Aktuelle Beiträge

Bleiben Sie am Laufenden: Hier finden sie News zu aktuellen Entwicklungen in der Politik von Brüssel bis Wien.

Pressekonferenz zum Zwischenbericht zur Drohnenabwehr.© BMI/Karl Schober
Sicherheit
02.10.2026

Drohnenabwehr in Österreich: Regierung legt Zwischenbericht vor

Ende Oktober 2025 hat der Ministerrat beschlossen, die österreichische Drohnenabwehrstrategie weiterzuentwickeln. Ausschlaggebend dafür waren die zahlreichen Drohnenvorfälle in ganz Europa. Am 24. September 2026 haben Innenminister Gerhard Karner, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und Staatssekretär Jörg Leichtfried jetzt einen ersten Zwischenbericht der Arbeitsgruppe vorgestellt. Der Abschlussbericht mit der überarbeiteten Strategie soll bis Jahresende folgen.

Luftaufnahme von Windrädern in Mönchhof© Wien Energie/Rockenbauer
Energie
24.09.2026

Umweltverträglichkeitsprüfung neu: Das bringt die UVP-G-Novelle

Umweltverträglichkeitsprüfungen (UVP) sind ein zentraler Bestandteil von Genehmigungsverfahren für große Infrastruktur- und Energieprojekte. Insbesondere beim Ausbau erneuerbarer Energien spielen sie eine wichtige Rolle, da sie sicherstellen, dass negative Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt präventiv durch umfassende Prüfungen und entsprechende Maßnahmen vermieden werden. Die letzte Novelle trat am 23. März 2023 in Kraft. Nun liegt ein neuer Gesetzesentwurf vor, der Verfahren vereinfachen und den Ausbau der Erneuerbaren, bei weiterhin hohen Umweltschutzstandards, vorantreiben soll.

Außenansicht des BMI, Herrengasse Eingang Bundesministerium für Inneres, Gebäude, Fahnen, neue Tafel, Logo, Design, Schild, Flaggen.© BMI / Alexander Tuma
Sicherheit
24.09.2026

Bundesamt für Cybersicherheit: Neue Behörde nimmt mit 1. Oktober ihre Arbeit auf

Ab 1. Oktober 2026 hat Österreich eine eigene Behörde für Cybersicherheit. Das Bundesamt für Cybersicherheit (BCS) startet gemeinsam mit dem Netz- und Informationssystemsicherheitsgesetz 2026 (NISG 2026), mit dem Österreich die europäische NIS-2-Richtlinie umsetzt. Für alle Einrichtungen, die unter das Gesetz fallen, ist das BCS künftig zentrale Anlaufstelle und Aufsichtsbehörde.

© Jürgen Fälchle
Klima
22.09.2026

Neues Klimagesetz in Österreich: Das steht im Entwurf

Das Klimaschutzgesetz, dessen Verpflichtungszeitraum 2020 ausgelaufen ist, soll durch ein neues Klimagesetz abgelöst werden. Der Begutachtungsentwurf dazu legt neue Ziele, Zuständigkeiten und Prozesse fest. Im Mittelpunkt stehen die Erfüllung der europäischen Klimaziele und das österreichische Ziel der Klimaneutralität 2040. Dafür sieht der Entwurf unterschiedliche Instrumente vor, vom Klimafahrplan über jährliches Monitoring bis zu einem Sofortmechanismus bei drohender Verfehlung von EU-Zielen.

EU Flaggen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel© Europäische Kommission
EU Affairs
17.09.2026

EU-Update September 2026: Vergaberecht, Klimaziele & KI-Regeln

Im EU-Update für September 2026 stehen zentrale Weichenstellungen der europäischen Vergabe-, Energie- und Klimapolitik im Fokus. Die Europäische Kommission schlägt eine umfassende Reform des EU-Vergaberechts vor, während die Debatte über die Energie- und Klimaziele nach 2030 an Fahrt gewinnt. Gleichzeitig stehen die Überarbeitung des Emissionshandels, das neue Fahrgastpaket sowie aktuelle Entwicklungen bei KI und digitaler Souveränität auf der Agenda.

Drei EU Flaggen im Wind vor Kommissions-Gebäude© Francois Genon
EU Affairs
17.09.2026

Public Procurement Act: EU-Kommission schlägt Reform des Vergaberechts vor

Die Europäische Kommission hat am 9. September einen Vorschlag für eine umfassende Reform des EU-Vergaberechts präsentiert. Geplant sind weitreichende Änderungen bei öffentlichen Beschaffungen durch ein stärker harmonisiertes Regelwerk, digitale Systeme, Qualitätskriterien und Resilienz. Gleichzeitig bleiben für Unternehmen im Bereich der Daseinsvorsorge zentrale Elemente wie die Inhouse-Vergabe bestehen.

Gelbe Gas-Dispatcher© Wiener Netze
Energie
16.09.2026

Gastbeitrag: Raus aus Gas im Wohnungseigentum - Warum ein gut geplanter Prozess entscheidend ist

Der Ausstieg aus Gas ist auch im Wohnungseigentum möglich. Für den Umstieg auf ein erneuerbares Heizsystem ist ein durchdachter Prozess von entscheidender Bedeutung – von der ersten Idee über die Machbarkeitsprüfung bis hin zur baulichen Umsetzung. Weil hier viele Menschen beteiligt sind, braucht es von Beginn an eine gemeinsame Vision, klare Schritte, verständliche Informationen und in den meisten Fällen eine Hausverwaltung, die das Projekt aktiv begleitet.

Personen auf der Rolltreppe auf dem Weg zur U-Bahn© Johannes Zinner
Mobilität
10.09.2026

Sommerbilanz Mobilität: Modernisiert, ausgebaut und bereit für den Herbst

Die Sommermonate sind eine wichtige Zeit für Arbeiten an der Verkehrsinfrastruktur. Während viele Wiener*innen unterwegs oder im Urlaub waren, wurde an zahlreichen Stellen im Öffi-Netz gebaut, saniert und erweitert. Mit dem Abschluss wichtiger Sommerbaustellen, neuen Mobilitätsangeboten und der Verlängerung der Linie 18 wurden zentrale Projekte für eine leistungsfähige und zukunftssichere Mobilität in Wien umgesetzt. Nun richtet sich der Fokus auf einen leistungsfähigen Herbstbetrieb.

Netzplan der Wiener Linien in der Ubahn© Wiener Linien
Mobilität
10.09.2026

Gastbeitrag: Kund*inneninformation bei den Wiener Linien

Ein neuer Stationsname, eine Fahrplanänderung, eine Umleitung, ein Großevent oder eine größere Streckensperre – für uns sind das ganz unterschiedliche Situationen. Für die Fahrgäste läuft es am Ende aber immer auf dieselbe Frage hinaus: Wie komme ich möglichst einfach und zuverlässig ans Ziel? Gerade die vergangenen Monate waren aus Kund*inneninformations-Perspektive intensiv. Notwendige Modernisierungen, der Eurovision Song Contest in Wien und die Unterstützung während der Sperre der ÖBB-Stammstrecke zeigen, wie wichtig es ist, Informationen frühzeitig zu planen, verständlich aufzubereiten und gleichzeitig flexibel an neue Entwicklungen anzupassen.

Windräder im Hintergrund, Vordergrund sind Rapspflanzen zu sehen© Tim Van der Kuip
Energie
09.09.2026

Klima-Sozialfonds: 770 Millionen Euro für sozialen Klimaschutz in Österreich

Steigende Energiepreise, höhere Kosten für fossile Heizungen und künftig auch zusätzliche Belastungen im Verkehr: Die Klimawende verursacht nicht nur Investitionen, sondern kann für viele Haushalte auch finanzielle Herausforderungen mit sich bringen. Genau hier setzt der Klima-Sozialfonds der Europäischen Union an. Doch was steckt eigentlich dahinter? Warum gibt es den Fonds? Was ist im österreichischen Klima-Sozialplan vorgesehen? Und wo sehen die Wiener Stadtwerke Verbesserungsbedarf?

