdaten als Schlüssel für die Zukunft – Zusammenarbeit für Qualität und Resilienz

Mobilitätsdaten sind das Fundament eines modernen Verkehrssystems. Ihre Qualität entscheidet darüber, wie effizient, nachhaltig und sozial inklusiv unsere Mobilität ist. In Wien wurde mit dem Aufbau der GIP als digitaler Zwilling des Verkehrssystems früh ein wichtiger Schritt gesetzt. Doch warum sind Mobilitätsdaten so entscheidend – und wie sichern wir ihre Qualität und Souveränität?

orangene Rohre auf Gebäude© Simon Boxus
10.03.2026

EU-Industrial Accelerator Act: Neue „Made in Europe“-Anforderungen 

Die Europäische Kommission hat am 4. März ihren lang erwarteten Vorschlag für einen Industrial Accelerator Act (IAA) vorgestellt. Das neue Instrument ist Teil des Clean Industrial Deal und soll Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem Produktionskapazitäten für saubere Technologien ausgebaut und die Nachfrage nach in Europa hergestellten Produkten gesteigert wird. Der Vorschlag enthält unter anderem neue Kriterien für „Made in EU“ und „kohlenstoffarme“ Produkte in der öffentlichen Beschaffung sowie Maßnahmen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und zur Steuerung ausländischer Investitionen in strategischen Industrien. Damit greift die Kommission zentrale industrie- und energiepolitische Fragen auf: Wie kann Europa seine industrielle Basis stärken, auf die Konkurrenz aus den USA und China reagieren und gleichzeitig die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft vorantreiben?

Doppelgipfel Event organisiert von Wien Energie© Wien Energie
06.03.2026

Gastbeitrag: Von der Rezession zur Investition: Infrastruktur als Chance für Österreichs Standortpolitik

Österreich steht wirtschaftspolitisch an einem Wendepunkt: Infrastrukturinvestitionen und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg werden zum Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Energiewende. Der Doppelgipfel 2026 von Wien Energie bringt dafür zentrale Akteure aus Wien und der Steiermark an einen Tisch. Wie kann gemeinsame Infrastrukturpolitik Österreichs Zukunft sichern?

Wien Sykline bei Nacht© Fotalia
05.03.2026

Gastbeitrag: Digitale Souveränität als Teil moderner Daseinsvorsorge – Warum Europas Betreiber kritischer Infrastruktur jetzt handeln müssen

Wer kontrolliert im Ernstfall unsere Daten? Welche Zugriffsrechte gelten und wie unabhängig ist Europas digitale Infrastruktur wirklich? Fragen wie diese galten lange als technische Detailthemen - heute stehen sie im Zentrum einer strategischen Grundsatzdebatte. Mit zunehmenden geopolitischen Spannungen rückt Europas digitale Handlungsfähigkeit in den Fokus. Die Abhängigkeit von internationalen Infrastrukturlieferanten, Softwareherstellern, Cloud- und Plattformanbietern wird nicht mehr nur wirtschaftlich bewertet, sondern zunehmend als Risiko für Sicherheit und Resilienz verstanden. Für Betreiber kritischer Infrastruktur ist das unmittelbar relevant. Die Wiener Stadtwerke sehen digitale Stabilität inzwischen als Teil moderner Daseinsvorsorge. Resilienz endet nicht bei Energie, Mobilität oder Netzen – sie umfasst auch die digitale Ebene, auf der zentrale Systeme und Daten verlässlich funktionieren müssen.

Podium bei Brüssel-Event der Wiener Stadtwerke© Wiener Stadtwerke
04.03.2026

Strengthening Europe’s Resilience: Wiener Stadtwerke diskutierten in Brüssel über die Sicherheit kritischer Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen

Die Geschäftsführung der Wiener Stadtwerke - Generaldirektor Peter Weinelt und Generaldirektor-Stellvertreterin Monika Unterholzner - war am 2. und 3. März in Brüssel, wo Termine mit hochrangigen politischen Vertreter*innen sowie mehrere Fachgespräche auf der Agenda standen. Höhepunkt des Aufenthalts war eine Abendveranstaltung im Wien-Haus unter dem Titel „Strengthening Europe’s Resilience: The Security of Critical Energy and Mobility Infrastructures“, bei der die Sicherheit und Resilienz kritischer Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen im Mittelpunkt standen.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
26.02.2026

Gastbeitrag: Erneuerbare Energien als regionaler Wirtschaftsmotor

Österreich hat sich eine 100 % erneuerbare Stromerzeugung bis 2030 zum Ziel gesetzt. Um die Stromwende zu realisieren, sind massive Investitionen in die Transformation des Energiesystems erforderlich. Unsere aktuelle WIFO-Studie zeigt nun am Beispiel des Erneuerbaren-Ausbaus von Wien Energie in der Steiermark, dass dieser nicht nur in den Klimaschutz einzahlt, sondern auch Wertschöpfung in der Region schafft und zur Versorgungssicherheit beiträgt.