Die Donau im Sommer 2026 bei Witzelsdorf: Der niedrige Pegel und die schmale Fahrrine sind deutlich zu erkennen.© viadonau/Stefan Scheuringer
Energie
08.09.2026

Hitzesommer & Energiekrise 2026: Politische Weichenstellungen

Der Sommer 2026 war eine Härteprobe für das europäische Energiesystem: Hohe Temperaturen und Trockenheit trafen auf eine zeitweise eingeschränkte Stromproduktion und gleichzeitig steigenden Strombedarf. Parallel dazu wurden in Österreich und auf europäischer Ebene wichtige energie- und klimapolitische Weichen gestellt. Zeit für einen Rückblick auf einen ereignisreichen Energiesommer.

Höchstpannungsleitungen Strommasten Wien SüdOst© Hans Prammer
Energie
18.08.2026

E-Control-Störungsstatistik 2025: Hohe Versorgungssicherheit in Wien

Die Stromversorgung in Österreich bleibt auf einem sehr hohen Niveau. Das zeigt die aktuell veröffentlichte Ausfall- und Störungsstatistik der E-Control für das Jahr 2025. Besonders zuverlässig ist die Versorgung in Wien: Mit einer durchschnittlichen ungeplanten Unterbrechungsdauer von 14,46 Minuten verzeichneten die Wiener Netze ihren bisher besten Wert. Damit liegt Wien auch unter dem österreichweiten Durchschnitt von 16,62 Minuten.

mehrere Aktenstapel in einem Büro© Wesley Tingey
Weitere
23.07.2026

Erster Entbürokratisierungsbericht Österreichs: Warum schnellere Verfahren für Energie und Infrastruktur wichtig sind 

Ob der Ausbau von Strom- und Wärmenetzen, neue Photovoltaik- oder Windkraftanlagen oder Investitionen in den öffentlichen Verkehr – viele Projekte für die Energie- und Mobilitätswende hängen von effizienten Genehmigungs- und Verwaltungsverfahren ab. Am 9. Juli 2026 stellte Staatssekretär Sepp Schellhorn den ersten Entbürokratisierungsbericht der Republik Österreich vor. Darin zieht die Bundesregierung eine Bilanz ihrer bisherigen Maßnahmen zum Bürokratieabbau und zeigt auf, wo Unternehmen und Verwaltung weiterhin Handlungspotenzial sehen.

Draufsicht auf abgestellte Güterwaggons und Tankwagen auf mehreren parallelen Gleisen.© Eugene Zh
EU Affairs
23.07.2026

Schienenkapazitäten: Neue EU-Verordnung beschlossen

Die Europäische Union hat mit der neuen Verordnung zum Kapazitätsmanagement auf der Schiene einen wichtigen Schritt gesetzt, um den Bahnverkehr leistungsfähiger, verlässlicher und attraktiver zu machen. Ziel ist es, die vorhandene Infrastruktur besser zu nutzen, die Koordination zwischen den europäischen Netzen zu verbessern und die Planung von Verkehren stärker auf die tatsächlichen Bedürfnisse von Fahrgästen und Verkehrsunternehmen auszurichten. Die Verordnung modernisiert den europäischen Rahmen für die Planung, Vergabe und Steuerung von Schienenkapazitäten und schafft dafür gemeinsame Standards.

Bergige Waldlandschaft mit Industrieerzeugnis-Wolken© Jon Anders Wiken
Energie
22.07.2026

ETS nach 2030: EU-Kommission hält am Emissionshandel fest und legt umfassende Reform vor 

Kaum ein europäisches Klimaschutzinstrument wurde in den vergangenen Monaten so intensiv diskutiert wie der Europäische Emissionshandel (EU ETS). Angesichts hoher Energiepreise, wachsender Wettbewerbsbedenken und zunehmender Transformationskosten hatten mehrere Mitgliedstaaten sowie Vertreter*innen energieintensiver Industrien Anpassungen bis hin zu einer grundlegenden Neuausrichtung des Systems gefordert. Auch die geplante Einbeziehung weiterer Sektoren – insbesondere der thermischen Abfallverwertung – wurde im Vorfeld kontrovers diskutiert.

Pressefoto der Feierlichkeiten zu 30 Jahren Wien Haus in Brüsel. Neun Personen posieren vor Wiener Rathaus© Stadt Wien
EU Affairs
16.07.2026

Gastbeitrag: 30 Jahre EU-Kompetenz für Wien in Brüssel

Seit drei Jahrzehnten ist die Stadt Wien in Brüssel mit einem vierköpfigen Team vertreten, seit 17 Jahren leitet Michaela Kauer das Wien-Haus, das Verbindungsbüro der Stadt Wien zur EU, in dem auch die Wiener Stadtwerke untergebracht sind. Eine starke Stimme für Wien in Europa, erfolgreicher Einsatz für die Interessen von Städten in der EU, Agenda-Setting im Bereich leistbares Wohnen, und vieles mehr: von Beginn an, also der Eröffnung am 29. Mai 1996, macht sich Wien so in Brüssel für die Interessen der Wiener*innen auf EU-Ebene stark. Mit viel Erfolg: von der Abwehr der Liberalisierung des öffentlichen Verkehrs sowie der Privatisierung der kommunalen Wasserversorgung über den Fokus auf die kommunale Daseinsvorsorge bis hin zur Mitgestaltung der Europäischen Kulturhauptstädte und konkreten Gleichstellungszielen - die Wiener Expertise wird immer wieder gefragt.

Display eines Computers beim Programmieren© Markus Spiske
EU Affairs
10.07.2026

EU-Aktionsplan für Cybersicherheit und KI: Rückenwind für den Schutz kritischer Infrastrukturen

Die Europäische Kommission hat einen Aktionsplan für Cybersicherheit und Künstliche Intelligenz vorgelegt. Ziel ist es, die Potenziale fortschrittlicher KI besser für die Cybersicherheit zu nutzen, Europa wirksamer vor den mit KI verbundenen Risiken zu schützen und gleichzeitig die technologische Souveränität der EU im Bereich fortschrittlicher KI auszubauen.

Gelbe Gas-Dispatcher© Wiener Netze
Energie
09.07.2026

Strategische Gasreserve bis 2029 verlängert 

Mit der Verlängerung der strategischen Gasreserve bis 1. April 2029 setzt Österreich ein wichtiges Signal für die Versorgungssicherheit. Diese Woche hat der Hauptausschuss des Nationalrats grünes Licht für die Verlängerung des ursprünglich bis 2027 befristeten Instruments der staatlichen Krisenvorsorge gegeben. Die strategische Gasreserve umfasst weiterhin 20 Terawattstunden (TWh) Erdgas, die ausschließlich in außergewöhnlichen Versorgungssituationen eingesetzt werden können. Im Jahr 2027 ist zudem eine Evaluierung vorgesehen, um die weitere Entwicklung der Versorgungslage und den zukünftigen Bedarf zu bewerten. Für die Verlängerung der strategischen Gasreserve sind im Doppelbudget 2027/2028 insgesamt 240 Millionen Euro eingeplant.

Am 01. Juli 2026 nahm Bundeskanzler Christian Stocker (3.v.r.) an einer Pressekonferenz zur Reformpartnerschaft teil. Im Bild v. l. Landesrat Peter Reichmann, Landeshauptmann Markus Wallner, Landeshauptmann Anton Mattle, Bundesministerin Beate Meinl-Reisinger, Vizekanzler Andreas Babler, Landeshauptmann Michael Ludwig, Gemeindebundpräsident Johannes Pressl.© BKA/Florian Schrötter
Energie
02.07.2026

Reformpartnerschaft: Was wir über die Pläne im Energiesektor wissen 

Mit der Reformpartnerschaft haben sich Bund, Länder und Gemeinden auf gemeinsame Reformen in den Bereichen Verwaltung, Gesundheit, Bildung und Energie verständigt. Im Energiebereich stehen vor allem schnellere Verfahren, klarere Zuständigkeiten und Maßnahmen zur Dämpfung der Netzkosten im Mittelpunkt. Die politische Einigung bildet die Grundlage dafür, die notwendigen Gesetzesänderungen bis Ende 2026 auszuarbeiten.

Hochspannungsmast und Himmel© Sorin Basangeac
Energie
02.07.2026

Begutachtungsentwurf der Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung: Das steht drin 

Mit dem Begutachtungsentwurf der Systemnutzungsentgelte-Grundsatzverordnung (SNE-G-V) konkretisiert die E-Control ihre Pläne für die neue Netzentgeltstruktur ab 2027. Die Verordnung auf Basis des ElWG bildet die Grundlage für die spätere Systemnutzungsentgelte-Tarifverordnung (SNE-T-V), in der die konkreten Entgelte für die einzelnen Netzbereiche und Netzebenen festgelegt werden.

EU Flaggen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel© Europäische Kommission
EU Affairs
18.06.2026

EU-Update: Juni 2026

Im EU-Update für Juni 2026 stehen zentrale Weichenstellungen der europäischen Energie- und Industriepolitik im Fokus. Die Europäische Kommission treibt die Elektrifizierung als neues Leitprinzip voran und bereitet mit einem umfassenden Energiepaket wichtige Initiativen für Sommer vor. Gleichzeitig rückt die geplante Reform des EU-Emissionshandels in den Mittelpunkt einer Grundsatzdebatte zwischen Klima- und Industriepolitik. Auch darüber hinaus bleibt die EU-Regulierung dynamisch: von der Zukunft der Inhouse-Vergabe über neue Regeln für Ticketing und Fahrgastrechte bis hin zu Maßnahmen zur Stärkung der digitalen Souveränität Europas. Zudem feiert das Wien-Haus in Brüssel sein 30-jähriges Bestehen.

Logistikzentrum© Adrian Sulyok/Unsplash
Wiener Stadtwerke
17.06.2026

Logistikstandortstrategie: Rahmen für eine zukunftsfähige Versorgung 

Mit der Logistikstandortstrategie liegt erstmals ein bundesweiter Orientierungsrahmen für die Weiterentwicklung der Logistik in Österreich vor. Erarbeitet wurde die Strategie im Auftrag des Bundesministeriums für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI), das den Prozess unter Bundesminister Peter Hanke initiiert und koordiniert hat. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit des Logistikstandorts langfristig zu sichern und ihn auf neue Anforderungen - von Versorgungssicherheit über Digitalisierung bis hin zu Klimaschutz - auszurichten.

Eine Whitelabel paketbox, Nextbox von den Wiener Stadtwerken© Wiener Stadtwerke
Wiener Stadtwerke
12.06.2026

Gastbeitrag: Evidenzbasierte Verbindung von Mobilität und Logistik

Der öffentliche Raum gehört zu den knappsten und zugleich am stärksten umkämpften Ressourcen Wiens. Wie in vielen anderen europäischen Metropolen treffen hier steigende Anforderungen auf begrenzte Flächen: Logistik – von der Last Mile zum Endkonsumenten bzw. zur Endkonsumentin, bedingt durch den E-Commerce, bis hin zur Belieferung des Einzelhandels – Klimaziele, wie sie im Masterplan Urbane Logistik formuliert sind, Ansprüche an die Aufenthaltsqualität, die Mobilität der Wiener*innen sowie die allgemeine wirtschaftliche Nutzung. Die Folge ist ein wachsender Nutzungsdruck.

Budgetrede Finanzminister Markus Marterbauer© Parlamentsdirektion/ Thomas Topf
Energie
10.06.2026

Budgetrede von Finanzminister Marterbauer: Impulse für Energie- und Mobilitätswende

Die Budgetrede von Finanzminister Markus Marterbauer zum Doppelbudget 2027/2028 stand ganz im Zeichen neuer Energiepreisrisiken, geopolitischer Unsicherheiten und einer schwachen Weltkonjunktur. Nicht zufällig trug seine Rede den Titel „Budgetsanierung in Zeiten der Energiekrise“. Vor diesem Hintergrund verfolgt die Bundesregierung das Ziel, das Maastricht-Defizit bis 2028 wieder unter die Drei-Prozent-Grenze zu senken und das EU-Defizitverfahren zu verlassen. Gleichzeitig sollen Investitionen in zentrale Zukunftsbereiche fortgesetzt werden. Der präsentierte Budgetpfad soll laut Bundesregierung Planungssicherheit und Transparenz für Bürger*innen, Unternehmen und internationale Partner schaffen.

Ausschnitt aus dem Plenum der klimaaktiv Konferenz© Luiza Puiu
Klima
05.06.2026

Rückblick: klimaaktiv Konferenz 2026

Unter dem Motto „Gemeinsam zum Erfolg: Wie Klimaschutz, Energiewende und Aktive Mobilität Österreichs Wirtschaftsstandort sichern“ stand die Klimaaktiv Konferenz 2026 ganz im Zeichen der Transformation. Viele der diskutierten Themen, von der Wärmewende über die Zukunft der Gasnetze bis hin zu Mobilität, Digitalisierung und Klimakommunikation, beschäftigen auch die Wiener Stadtwerke-Gruppe tagtäglich. Wir waren vor Ort und haben die wichtigsten Erkenntnisse für Sie zusammengefasst.

Deutscher Bundestag Gebäude© Christian Lue
Energie
15.05.2026

Gesetzesentwurf Kapazitätsmarkt Deutschland

Über mehrere Jahre erstreckt sich nun schon die Debatte in Deutschland rund um Kraftwerksstrategie und Kapazitätsmechanismen. Befeuert durch den Ausstieg aus Kohle und Atomkraft, wird Deutschland in naher Zukunft diese fehlenden flexiblen Kapazitäten ersetzen müssen, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten. Aufgrund unsicherer Erlöse auf dem Energiemarkt für Großinvestitionen, wie es Kraftwerke nun mal sind, wurden seitens der Branche die Rufe nach mehr Investitionssicherheit unüberhörbar.

Autonome KFZ fahren auf Straße© metamorworks
Mobilität
07.05.2026

Automatisiertes Fahren: Chance für ein leistungsfähiges, öffentliches Mobilitätssystem

Mit der Pressekonferenz vom 15. April 2026 hat Mobilitätsminister Peter Hanke den Start der nächsten Phase des automatisierten Fahrens in Österreich angekündigt. Nach mehr als einem Jahrzehnt der Forschung soll der Schritt vom isolierten Testbetrieb hin zu größeren Flotten und einem späteren Regelbetrieb gelingen. Der Fokus auf Modellregionen, einen angepassten Rechtsrahmen und konkrete Leitprojekte, vor allem im öffentlichen Verkehr im ländlichen Raum (als Zubringer) soll beibehalten werden. Minister Hanke machte deutlich, dass automatisiertes Fahren kein Selbstzweck ist, sondern einen konkreten Nutzen für die Menschen bringen soll: bessere Erreichbarkeit, mehr Verkehrssicherheit und eine zukunftsfähige Mobilitätsversorgung, sowohl in der Stadt als auch in Regionen mit bislang eingeschränktem öffentlichem Angebot.

© Europäische Kommission
EU Affairs
30.04.2026

EU-Beihilfe: Kommission erweitert Spielraum in der Energiekrise (METSAF)

Am 29. April 2026 hat die Europäische Kommission ihre Beihilferegeln überarbeitet. Damit möchte sie den Mitgliedstaaten erlauben, umfangreichere Subventionen als bisher an besonders von der aktuellen Energiekrise betroffene Unternehmen auszahlen zu dürfen. Normalerweise setzt das europäische Wettbewerbsrecht hierfür engere Grenzen, um keine Verzerrungen im europäischen Binnenmarkt zuzulassen.