Fliegende Drohne über dem Haus des Meeres, im Hintergrund Blick über Wien.© Wien Energie
19.02.2026

Neuer EU-Aktionsplan gegen Drohnenbedrohungen – ein wichtiges Signal für Betreiber kritischer Infrastrukturen

Die Europäische Kommission hat am 11. Februar einen umfassenden Aktionsplan zur Bekämpfung der zunehmenden Drohnenbedrohung in der EU vorgelegt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kommission ausdrücklich anerkennt, wie stark Betreiber kritischer Infrastrukturen von dieser Entwicklung betroffen sind. Sie greift damit zentrale Themen auf, die für die Wiener Stadtwerke von hoher Relevanz sind und wichtige Elemente der bereits formulierten Anforderungen im Bereich Drohnen- und Infrastruktursicherheit widerspiegeln.

Nachtaufnahme Ring, beschleunigte Straßenbahn vor Staatsoper© Wiener Linien
18.02.2026

Stadt Wien und Wiener Linien starten Beschleunigungsoffensive für den öffentlichen Verkehr

Wien steht an einem Punkt, an dem die Weichen für die Mobilität der kommenden Jahrzehnte gestellt werden. Das Wiener Öffi-Netz gehört seit Jahren zu den leistungsfähigsten seiner Art: dicht getaktet, verlässlich, international anerkannt. Bereits heute werden 34 Prozent aller Wege in Wien mit den Öffis zurückgelegt – ein Spitzenwert, der zeigt, wie sehr die Menschen auf klimafreundliche, verlässliche Mobilität setzen.

Plan des Ersatzangebots der Stammstrecke der ÖBB und Wiener Linien© ÖBB Infrastruktur
12.02.2026

Modernisierung für ein verlässliches Öffi-System – Wiener Linien halten Wien mobil

Auch 2026 und 2027 wird intensiv an der Öffi-Infrastruktur in Wien gearbeitet. Neben den Modernisierungen der ÖBB auf der S-Bahn-Stammstrecke setzen auch die Wiener Linien gezielte Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen im eigenen Netz um. Diese Modernisierungen sind notwendig, damit das öffentliche Verkehrsnetz auch künftig zuverlässig funktioniert und Wien die Mobilität bietet, auf die sich täglich Hunderttausende verlassen.

Baustelle der Wiener Linien für Tunnelabdichtungen© Wiener Linien
11.02.2026

Gastbeitrag: Sanierung unter der Stadt – Wie die Wiener Linien ihre Tunnel für die Zukunft abdichten

Für die meisten Fahrgäste bleiben sie unsichtbar, doch für den sicheren Betrieb der Wiener U-Bahn sind sie unverzichtbar: die Tunnelabdichtungen im Untergrund der Stadt erreichen vielerorts das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Nach 40 bis 60 Jahren verlieren die eingesetzten Materialien an Funktionalität, Feuchtigkeit kann eindringen und langfristig Schäden an der Bausubstanz verursachen. Die Wiener Linien stehen daher vor einer umfassenden Sanierungsaufgabe – technisch anspruchsvoll, betrieblich sensibel und gleichzeitig zentral für die nachhaltige Entwicklung der städtischen Infrastruktur Wiens.

Autos im Stau© Jacek Dylag
05.02.2026

Gastbeitrag: Europa schneidet sich ins eigene Fleisch 

Die EU-Kommission ist bereit, die Klimaziele für den Verkehrssektor aufzuweichen. Die Abkehr vom Verbrenner-Aus reiht sich damit in eine lange Kette von Klima- und Umweltvorhaben, die die Europäische Union noch vor wenigen Jahren ambitioniert beschlossen hat und nun Schritt für Schritt zurücknimmt. Ob beim europäischen Lieferkettengesetz, bei der Entwaldungsverordnung, den Klimazielen für 2040 oder bei den Vorgaben für den Automobilsektor: Der Green Deal wird Stück für Stück filetiert. Was kurzfristig als Erfolg für Europas Wettbewerbsfähigkeit verkauft wird, wird uns früher oder später teuer zu stehen kommen. Denn in dem Glauben, sich selbst zu schützen, schneiden wir uns gerade massiv ins eigene Fleisch.

Display eines Computers beim Programmieren© Markus Spiske
03.02.2026

Das erwartet uns 2026 in der EU-Digitalpolitik 

Auch im Bereich der Digitalgesetzgebung steht das Thema Resilienz weit oben auf der politischen Agenda. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen gewinnen Bestrebungen nach größerer europäischer digitaler Souveränität an Bedeutung. Besonders Ausbau von Kapazitäten in Schlüsseltechnologien, insbesondere in der Künstlichen Intelligenz (KI), soll die technologische Souveränität stärken und Abhängigkeiten reduzieren. Gleichzeitig werden im Zuge laufender Bestrebungen zur Regulierungsvereinfachung zentrale Elemente der Digitalgesetzgebung überprüft.