Bundesminister Hanke bei der Mobilitätskonferenz 2026© BMIMI
Mobilität
23.04.2026

Mobilitätskonferenz 2026: Multimodal unterwegs – sicher, smart, nachhaltig

Die Mobilitätskonferenz 2026 fand am 20. und 21. April 2026 in Wien statt und wurde vom Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) veranstaltet. Sie bildete den zentralen Austausch zur Mobilitätswende in Österreich und brachte Vertreter*innen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis zusammen. Ziel der Konferenz war es, aktuelle Herausforderungen zu beleuchten und gemeinsame Lösungsansätze für ein zukunftsfähiges Mobilitätssystem zu diskutieren.

EU Kommission zur AccelerateEU© Europäische Kommission
EU Affairs
23.04.2026

EU-Kommission konkretisiert Toolbox für leistbare Energiepreise und Versorgungssicherheit (AccelerateEU) 

Die Europäische Kommission hat gestern ihre angekündigte „Toolbox“ zur Senkung der Energiepreise veröffentlicht. Kurzfristige Entlastung und Versorgungssicherheit sollen eng mit strukturellen Reformen verknüpft werden, mit einem starken Fokus auf Elektrifizierung, Netze und europäische Koordination. Die Kommission versteht die aktuelle Situation nicht nur als Krise, sondern als Beschleuniger für den Umbau des Energiesystems.

EU Flaggen vor dem Gebäude der EU-Kommission in Brüssel© Europäische Kommission
EU Affairs
15.04.2026

EU-Update: April 2026

Im EU-Update für April 2026 geht es um aktuelle Entwicklungen auf EU-Ebene – mit einem klaren Schwerpunkt auf Energie. Der Konflikt im Iran und die Folgen für Preise und Versorgungssicherheit prägen derzeit viele Diskussionen in Brüssel. Außerdem im Blick: der Ausbau der Energienetze, neue Ansätze für mehr europäische Wettbewerbsfähigkeit („Made in Europe“), die KI-Regulierung sowie Themen rund um digitale Mobilität und Ticketing.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
Energie
15.04.2026

Gastbeitrag: Warum Österreich bei Energiekrisen immer verliert – und wie wir das ändern können

Warum treffen Energiekrisen Österreich besonders hart? Die hohe Abhängigkeit von importiertem Öl und Gas macht Haushalte, Unternehmen und den Staat anfällig für Preisschocks – mit spürbaren Folgen für Wohlstand und Wettbewerbsfähigkeit. Doch es gibt einen Ausweg: Mit mehr heimischer, erneuerbarer Energie und effizienteren Technologien kann Österreich seine Risikoposition deutlich verbessern. Jetzt entscheidet sich, ob wir diesen Weg konsequent weitergehen.

Hans-Jürgen Groß im Gespräch© Bubu Dujmic
Wiener Stadtwerke
14.04.2026

Gastbeitrag: Barrierefreiheit als Fundament moderner Daseinsvorsorge

Barrierefreiheit ist für die Wiener Stadtwerke Gruppe kein Zusatz, sondern ein Fundament. Als Konzernbeauftragter für Barrierefreiheit erlebt Hans-Jürgen Groß täglich, wie entscheidend es ist, Barrieren nicht erst im Nachhinein zu beseitigen, sondern sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Denn echte Inklusion beginnt dort, wo wir Systeme, Prozesse und Angebote von Anfang an so gestalten, dass sie für alle Menschen zugänglich sind.

Bauarbeiten der WLB© WLB/Topf
Mobilität
08.04.2026

Streckenmodernisierung 2026: Infrastruktur-Offensive für die Badner Bahn von morgen

Die Badner Bahn ist eine der wichtigsten Lebensadern zwischen Wien und dem südlichen Umland. Über 15,3 Millionen Fahrgäste waren 2025 zwischen Wien Oper und Baden Josefsplatz unterwegs – Tendenz weiter steigend. Damit diese Verbindung auch in Zukunft zuverlässig und leistungsfähig bleibt, investieren die Wiener Lokalbahnen 2026 intensiv in die Modernisierung der Strecke.

H2 Rohre, Wasserstoff© Adobe Stock
Energie
18.03.2026

Gastbeitrag: SoutH2 Corridor – Europas südliche Wasserstoffroute für Versorgungssicherheit und Energiewende

Der SoutH2 Corridor ist eine gemeinsame Initiative der Netzbetreiber Snam (Italien), TAG (Österreich), Gas Connect Austria und bayernets (Deutschland). Er stellt eine geplante Importroute für grünen Wasserstoff dar, der künftig in Algerien und Tunesien produziert und über großteils bestehende, umgerüstete Leitungsnetze zur industriellen Nutzung nach Italien, Österreich und Deutschland transportiert werden soll. Die Gas Connect Austria ist mit ihrem Projekt „H2 Backbone WAG+Penta-West“ für einen Teilabschnitt dieser Route auf österreichischem Boden verantwortlich.

Verkehr in Wien© Kristine Kozaka
Mobilität
11.03.2026

Gastbeitrag: Mobilitätsdaten als Schlüssel für die Zukunft – Zusammenarbeit für Qualität und Resilienz

Mobilitätsdaten sind das Fundament eines modernen Verkehrssystems. Ihre Qualität entscheidet darüber, wie effizient, nachhaltig und sozial inklusiv unsere Mobilität ist. In Wien wurde mit dem Aufbau der GIP als digitaler Zwilling des Verkehrssystems früh ein wichtiger Schritt gesetzt. Doch warum sind Mobilitätsdaten so entscheidend – und wie sichern wir ihre Qualität und Souveränität?

orangene Rohre auf Gebäude© Simon Boxus
EU Affairs
10.03.2026

EU-Industrial Accelerator Act: Neue „Made in Europe“-Anforderungen 

Die Europäische Kommission hat am 4. März ihren lang erwarteten Vorschlag für einen Industrial Accelerator Act (IAA) vorgestellt. Das neue Instrument ist Teil des Clean Industrial Deal und soll Europas Wettbewerbsfähigkeit stärken, indem Produktionskapazitäten für saubere Technologien ausgebaut und die Nachfrage nach in Europa hergestellten Produkten gesteigert wird. Der Vorschlag enthält unter anderem neue Kriterien für „Made in EU“ und „kohlenstoffarme“ Produkte in der öffentlichen Beschaffung sowie Maßnahmen zur Beschleunigung von Genehmigungsverfahren und zur Steuerung ausländischer Investitionen in strategischen Industrien. Damit greift die Kommission zentrale industrie- und energiepolitische Fragen auf: Wie kann Europa seine industrielle Basis stärken, auf die Konkurrenz aus den USA und China reagieren und gleichzeitig die Transformation zu einer klimaneutralen Wirtschaft vorantreiben?

Doppelgipfel Event organisiert von Wien Energie© Wien Energie
Energie
06.03.2026

Gastbeitrag: Von der Rezession zur Investition: Infrastruktur als Chance für Österreichs Standortpolitik

Österreich steht wirtschaftspolitisch an einem Wendepunkt: Infrastrukturinvestitionen und Zusammenarbeit über Ländergrenzen hinweg werden zum Schlüssel für Wettbewerbsfähigkeit und Energiewende. Der Doppelgipfel 2026 von Wien Energie bringt dafür zentrale Akteure aus Wien und der Steiermark an einen Tisch. Wie kann gemeinsame Infrastrukturpolitik Österreichs Zukunft sichern?

Wien Sykline bei Nacht© Fotalia
Digitales
05.03.2026

Gastbeitrag: Digitale Souveränität als Teil moderner Daseinsvorsorge – Warum Europas Betreiber kritischer Infrastruktur jetzt handeln müssen

Wer kontrolliert im Ernstfall unsere Daten? Welche Zugriffsrechte gelten und wie unabhängig ist Europas digitale Infrastruktur wirklich? Fragen wie diese galten lange als technische Detailthemen - heute stehen sie im Zentrum einer strategischen Grundsatzdebatte. Mit zunehmenden geopolitischen Spannungen rückt Europas digitale Handlungsfähigkeit in den Fokus. Die Abhängigkeit von internationalen Infrastrukturlieferanten, Softwareherstellern, Cloud- und Plattformanbietern wird nicht mehr nur wirtschaftlich bewertet, sondern zunehmend als Risiko für Sicherheit und Resilienz verstanden. Für Betreiber kritischer Infrastruktur ist das unmittelbar relevant. Die Wiener Stadtwerke sehen digitale Stabilität inzwischen als Teil moderner Daseinsvorsorge. Resilienz endet nicht bei Energie, Mobilität oder Netzen – sie umfasst auch die digitale Ebene, auf der zentrale Systeme und Daten verlässlich funktionieren müssen.

Podium bei Brüssel-Event der Wiener Stadtwerke© Wiener Stadtwerke
Sicherheit
04.03.2026

Strengthening Europe’s Resilience: Wiener Stadtwerke diskutierten in Brüssel über die Sicherheit kritischer Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen

Die Geschäftsführung der Wiener Stadtwerke - Generaldirektor Peter Weinelt und Generaldirektor-Stellvertreterin Monika Unterholzner - war am 2. und 3. März in Brüssel, wo Termine mit hochrangigen politischen Vertreter*innen sowie mehrere Fachgespräche auf der Agenda standen. Höhepunkt des Aufenthalts war eine Abendveranstaltung im Wien-Haus unter dem Titel „Strengthening Europe’s Resilience: The Security of Critical Energy and Mobility Infrastructures“, bei der die Sicherheit und Resilienz kritischer Energie- und Mobilitätsinfrastrukturen im Mittelpunkt standen.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
Energie
26.02.2026

Gastbeitrag: Erneuerbare Energien als regionaler Wirtschaftsmotor

Österreich hat sich eine 100 % erneuerbare Stromerzeugung bis 2030 zum Ziel gesetzt. Um die Stromwende zu realisieren, sind massive Investitionen in die Transformation des Energiesystems erforderlich. Unsere aktuelle WIFO-Studie zeigt nun am Beispiel des Erneuerbaren-Ausbaus von Wien Energie in der Steiermark, dass dieser nicht nur in den Klimaschutz einzahlt, sondern auch Wertschöpfung in der Region schafft und zur Versorgungssicherheit beiträgt.

Fliegende Drohne über dem Haus des Meeres, im Hintergrund Blick über Wien.© Wien Energie
Sicherheit
19.02.2026

Neuer EU-Aktionsplan gegen Drohnenbedrohungen – ein wichtiges Signal für Betreiber kritischer Infrastrukturen

Die Europäische Kommission hat am 11. Februar einen umfassenden Aktionsplan zur Bekämpfung der zunehmenden Drohnenbedrohung in der EU vorgelegt. Besonders hervorzuheben ist, dass die Kommission ausdrücklich anerkennt, wie stark Betreiber kritischer Infrastrukturen von dieser Entwicklung betroffen sind. Sie greift damit zentrale Themen auf, die für die Wiener Stadtwerke von hoher Relevanz sind und wichtige Elemente der bereits formulierten Anforderungen im Bereich Drohnen- und Infrastruktursicherheit widerspiegeln.

Nachtaufnahme Ring, beschleunigte Straßenbahn vor Staatsoper© Wiener Linien
Mobilität
18.02.2026

Stadt Wien und Wiener Linien starten Beschleunigungsoffensive für den öffentlichen Verkehr

Wien steht an einem Punkt, an dem die Weichen für die Mobilität der kommenden Jahrzehnte gestellt werden. Das Wiener Öffi-Netz gehört seit Jahren zu den leistungsfähigsten seiner Art: dicht getaktet, verlässlich, international anerkannt. Bereits heute werden 34 Prozent aller Wege in Wien mit den Öffis zurückgelegt – ein Spitzenwert, der zeigt, wie sehr die Menschen auf klimafreundliche, verlässliche Mobilität setzen.

Plan des Ersatzangebots der Stammstrecke der ÖBB und Wiener Linien© ÖBB Infrastruktur
Mobilität
12.02.2026

Modernisierung für ein verlässliches Öffi-System – Wiener Linien halten Wien mobil

Auch 2026 und 2027 wird intensiv an der Öffi-Infrastruktur in Wien gearbeitet. Neben den Modernisierungen der ÖBB auf der S-Bahn-Stammstrecke setzen auch die Wiener Linien gezielte Erneuerungs- und Instandhaltungsmaßnahmen im eigenen Netz um. Diese Modernisierungen sind notwendig, damit das öffentliche Verkehrsnetz auch künftig zuverlässig funktioniert und Wien die Mobilität bietet, auf die sich täglich Hunderttausende verlassen.

Baustelle der Wiener Linien für Tunnelabdichtungen© Wiener Linien
Mobilität
11.02.2026

Gastbeitrag: Sanierung unter der Stadt – Wie die Wiener Linien ihre Tunnel für die Zukunft abdichten

Für die meisten Fahrgäste bleiben sie unsichtbar, doch für den sicheren Betrieb der Wiener U-Bahn sind sie unverzichtbar: die Tunnelabdichtungen im Untergrund der Stadt erreichen vielerorts das Ende ihrer technischen Lebensdauer. Nach 40 bis 60 Jahren verlieren die eingesetzten Materialien an Funktionalität, Feuchtigkeit kann eindringen und langfristig Schäden an der Bausubstanz verursachen. Die Wiener Linien stehen daher vor einer umfassenden Sanierungsaufgabe – technisch anspruchsvoll, betrieblich sensibel und gleichzeitig zentral für die nachhaltige Entwicklung der städtischen Infrastruktur Wiens.

Autos im Stau© Jacek Dylag
EU Affairs
05.02.2026

Gastbeitrag: Europa schneidet sich ins eigene Fleisch 

Die EU-Kommission ist bereit, die Klimaziele für den Verkehrssektor aufzuweichen. Die Abkehr vom Verbrenner-Aus reiht sich damit in eine lange Kette von Klima- und Umweltvorhaben, die die Europäische Union noch vor wenigen Jahren ambitioniert beschlossen hat und nun Schritt für Schritt zurücknimmt. Ob beim europäischen Lieferkettengesetz, bei der Entwaldungsverordnung, den Klimazielen für 2040 oder bei den Vorgaben für den Automobilsektor: Der Green Deal wird Stück für Stück filetiert. Was kurzfristig als Erfolg für Europas Wettbewerbsfähigkeit verkauft wird, wird uns früher oder später teuer zu stehen kommen. Denn in dem Glauben, sich selbst zu schützen, schneiden wir uns gerade massiv ins eigene Fleisch.

Display eines Computers beim Programmieren© Markus Spiske
EU Affairs
03.02.2026

Das erwartet uns 2026 in der EU-Digitalpolitik 

Auch im Bereich der Digitalgesetzgebung steht das Thema Resilienz weit oben auf der politischen Agenda. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen gewinnen Bestrebungen nach größerer europäischer digitaler Souveränität an Bedeutung. Besonders Ausbau von Kapazitäten in Schlüsseltechnologien, insbesondere in der Künstlichen Intelligenz (KI), soll die technologische Souveränität stärken und Abhängigkeiten reduzieren. Gleichzeitig werden im Zuge laufender Bestrebungen zur Regulierungsvereinfachung zentrale Elemente der Digitalgesetzgebung überprüft.