Ladung eines E-Bus in Siebenhirten© Wiener Linien
29.01.2026

eMove Austria: Der neue Schub für E-Mobilität in Österreich 

Mit dem Programm „eMove Austria“ gibt das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) den Startschuss, um eine neue Etappe bei der Mobilitätswende einzuläuten. Bis Ende 2026 fließen 480 Millionen Euro in die Förderung der Elektromobilität – mit einem klaren Fokus auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Umstellung von Flotten und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

E-Auto Parkplatzmarkierung, weißes Symbol E-Auto Symbol auf grünem Hintergrund© Ralph Hutter
27.01.2026

Gastbeitrag: Warum 2025 das Wendejahr der E-Mobilität ist

Die Transformation unseres Mobilitätssystems ist keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie entscheidet heute darüber, ob Österreich seine Klimaziele erreicht, seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sichert und die Lebensqualität in Städten und Regionen verbessert. Der Verkehrssektor ist dabei der zentrale Hebel. Während andere Bereiche ihre Emissionen bereits deutlich senken konnten, sehen wir im Verkehr noch große Herausforderungen. Genau deshalb kommt der Elektromobilität eine Schlüsselrolle zu.

Drei Windräder im Nebel. Im Hintergrund Wald und Wolken.© Sibylle Maus
15.01.2026

Das erwartet uns 2026 in der EU Energie- und Klimapolitik

Auch 2026 verspricht die Energie- und Klimapolitik im Zentrum der politischen Debatten auf EU-Ebene zu stehen. Zwar bestätigt sich der politische Trend weiter, dass die unter dem Green Deal verabschiedeten Dekarbonisierungsziele in den Hintergrund treten. Auch im Zuge der Neuausrichtung der EU auf die Ziele Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz dürfte die Energie- und Klimapolitik aber eines der wichtigsten Politikfelder bleiben. Was erwartet uns?

Rohre Wärmepumpe Fernwärme-Anlage© Wien Energie
14.01.2026

Gastbeitrag: Studie - Heizkostenentwicklung für Fernwärme und Gasnutzung in Wien bis 2040

Wien Energie hat Compass Lexecon beauftragt, die zukünftigen Kosten von Gasheizungen und Fernwärme in verschiedenen Wohngebäuden im Zeitraum 2026-2040 systematisch zu vergleichen. Die Analyse schafft eine fundierte Grundlage, um Entwicklungen, Marktunsicherheiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bis 2040 besser einschätzen zu können – und damit bereits heute Entscheidungen zu ermöglichen, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch langfristig nachhaltig sind.

Strommasten, Stromnetz bei Sonnenuntergang.© Matthew Henry
17.12.2025

Europäische Kommission priorisiert Energienetze mit „Grids Package“

Am 10. Dezember 2025 hat die Kommission ein umfangreiches „Grids Package“ vorgelegt. Damit möchte sie das klare Signal setzen, dass der Ausbau und die Modernisierung der europäischen Energienetze prioritär sind. Das neue Maßnahmenpaket soll dazu beitragen, die Energiewende zu beschleunigen und dabei gleichzeitig die Strompreise zu senken sowie die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Press conference by Henna Virkkunen, Executive Vice-President of the European Commission, Valdis Dombrovskis, and Michael McGrath, European Commissioners, on the digital simplification package© Europäische Kommission
16.12.2025

Digital Omnibus: EU-Kommission will Digitalgesetzgebung vereinfachen 

Die Europäische Kommission hat am 19. November ein umfassendes Digitalpaket vorgestellt, das die Weichen für eine modernisierte Digitalgesetzgebung stellen soll. Kern des Pakets ist der sogenannte Digitalomnibus, der bestehende europäische Digitalgesetze zusammenführt und vereinfacht. Er passt unter anderem die Datenschutzgrundverordnung, Cybersicherheits-Berichtspflichten und den Artificial Intelligence Act (AI Act) an, inklusive einer Verschiebung der Fristen für Hochrisiko-KI-Anwendungen.

Gelbe Gas-Dispatcher© Wiener Netze
09.12.2025

Aktuelle Gasversorgungslage in Österreich: Sicher durch den Winter – und klare Weichen für die Zukunft

Eine stabile Gasversorgung ist für Österreich generell von hoher Bedeutung – und in der kalten Jahreszeit von besonderem Gewicht. Das gilt für Haushalte ebenso wie für die Industrie, die Kraft-Wärme-Kopplung und die Fernwärmeerzeugung. Gleichzeitig verdeutlichen Marktentwicklungen und geopolitische Veränderungen, wie wichtig der zügige Aufbau erneuerbarer Gase für langfristige Versorgungssicherheit und eine nachhaltige Energiezukunft ist.