Fabrik aus der Vogelperspektive mit Luftemissionen© Marcin Jozwiak
Klima
28.01.2026

Klimaziel 2030: Aktuelle Entwicklungen, Kostenrisiken und die Rolle des Energiesystems

Österreich steht beim Klimaschutz vor einer entscheidenden Phase. Nach mehreren Jahren mit deutlichen Emissionsrückgängen zeigen aktuelle Daten erstmals wieder einen Anstieg der Treibhausgasemissionen. Gleichzeitig machen neue Langfristprognosen deutlich, dass eine Verfehlung der europäischen Klimaziele nicht nur ökologische, sondern auch erhebliche finanzielle Folgen hätte. Damit rücken Energiepolitik, Investitionen in erneuerbare Systeme und Effizienzmaßnahmen stärker denn je in den Fokus.

E-Auto Parkplatzmarkierung, weißes Symbol E-Auto Symbol auf grünem Hintergrund© Ralph Hutter
Mobilität
27.01.2026

Gastbeitrag: Warum 2025 das Wendejahr der E-Mobilität ist

Die Transformation unseres Mobilitätssystems ist keine abstrakte Zukunftsfrage mehr. Sie entscheidet heute darüber, ob Österreich seine Klimaziele erreicht, seine wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit sichert und die Lebensqualität in Städten und Regionen verbessert. Der Verkehrssektor ist dabei der zentrale Hebel. Während andere Bereiche ihre Emissionen bereits deutlich senken konnten, sehen wir im Verkehr noch große Herausforderungen. Genau deshalb kommt der Elektromobilität eine Schlüsselrolle zu.

Drei Windräder im Nebel. Im Hintergrund Wald und Wolken.© Sibylle Maus
EU Affairs
15.01.2026

Das erwartet uns 2026 in der EU Energie- und Klimapolitik

Auch 2026 verspricht die Energie- und Klimapolitik im Zentrum der politischen Debatten auf EU-Ebene zu stehen. Zwar bestätigt sich der politische Trend weiter, dass die unter dem Green Deal verabschiedeten Dekarbonisierungsziele in den Hintergrund treten. Auch im Zuge der Neuausrichtung der EU auf die Ziele Wettbewerbsfähigkeit und Resilienz dürfte die Energie- und Klimapolitik aber eines der wichtigsten Politikfelder bleiben. Was erwartet uns?

Rohre Wärmepumpe Fernwärme-Anlage© Wien Energie
Energie
14.01.2026

Gastbeitrag: Studie - Heizkostenentwicklung für Fernwärme und Gasnutzung in Wien bis 2040

Wien Energie hat Compass Lexecon beauftragt, die zukünftigen Kosten von Gasheizungen und Fernwärme in verschiedenen Wohngebäuden im Zeitraum 2026-2040 systematisch zu vergleichen. Die Analyse schafft eine fundierte Grundlage, um Entwicklungen, Marktunsicherheiten und wirtschaftliche Rahmenbedingungen bis 2040 besser einschätzen zu können – und damit bereits heute Entscheidungen zu ermöglichen, die sowohl wirtschaftlich sinnvoll als auch langfristig nachhaltig sind.

Strommasten, Stromnetz bei Sonnenuntergang.© Matthew Henry
EU Affairs
17.12.2025

Europäische Kommission priorisiert Energienetze mit „Grids Package“

Am 10. Dezember 2025 hat die Kommission ein umfangreiches „Grids Package“ vorgelegt. Damit möchte sie das klare Signal setzen, dass der Ausbau und die Modernisierung der europäischen Energienetze prioritär sind. Das neue Maßnahmenpaket soll dazu beitragen, die Energiewende zu beschleunigen und dabei gleichzeitig die Strompreise zu senken sowie die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Press conference by Henna Virkkunen, Executive Vice-President of the European Commission, Valdis Dombrovskis, and Michael McGrath, European Commissioners, on the digital simplification package© Europäische Kommission
EU Affairs
16.12.2025

Digital Omnibus: EU-Kommission will Digitalgesetzgebung vereinfachen 

Die Europäische Kommission hat am 19. November ein umfassendes Digitalpaket vorgestellt, das die Weichen für eine modernisierte Digitalgesetzgebung stellen soll. Kern des Pakets ist der sogenannte Digitalomnibus, der bestehende europäische Digitalgesetze zusammenführt und vereinfacht. Er passt unter anderem die Datenschutzgrundverordnung, Cybersicherheits-Berichtspflichten und den Artificial Intelligence Act (AI Act) an, inklusive einer Verschiebung der Fristen für Hochrisiko-KI-Anwendungen.

Gelbe Gas-Dispatcher© Wiener Netze
Energie
09.12.2025

Aktuelle Gasversorgungslage in Österreich: Sicher durch den Winter – und klare Weichen für die Zukunft

Eine stabile Gasversorgung ist für Österreich generell von hoher Bedeutung – und in der kalten Jahreszeit von besonderem Gewicht. Das gilt für Haushalte ebenso wie für die Industrie, die Kraft-Wärme-Kopplung und die Fernwärmeerzeugung. Gleichzeitig verdeutlichen Marktentwicklungen und geopolitische Veränderungen, wie wichtig der zügige Aufbau erneuerbarer Gase für langfristige Versorgungssicherheit und eine nachhaltige Energiezukunft ist.

Österreichisches Parlament mit europäischer Flagge© Frederic Koberl
Energie
04.12.2025

Braucht Österreich einen Energiekrisenmechanismus?

Die Bundesregierung hat im Zuge der Novelle des Preisgesetzes die Einführung eines Energiekrisenmechanismus, der in außergewöhnlichen Marktphasen Preisobergrenzen für Strom ermöglichen soll, angekündigt. Ziel ist es, Endkund*innen vor „exorbitanten Preisanstiegen“ zu schützen. Dabei stellt sich vor allem die Frage, wie eine solche Krise für Österreich überhaupt definiert werden könnte.

Grüner Strommast im 380kv-Stromnetz© Wiener Netze
Energie
20.11.2025

Einigung in der Regierung: Das ElWG kommt in die Zielgerade

Nach über zwei Jahren zäher politischer Verhandlungen, zwei Begutachtungsentwürfen und zahlloser Stellungnahmen hat die Bundesregierung nun nach intensiven Verhandlungen einen Entwurf für das Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) vorgelegt. Der Text enthält erneut zahlreiche Anpassungen – doch erst eine Zweidrittelmehrheit im Parlament kann den Weg für die heiß ersehnte Umsetzung freimachen.

Blick über Donau und Donauinsel© Arno Senoner
Klima
20.11.2025

Gastbeitrag: BOKU-Klimastudie: Was bedeutet der Temperaturanstieg für die Energieversorgung in Wien?

Energieversorgung bedeutet immer auch Zukunftsplanung. Unser Umfeld und die Entwicklung der Außentemperaturen spielen dabei eine wesentliche Rolle für eine vorausschauende Planung und Versorgungssicherheit. Zu diesem Zweck hat das Team der Strategischen Energiewirtschaft der Wien Energie gemeinsam mit der Universität für Bodenkultur Wien eine entsprechende Studie durchgeführt.

Drei EU-Flaggen im Wind© Alexandre Lallemand
EU Affairs
06.11.2025

EU-Staaten einigen sich auf abgeschwächtes Klimaziel 2040

Die Umweltminister*innen der EU-Mitgliedstaaten haben sich am 5. November auf eine gemeinsame Position zum EU-Klimaziel für 2040 geeinigt. Damit liegen die Positionen von Kommission und Rat nun vor. Nach der noch ausstehenden Positionierung des Europäischen Parlaments können die abschließenden Trilogverhandlungen der drei EU-Institutionen starten. Vor der am 10. November beginnenden COP30 gibt die Ratseinigung jedoch bereits jetzt die Richtung der zukünftigen Klimapolitik der EU vor.

Rohstoffabbau© Shane Mclendon
Energie
30.10.2025

Rohstoffe - Die Achillesferse der Energiewende?