Grüner Strommast im 380kv-Stromnetz© Wiener Netze
20.11.2025

Einigung in der Regierung: Das ElWG kommt in die Zielgerade

Nach über zwei Jahren zäher politischer Verhandlungen, zwei Begutachtungsentwürfen und zahlloser Stellungnahmen hat die Bundesregierung nun nach intensiven Verhandlungen einen Entwurf für das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) vorgelegt. Der Text enthält erneut zahlreiche Anpassungen – doch erst eine Zweidrittelmehrheit im Parlament kann den Weg für die heiß ersehnte Umsetzung freimachen.

Drei EU-Flaggen im Wind© Alexandre Lallemand
06.11.2025

EU-Staaten einigen sich auf abgeschwächtes Klimaziel 2040

Die Umweltminister*innen der EU-Mitgliedstaaten haben sich am 5. November auf eine gemeinsame Position zum EU-Klimaziel für 2040 geeinigt. Damit liegen die Positionen von Kommission und Rat nun vor. Nach der noch ausstehenden Positionierung des Europäischen Parlaments können die abschließenden Trilogverhandlungen der drei EU-Institutionen starten. Vor der am 10. November beginnenden COP30 gibt die Ratseinigung jedoch bereits jetzt die Richtung der zukünftigen Klimapolitik der EU vor.

Rohstoffabbau© Shane Mclendon
30.10.2025

Rohstoffe - Die Achillesferse der Energiewende?

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet weltweit in rasantem Tempo voran, getragen von einem steigenden Energiebedarf und dem Wunsch die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Trotzdem ist die kritische Frage nach dem Rohstoffbedarf für die ambitionierten Ausbaupläne unterbeleuchtet. Haben wir überhaupt genug Kupfer, Lithium oder Seltene Erden für eine globale Energiewende – und wem gehören die überhaupt?

Batterie-Wasserstoffbss für die City, Wiener Linien© Wiener Linien
28.10.2025

StVO-Reform soll für mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität sorgen 

Mit der geplanten Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) soll ein wesentlicher Schritt in Richtung einer modernen, sicheren und zukunftsfähigen Mobilität gesetzt werden. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Schaffung eines klaren Rechtsrahmens für kamerabasiertes Zufahrtsmanagement. Damit wird die Grundlage geschaffen, um die im rot-pinken Regierungsprogramm vereinbarte verkehrsberuhigte Innenstadt in Wien Wirklichkeit werden zu lassen. Darüber hinaus umfasst die Novelle auch Anpassungen der gesetzlichen Anforderungen für E-Bikes, E-Scooter und E-Mopeds.

Hochspannungsmast und Himmel© Sorin Basangeac
22.10.2025

Gastbeitrag: Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine versorgungssichere Energiezukunft

Stellt der Energy-Only-Markt noch ausreichend Anreize für versorgungsrelevante Kapazitäten bereit und welche Rolle können Kapazitätsmechanismen spielen? Mit dieser Fragestellung hat sich im Forschungsprojekt TeKaVe “Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine versorgungssichere Energiezukunft“ ein Team des AIT Austrian Institute of Technology GmbH, des Energieinstituts an der Johannes Kepler Universität Linz und der EPEX SPOT auseinandergesetzt.

Ladeprozess eines E-Autos© Wien Energie
16.10.2025

Gastbeitrag: Ladeinfrastruktur im Mehrparteienhaus

Österreich erlebt einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität: Mit fast 240.000 rein elektrisch betriebenen Pkw bis August 2025 und einem Anteil von über 22 % bei Neuzulassungen ist der Wandel auf der Straße deutlich sichtbar. In Wien ist dieser Trend besonders ausgeprägt – die Stadt verfügt über das dichteste öffentliche Ladenetz Österreichs und verzeichnet in mehreren Bezirken bereits einen Elektroanteil von über 50 % bei Neuwagen.

Rathaus Wien im Sonnenlicht© Magda-Ehlers
16.10.2025

Gastbeitrag: Zirkuläres Wien – die Stadt stärkt Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft durch eine umfassende Strategie

Die Strategie „Zirkuläres Wien: Eine runde Sache“ stellt die erste umfassende Gesamtstrategie der Stadt Wien dar, um das Leben und Wirtschaften langfristig ressourcenschonender zu gestalten. Sie wurde ressortübergreifend unter Einbindung aller Abteilungen des Magistrats sowie der Unternehmungen und Unternehmen der Stadt Wien erarbeitet. Das erklärte Ziel ist es, ein gemeinsames Vorgehen gegen den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen zu etablieren und Wiens Wandel zu einer zirkulären Stadt voranzutreiben.

Paneldiskussion in Brüssel© Wiener Stadtwerke
15.10.2025

Powering Europe’s Future: Wiener Stadtwerke diskutierten in Brüssel über Europas Energie- und Mobilitätszukunft

Großer Andrang im Wien-Haus in Brüssel: Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und EU-Institutionen folgten Dienstagabend der Einladung der Wiener Stadtwerke zur hochkarätig besetzten Veranstaltung "Powering Europe’s Future: Energy and Mobility for Competitiveness and Security". Im Mittelpunkt standen die Zukunft der europäischen Energie- und Mobilitätssysteme, die Wettbewerbsfähigkeit Europas und die Frage, wie Versorgungssicherheit und Klimaschutz gemeinsam gelingen können.

Solar Panel© Michael Wilson
09.10.2025

Gastbeitrag: Warum neue Netzentgelte für Erzeuger mehr schaden als nützen

Wer soll künftig die Kosten der Stromnetze tragen? Der aktuelle Entwurf des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) sieht vor, auch Einspeiser zur Kasse zu bitten. Jedoch: Eine Studie von Aurora Energy Research im Auftrag von Oesterreichs Energie zeigt: Zusätzliche Netzentgelte für Erzeuger würden die Wettbewerbsfähigkeit der Stromerzeugung in Österreich schwächen, Investitionen bremsen und Kund*innen keinen Vorteil bringen.

Wasserstoff H2 Molekül auf blauem Hintergrund© Adobe Stock
23.09.2025

Wasserstoffoffensive auf allen Ebenen

Wasserstoff gilt als zentraler Schlüssel für eine klimafreundliche Energiezukunft – und Österreich möchte ganz vorne mitspielen. Die Wasserstoffoffensive verspricht nicht nur mehr Versorgungssicherheit, sondern auch Chancen für industrielle Transformation. Doch während Strategien und Absichtserklärungen stehen, hängt der Erfolg vor allem von einer Frage ab: Wie schnell werden die konkreten Projekte tatsächlich umgesetzt?

© Europäische Kommission
17.07.2025

Entwurf des europäischen Mehrjährigen Finanzrahmens 2028-2034 veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2028–2034 veröffentlicht und soll ca. 2 Billionen Euro umfassen. Die Anzahl der EU-Förderprogramme soll deutlich sinken (von rund 52 auf 16) und die Regeln vereinheitlicht werden. Zwar sollen 35% für Klimamaßnahmen ausgegeben werden, dennoch werden im Einklang mit den neuen EU-Prioritäten auch Schwerpunkte auf Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit gesetzt.

Ladung eines E-Bus in Siebenhirten© Wiener Linien
07.07.2025

eMove Austria: Der neue Schub für E-Mobilität in Österreich 

Mit dem Programm „eMove Austria“ gibt das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) den Startschuss, um eine neue Etappe bei der Mobilitätswende einzuläuten. Bis Ende 2026 fließen 480 Millionen Euro in die Förderung der Elektromobilität – mit einem klaren Fokus auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Umstellung von Flotten und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

Bauarbeiter bei Schleifarbeiten an Straßenbahnschienen, Baustelle© Johannes Zinner
24.06.2025

Fortschritt, der bleibt: Wiener Linien setzen starke Impulse für Wirtschaft, Klimaschutz und Lebensqualität

Unter dem Motto „Baustellen vergehen, Fortschritt bleibt“ setzen die Wiener Linien gemeinsam mit ÖBB und ASFINAG ein starkes Zeichen für eine moderne, klimafreundliche und zukunftssichere Mobilität. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der drei großen Infrastrukturunternehmen Österreichs wurde die neue Bewusstseinskampagne vorgestellt, die den positiven Nutzen von Baustellen und Infrastrukturinvestitionen ins Zentrum rückt.

Strommasten mit Stromleitungen auf einem Feld© Wien Energie
20.06.2025

Gastbeitrag: Keine Energiewende ohne Stromnetze: Der Initiativbericht des Europäischen Parlaments zu Stromnetzen

Der „Initiativbericht über Stromnetze als Rückgrat des Energiesystems der EU“, den Europaabgeordnete Anna Stürgkh für das Europäische Parlament verfasst und verhandelt hat, setzt sich mit den aktuellen Herausforderungen als Antwort auf den „Aktionsplan für Netze“ (Grid Action Plans) der Kommission und als Forderungskatalog für das Netzpaket („Grids Package“) auseinander. EU-Abgeordnete Anna Stürgkh und Lars Ritter, politischer Berater in ihrem Büro, haben für uns die zentralen Forderungen dargelegt.