Der Ausbau der erneuerbaren Energien schreitet weltweit in rasantem Tempo voran, getragen von einem steigenden Energiebedarf und dem Wunsch die Abhängigkeit von fossilen Energien zu reduzieren. Trotzdem ist die kritische Frage nach dem Rohstoffbedarf für die ambitionierten Ausbaupläne unterbeleuchtet. Haben wir überhaupt genug Kupfer, Lithium oder Seltene Erden für eine globale Energiewende – und wem gehören die überhaupt?

Batterie-Wasserstoffbss für die City, Wiener Linien© Wiener Linien
Mobilität
28.10.2025

StVO-Reform soll für mehr Verkehrssicherheit und Lebensqualität sorgen 

Mit der geplanten Novelle der Straßenverkehrsordnung (StVO) soll ein wesentlicher Schritt in Richtung einer modernen, sicheren und zukunftsfähigen Mobilität gesetzt werden. Ein zentraler Schwerpunkt liegt dabei auf der Schaffung eines klaren Rechtsrahmens für kamerabasiertes Zufahrtsmanagement. Damit wird die Grundlage geschaffen, um die im rot-pinken Regierungsprogramm vereinbarte verkehrsberuhigte Innenstadt in Wien Wirklichkeit werden zu lassen. Darüber hinaus umfasst die Novelle auch Anpassungen der gesetzlichen Anforderungen für E-Bikes, E-Scooter und E-Mopeds.

Hochspannungsmast und Himmel© Sorin Basangeac
Energie
22.10.2025

Gastbeitrag: Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine versorgungssichere Energiezukunft

Stellt der Energy-Only-Markt noch ausreichend Anreize für versorgungsrelevante Kapazitäten bereit und welche Rolle können Kapazitätsmechanismen spielen? Mit dieser Fragestellung hat sich im Forschungsprojekt TeKaVe “Technologieneutrale Kapazitätsmechanismen für eine versorgungssichere Energiezukunft“ ein Team des AIT Austrian Institute of Technology GmbH, des Energieinstituts an der Johannes Kepler Universität Linz und der EPEX SPOT auseinandergesetzt.

Ladeprozess eines E-Autos© Wien Energie
Mobilität
16.10.2025

Gastbeitrag: Ladeinfrastruktur im Mehrparteienhaus

Österreich erlebt einen dynamischen Hochlauf der Elektromobilität: Mit fast 240.000 rein elektrisch betriebenen Pkw bis August 2025 und einem Anteil von über 22 % bei Neuzulassungen ist der Wandel auf der Straße deutlich sichtbar. In Wien ist dieser Trend besonders ausgeprägt – die Stadt verfügt über das dichteste öffentliche Ladenetz Österreichs und verzeichnet in mehreren Bezirken bereits einen Elektroanteil von über 50 % bei Neuwagen.

Rathaus Wien im Sonnenlicht© Magda-Ehlers
Energie
16.10.2025

Gastbeitrag: Zirkuläres Wien – die Stadt stärkt Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft durch eine umfassende Strategie

Die Strategie „Zirkuläres Wien: Eine runde Sache“ stellt die erste umfassende Gesamtstrategie der Stadt Wien dar, um das Leben und Wirtschaften langfristig ressourcenschonender zu gestalten. Sie wurde ressortübergreifend unter Einbindung aller Abteilungen des Magistrats sowie der Unternehmungen und Unternehmen der Stadt Wien erarbeitet. Das erklärte Ziel ist es, ein gemeinsames Vorgehen gegen den verschwenderischen Umgang mit Ressourcen zu etablieren und Wiens Wandel zu einer zirkulären Stadt voranzutreiben.

Paneldiskussion in Brüssel© Wiener Stadtwerke
EU Affairs
15.10.2025

Powering Europe’s Future: Wiener Stadtwerke diskutierten in Brüssel über Europas Energie- und Mobilitätszukunft

Großer Andrang im Wien-Haus in Brüssel: Rund 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft und EU-Institutionen folgten Dienstagabend der Einladung der Wiener Stadtwerke zur hochkarätig besetzten Veranstaltung "Powering Europe’s Future: Energy and Mobility for Competitiveness and Security". Im Mittelpunkt standen die Zukunft der europäischen Energie- und Mobilitätssysteme, die Wettbewerbsfähigkeit Europas und die Frage, wie Versorgungssicherheit und Klimaschutz gemeinsam gelingen können.

Solar Panel© Michael Wilson
Energie
09.10.2025

Gastbeitrag: Warum neue Netzentgelte für Erzeuger mehr schaden als nützen

Wer soll künftig die Kosten der Stromnetze tragen? Der aktuelle Entwurf des Elektrizitätswirtschaftsgesetzes (ElWG) sieht vor, auch Einspeiser zur Kasse zu bitten. Jedoch: Eine Studie von Aurora Energy Research im Auftrag von Oesterreichs Energie zeigt: Zusätzliche Netzentgelte für Erzeuger würden die Wettbewerbsfähigkeit der Stromerzeugung in Österreich schwächen, Investitionen bremsen und Kund*innen keinen Vorteil bringen.

Wasserstoff H2 Molekül auf blauem Hintergrund© Adobe Stock
Energie
23.09.2025

Wasserstoffoffensive auf allen Ebenen

Wasserstoff gilt als zentraler Schlüssel für eine klimafreundliche Energiezukunft – und Österreich möchte ganz vorne mitspielen. Die Wasserstoffoffensive verspricht nicht nur mehr Versorgungssicherheit, sondern auch Chancen für industrielle Transformation. Doch während Strategien und Absichtserklärungen stehen, hängt der Erfolg vor allem von einer Frage ab: Wie schnell werden die konkreten Projekte tatsächlich umgesetzt?

© Europäische Kommission
EU Affairs
17.07.2025

Entwurf des europäischen Mehrjährigen Finanzrahmens 2028-2034 veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR) für die Jahre 2028–2034 veröffentlicht und soll ca. 2 Billionen Euro umfassen. Die Anzahl der EU-Förderprogramme soll deutlich sinken (von rund 52 auf 16) und die Regeln vereinheitlicht werden. Zwar sollen 35% für Klimamaßnahmen ausgegeben werden, dennoch werden im Einklang mit den neuen EU-Prioritäten auch Schwerpunkte auf Wettbewerbsfähigkeit und Sicherheit gesetzt.

Ladung eines E-Bus in Siebenhirten© Wiener Linien
Mobilität
07.07.2025

eMove Austria: Der neue Schub für E-Mobilität in Österreich 

Mit dem Programm „eMove Austria“ gibt das Bundesministerium für Innovation, Mobilität und Infrastruktur (BMIMI) den Startschuss, um eine neue Etappe bei der Mobilitätswende einzuläuten. Bis Ende 2026 fließen 480 Millionen Euro in die Förderung der Elektromobilität – mit einem klaren Fokus auf den Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Umstellung von Flotten und den Einsatz erneuerbarer Energiequellen.

Bauarbeiter bei Schleifarbeiten an Straßenbahnschienen, Baustelle© Johannes Zinner
Mobilität
24.06.2025

Fortschritt, der bleibt: Wiener Linien setzen starke Impulse für Wirtschaft, Klimaschutz und Lebensqualität

Unter dem Motto „Baustellen vergehen, Fortschritt bleibt“ setzen die Wiener Linien gemeinsam mit ÖBB und ASFINAG ein starkes Zeichen für eine moderne, klimafreundliche und zukunftssichere Mobilität. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz der drei großen Infrastrukturunternehmen Österreichs wurde die neue Bewusstseinskampagne vorgestellt, die den positiven Nutzen von Baustellen und Infrastrukturinvestitionen ins Zentrum rückt.