Deutscher Bundestag Gebäude© Christian Lue
17.04.2025

Eine wettbewerbsfähige Energiewende: Das steckt im deutschen Koalitionsvertrag 2025

Deutschland bekommt eine neue Regierung. CDU/CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag für die nächste Legislaturperiode 2025-2029 geeinigt. Für den Energiebereich wird darin eine pragmatische und zielgerichtete Wende angestrebt. Zentral für die Koalition ist neben der Erreichung der Klimaziele auch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Wie soll das konkret umgesetzt werden?

Kraftwerk Simmering von Wien Energie© Wien Energie
01.04.2025

Versorgungssicherheit mit Weitblick: Kraftwerksstrategie für Österreich

Bis 2040 ist eine deutliche Erhöhung der Stromnachfrage zu erwarten, gleichzeitig schreitet der Ausbau Erneuerbarer Energien voran. Dadurch wird der Bedarf an flexibler Erzeugung erhöht. Thermische Kraftwerkskapazitäten sind für die Deckung des Flexibilitätsbedarfs von zentraler Bedeutung. Altersbedingt gehen jedoch in den nächsten Jahren erhebliche Mengen flexibler Kraftwerke vom Netz. Entsteht eine Versorgungslücke für Österreich?

Recycle Zeichen aus Karton auf grünem Hintergrund© Adobe Stock
19.03.2025

Nachhaltigkeit als Standortfaktor: Warum Österreich mehr Kreislaufwirtschaft braucht

Die Kreislaufwirtschaft ist einer der zentralen Bausteine für eine nachhaltige Zukunft. In Österreich gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung – nicht nur für den Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch als wirtschaftlicher Faktor. So hat die Bundesregierung diese Woche im Rahmen ihrer geplanten Industriestrategie auch eine Kreislaufwirtschaftsstrategie angekündigt. Doch welche Voraussetzungen sind notwendig, um den Wandel hin zu einer wirklich funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu schaffen?

Euro Geld, Münzen und Scheine. Im Hintergrund die EU-Flagge© Adobe Stock
11.02.2025

Der Europäische Competitiveness Fund

In ihrem Ende Januar veröffentlichten Wettbewerbskompass kündigte die Europäische Kommission an, dass ein neuer European Competitiveness Fund (ECF) eingerichtet und Teil des nächsten Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) sein wird. Das Konzept des ECF ist jedoch nicht neu: Eine neue Säule der Wettbewerbsfähigkeit als Teil des neuen MFR wurde bereits im Draghi-Bericht empfohlen, und die Idee eines spezifischen Finanzierungsinstruments für die Wettbewerbsfähigkeit war ebenfalls Teil von von der Leyens Manifest für ihre Wiederwahl. Hier werfen wir einen Blick darauf, was bisher über den ECF bekannt ist.

Solarkraftwerk bei Sonnenuntergang© Wien Energie
07.06.2024

Netto-Null-Industrie-Verordnung der EU angenommen

Ende Mai hat der Europäische Rat den "Net Zero Industry Act" angenommen. Ziel der Verordnung ist es, die industrielle Einführung sogenannter Netto-Null-Technologien – die notwendig sind, um die Klimaziele der EU zu erreichen – zu fördern, indem das Potenzial des Binnenmarkts dazu genutzt wird, die Wettbewerbsfähigkeit der EU im Bereich grüne Industrietechnologien zu stärken. Auch in Österreich ist eine EAG-Novelle mit "Made in Europe Bonus" geplant.

Drei EU Flaggen im Wind vor Kommissions-Gebäude© Francois Genon
06.06.2024

Was bedeuten die EU-Wahlen für EU-Förderprogramme und den EU-Haushalt?

Die EU-Wahlen finden vom 6. - 9. Juni statt und während viel darüber gesprochen wird, welche EU-Politik sich mit dem neuen Parlament/der neuen Kommission ändern könnte, gab es kaum Diskussionen über deren Auswirkungen auf EU-Förderung. Dennoch ist dieses Jahr ein kritisches Jahr für die EU-Förderung: Die neuen Programme für die Zeit nach 2027 werden vorbereitet und ein erster Entwurf des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens der EU (2028-2034) könnte möglicherweise bereits im nächsten Sommer veröffentlicht werden.

Kraftwerk Simmering bei Nacht© Wien Energie
23.04.2024

Kapazitätsmechanismen als Enabler der Versorgungssicherheit

Die fallenden Strompreise und der geringere Einsatz von Spitzenlastkraftwerken aufgrund der steigenden Erneuerbaren-Energie-Stromerzeugung führen zu fehlenden Investitionsanreizen für neue flexible Back-up-Kapazitäten und gefährden die langfristige Versorgungssicherheit. Um die Versorgungssicherheit während Spitzenlastzeiten und Knappheitsstunden zu gewährleisten, werden in vielen Ländern zwei Lösungsansätze diskutiert und umgesetzt. A) Energy-Only Markt und B) Energiemarkt mit Kapazitätsmechanismen.

Drei EU-Flaggen im Wind© Alexandre Lallemand
11.04.2024

Gastbeitrag: Die Zukunft der Stadtwerke im EU-Wasserstoffmarkt

Das Gas- und Wasserstoffpaket war das letzte noch fehlende Puzzlestück im Rahmen der europarechtlichen Grundlagen für den Wasserstoffmarkt. Das am 11. April 2024 vom Europäischen Parlament verabschiedete Gesetzespaket regelt die Rechte und Pflichten von Infrastrukturbetreibern und Versogern im Gasmarkt. Jens Geier, federführender Berichterstatter zur EU-Gasmarktrichtline und Verena Hof, politische Beraterin in seinem Büro haben für uns die Auswirkungen für den Wasserstoffhochlauf und die Rolle von Stadtwerken dabei beleuchtet.

begrünte PV-Anlage auf einem Dach
19.03.2024

Gastbeitrag: Energiegemeinschaften als dezentrale Energieversorger der Zukunft

Österreich ist eines der ersten Länder in der EU, welches Energiegemeinschaften umgesetzt und damit einen wichtigen Meilenstein für die Energiewende gelegt hat. Eigenerzeuger*innen und Endverbraucher*innen können aktiv am Energiemarkt teilnehmen, indem sie lokale, erneuerbare Energie untereinander handeln, gemeinsam erzeugen und verbrauchen. Energiegemeinschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung und entwickeln sich hin zu dezentralen Energieversorgern der Zukunft.

11.01.2024

Gastbeitrag: Einigung auf neuen EU-Rahmen für Dekarbonisierung des Gasmarkts

Mit der Einigung zum Gas- und Wasserstoff-Paket steht rechtzeitig vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2024 ein wesentlicher Eckpfeiler des European Green Deal. Er beinhaltet konkret vor allem die Überarbeitung der EU-Gasmarkt-Richtlinie und -Verordnung aus dem Jahr 2009 und ergänzt das in den vergangenen Jahren parallel verhandelte Fit for 55-Paket (unter anderem mit der Überarbeitung der darin enthaltenen Erneuerbaren-, Energieeffizienz- und ETS-Richtlinien).

Wasserstoff H2 Molekül auf blauem Hintergrund© Adobe Stock
23.11.2023

Was ist die Europäische Wasserstoffbank?

Präsidentin von der Leyen kündigte in ihrer Rede zur Lage der Union im Jahr 2022 eine Europäische Wasserstoffbank an. Die Initiative wurde in das Arbeitsprogramm der Kommission für 2023 aufgenommen. Ziel dieser „Bank“ wäre es, die Investitionslücke zu schließen und das zukünftige Angebot und die Nachfrage zu verbinden. Es handelt sich jedoch nicht um eine physische Finanzinstitution. Was genau ist die europäische Wasserstoffbank dann?

Rohre Wärmepumpe Fernwärme-Anlage© Wien Energie
22.11.2023

Fernwärme-Kodex: Branchen-Vereinbarung für mehr Transparenz und Information

Der Fachverband Gas und Wärme hat als gesetzliche Interessenvertretung der Fernwärmebranche den Fernwärme-Kodex unter dem Titel saubere Wärme, klare Regeln erstellt, um ihn seinen Mitgliedern als unverbindliche Informationsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig stellt der Fernwärme-Kodex eine Orientierung für fairen Wettbewerb und gesetzmäßiges sowie transparentes Handeln dar.

Oberfläche der unterirdischen Wasserstoffanlage in Rubensdorf der Firma RAG© RAG
11.05.2023

Gastbeitrag: Sichere Versorgung durch saisonale Energiespeicherung

In Österreich verfügen wir ohne gasförmige Energieträger und der dazu gehörenden Speicherinfrastruktur nicht über ausreichend Energie für Strom, Wärme und Mobilität. Selbst der massive Ausbau von Wind und Sonne kann die Winterlücke mit steigendem Strombedarf nicht schließen. Die RAG arbeitet daher an innovativen Projekten wie dem ersten geologischen Wasserstoffspeicher, um grüne Energie ganzjährig verfügbar zu machen.

Analyse des Marktes auf dem Computer© Nicholas Cappello
22.03.2023

Kommission verschärft Regulierung des Energiemarkts

Die Europäische Kommission hat am 14. März 2023 einen Legislativvorschlag zu REMIT (Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency) vorgelegt. REMIT zielt darauf ab, die Transparenz, Integrität und das Funktionieren der Energiegroßhandelsmärkte in der Europäischen Union zu fördern und verschärft in der vorliegenden Form die Regulierung der Marktteilnehmer auf dem Energiemarkt erheblich.

Gelber Gasdispatcher im Hintergrund ist das Gasometer zu sehen© Wien Energie
23.11.2022

Kommission legt Korrekturmechanismus für zu hohe Gaspreise vor

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, um Unternehmen und Haushalte in der EU vor übermäßig hohen Gaspreisen zu schützen. Der Preis von Month-Ahead-Derivaten im Rahmen des TTF soll vorübergehend auf 275 Euro begrenzt werden, falls die Preise zwei Wochen lang über diesem Schwellenwert liegen und eine im Voraus festgelegte Spanne im Verhältnis zu den LNG-Preisen überschreiten. Nicht alle Mitgliedsstaaten sind überzeugt, denn es ist fraglich, ob der Mechanismus tatsächlich jemals ausgelöst werden wird.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
02.06.2022

Gastbeitrag: Beschleunigung von Erneuerbare-Energien-Projekten in REPowerEU

Die Europäische Kommission hat am 18. Mai 2022 ein Paket zur schnellen Beendigung der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas sowie zur schnelleren Realisierung der Energiewende präsentiert. Neben Energiesparmaßnahmen, einer Diversifizierung der Importe sowie einer Erhöhung von Fördermitteln aus unterschiedlichen Töpfen ist darin insbesondere eine Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien vorgesehen.

Strommasten, Stromnetz bei Sonnenuntergang.© Matthew Henry
30.11.2021

Das EU-Strommarktdesign unter der Lupe

Direktzahlungen für einkommensschwache Haushalte und Kleinunternehmen, Investitionen in erneuerbare Energien, Steuererleichterungen und Maßnahmen zur Umgestaltung des Marktdesigns: Diese und weitere Instrumente hat die EU am 13. Oktober vorgestellt – das Ziel der kurz- und mittelfristigen Maßnahmen aus der sog. “Toolbox” ist die Abfederung der Auswirkungen der sehr volatilen Energiepreise der vergangenen Wochen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse des derzeitigen Marktdesigns.

Stapel von verschiedenen Euromünzen vor EU-Flagge© Europäische Kommission
10.11.2021

Gastbeitrag: Was bringt die Energiesteuerrichtlinie im "Fit for 55"-Paket?

Im Juli dieses Jahres veröffentlichte die Europäische Kommission das "Fit for 55"-Paket, das den klima- und energiepolitischen Rahmen für die Periode bis 2030 definiert. Das Paket umfasst 13 Vorschläge für Rechtsgrundlagen, die sowohl marktbasierte Instrumente als auch Zielvorgaben und Vorschriften beinhalten. Die Novellierung der Energiesteuerrichtlinie ist neben dem Emissionshandel und dem CO2-Grenzausgleichsmechanismus ein zentraler Baustein der Bepreisung von Energienutzung und Treibhausgasemissionen.

Fabrik aus der Vogelperspektive mit Luftemissionen© Marcin Jozwiak
15.07.2021

Der Preis des Ausstoßes von CO₂ in "Fit for 55"

Die Kommission wird nicht müde zu betonen, dass der Ausstoß einer Tonne CO₂ etwas kosten muss. Die geplante Verschärfung des Emissionshandelssystems der EU (ETS) im Einklang mit dem Green Deal ist immerhin das Kernstück des gigantischen Klimapakets. Eng mit ihr verzahnt sind auch ambitionierte Vorschläge im Verkehrssektor, ein neuer CO₂ -Grenzausgleichsmechanismus und Überarbeitungen der Lastenteilungsverordnung und der Energiebesteuerungsrichtlinie. Sie alle haben ein Ziel: die CO₂ -Emissionen bis 2030 drastisch zu reduzieren.

Ladeprozess eines E-Autos© Wien Energie
15.07.2021

Gastbeitrag: Verkehrssystem fit für 2030 machen

Die Kommission hat ihre Verordnung über den Aufbau einer europaweiten Infrastruktur für alternative Kraftstoffe vorgelegt. Die politische Entscheidung, die bisherige Richtlinie durch eine Verordnung zu ersetzen, ist mehr als begrüßenswert, da die Zeit drängt. Wenn der Transportsektor, der für mehr als ein Viertel aller CO2-Emissionen in der EU verantwortlich ist, als Ganzes bis 2050 vollständig emissionsfrei sein soll, muss vor allem der Straßenverkehr, der 2018 noch 71 % aller Verkehrsemissionen verursacht hat, entscheidend zu diesem Ziel beitragen.

Bleiben Sie informiert – zu den Themen, die für Sie relevant sind.

Unsere politischen Newsletter bieten fundierte Einblicke zu Energie, Mobilität und zentralen Zukunftsthemen der Wiener Stadtwerke-Gruppe – von Wien bis nach Brüssel.
Wählen Sie Ihren thematischen Schwerpunkt und entscheiden Sie selbst, worüber Sie informiert werden möchten.

Nähere Informationen zur Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten entnehmen Sie bitte unserer Datenschutzerklärung.