Strommasten mit Stromleitungen auf einem Feld© Wien Energie
EU Affairs
20.06.2025

Gastbeitrag: Keine Energiewende ohne Stromnetze: Der Initiativbericht des Europäischen Parlaments zu Stromnetzen

Der „Initiativbericht über Stromnetze als Rückgrat des Energiesystems der EU“, den Europaabgeordnete Anna Stürgkh für das Europäische Parlament verfasst und verhandelt hat, setzt sich mit den aktuellen Herausforderungen als Antwort auf den „Aktionsplan für Netze“ (Grid Action Plans) der Kommission und als Forderungskatalog für das Netzpaket („Grids Package“) auseinander. EU-Abgeordnete Anna Stürgkh und Lars Ritter, politischer Berater in ihrem Büro, haben für uns die zentralen Forderungen dargelegt.

Deutscher Bundestag Gebäude© Christian Lue
Energie
17.04.2025

Eine wettbewerbsfähige Energiewende: Das steckt im deutschen Koalitionsvertrag 2025

Deutschland bekommt eine neue Regierung. CDU/CSU und SPD haben sich auf einen Koalitionsvertrag für die nächste Legislaturperiode 2025-2029 geeinigt. Für den Energiebereich wird darin eine pragmatische und zielgerichtete Wende angestrebt. Zentral für die Koalition ist neben der Erreichung der Klimaziele auch die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Wie soll das konkret umgesetzt werden?

Kraftwerk Simmering von Wien Energie© Wien Energie
Energie
01.04.2025

Versorgungssicherheit mit Weitblick: Kraftwerksstrategie für Österreich

Bis 2040 ist eine deutliche Erhöhung der Stromnachfrage zu erwarten, gleichzeitig schreitet der Ausbau Erneuerbarer Energien voran. Dadurch wird der Bedarf an flexibler Erzeugung erhöht. Thermische Kraftwerkskapazitäten sind für die Deckung des Flexibilitätsbedarfs von zentraler Bedeutung. Altersbedingt gehen jedoch in den nächsten Jahren erhebliche Mengen flexibler Kraftwerke vom Netz. Entsteht eine Versorgungslücke für Österreich?

Recycle Zeichen aus Karton auf grünem Hintergrund© Adobe Stock
Energie
19.03.2025

Nachhaltigkeit als Standortfaktor: Warum Österreich mehr Kreislaufwirtschaft braucht

Die Kreislaufwirtschaft ist einer der zentralen Bausteine für eine nachhaltige Zukunft. In Österreich gewinnt das Thema zunehmend an Bedeutung – nicht nur für den Umwelt- und Klimaschutz, sondern auch als wirtschaftlicher Faktor. So hat die Bundesregierung diese Woche im Rahmen ihrer geplanten Industriestrategie auch eine Kreislaufwirtschaftsstrategie angekündigt. Doch welche Voraussetzungen sind notwendig, um den Wandel hin zu einer wirklich funktionierenden Kreislaufwirtschaft zu schaffen?

Euro Geld, Münzen und Scheine. Im Hintergrund die EU-Flagge© Adobe Stock
EU Affairs
11.02.2025

Der Europäische Competitiveness Fund

In ihrem Ende Januar veröffentlichten Wettbewerbskompass kündigte die Europäische Kommission an, dass ein neuer European Competitiveness Fund (ECF) eingerichtet und Teil des nächsten Mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) sein wird. Das Konzept des ECF ist jedoch nicht neu: Eine neue Säule der Wettbewerbsfähigkeit als Teil des neuen MFR wurde bereits im Draghi-Bericht empfohlen, und die Idee eines spezifischen Finanzierungsinstruments für die Wettbewerbsfähigkeit war ebenfalls Teil von von der Leyens Manifest für ihre Wiederwahl. Hier werfen wir einen Blick darauf, was bisher über den ECF bekannt ist.

Solarkraftwerk bei Sonnenuntergang© Wien Energie
Energie
07.06.2024

Netto-Null-Industrie-Verordnung der EU angenommen

Ende Mai hat der Europäische Rat den "Net Zero Industry Act" angenommen. Ziel der Verordnung ist es, die industrielle Einführung sogenannter Netto-Null-Technologien – die notwendig sind, um die Klimaziele der EU zu erreichen – zu fördern, indem das Potenzial des Binnenmarkts dazu genutzt wird, die Wettbewerbsfähigkeit der EU im Bereich grüne Industrietechnologien zu stärken. Auch in Österreich ist eine EAG-Novelle mit "Made in Europe Bonus" geplant.

Drei EU Flaggen im Wind vor Kommissions-Gebäude© Francois Genon
Energie
06.06.2024

Was bedeuten die EU-Wahlen für EU-Förderprogramme und den EU-Haushalt?

Die EU-Wahlen finden vom 6. - 9. Juni statt und während viel darüber gesprochen wird, welche EU-Politik sich mit dem neuen Parlament/der neuen Kommission ändern könnte, gab es kaum Diskussionen über deren Auswirkungen auf EU-Förderung. Dennoch ist dieses Jahr ein kritisches Jahr für die EU-Förderung: Die neuen Programme für die Zeit nach 2027 werden vorbereitet und ein erster Entwurf des nächsten mehrjährigen Finanzrahmens der EU (2028-2034) könnte möglicherweise bereits im nächsten Sommer veröffentlicht werden.

Kraftwerk Simmering bei Nacht© Wien Energie
Energie
23.04.2024

Kapazitätsmechanismen als Enabler der Versorgungssicherheit

Die fallenden Strompreise und der geringere Einsatz von Spitzenlastkraftwerken aufgrund der steigenden Erneuerbaren-Energie-Stromerzeugung führen zu fehlenden Investitionsanreizen für neue flexible Back-up-Kapazitäten und gefährden die langfristige Versorgungssicherheit. Um die Versorgungssicherheit während Spitzenlastzeiten und Knappheitsstunden zu gewährleisten, werden in vielen Ländern zwei Lösungsansätze diskutiert und umgesetzt. A) Energy-Only Markt und B) Energiemarkt mit Kapazitätsmechanismen.

Drei EU-Flaggen im Wind© Alexandre Lallemand
EU Affairs
11.04.2024

Gastbeitrag: Die Zukunft der Stadtwerke im EU-Wasserstoffmarkt

Das Gas- und Wasserstoffpaket war das letzte noch fehlende Puzzlestück im Rahmen der europarechtlichen Grundlagen für den Wasserstoffmarkt. Das am 11. April 2024 vom Europäischen Parlament verabschiedete Gesetzespaket regelt die Rechte und Pflichten von Infrastrukturbetreibern und Versogern im Gasmarkt. Jens Geier, federführender Berichterstatter zur EU-Gasmarktrichtline und Verena Hof, politische Beraterin in seinem Büro haben für uns die Auswirkungen für den Wasserstoffhochlauf und die Rolle von Stadtwerken dabei beleuchtet.

begrünte PV-Anlage auf einem Dach
Energie
19.03.2024

Gastbeitrag: Energiegemeinschaften als dezentrale Energieversorger der Zukunft

Österreich ist eines der ersten Länder in der EU, welches Energiegemeinschaften umgesetzt und damit einen wichtigen Meilenstein für die Energiewende gelegt hat. Eigenerzeuger*innen und Endverbraucher*innen können aktiv am Energiemarkt teilnehmen, indem sie lokale, erneuerbare Energie untereinander handeln, gemeinsam erzeugen und verbrauchen. Energiegemeinschaften gewinnen zunehmend an Bedeutung und entwickeln sich hin zu dezentralen Energieversorgern der Zukunft.

EU Affairs
11.01.2024

Gastbeitrag: Einigung auf neuen EU-Rahmen für Dekarbonisierung des Gasmarkts

Mit der Einigung zum Gas- und Wasserstoff-Paket steht rechtzeitig vor den Wahlen zum Europäischen Parlament im Juni 2024 ein wesentlicher Eckpfeiler des European Green Deal. Er beinhaltet konkret vor allem die Überarbeitung der EU-Gasmarkt-Richtlinie und -Verordnung aus dem Jahr 2009 und ergänzt das in den vergangenen Jahren parallel verhandelte Fit for 55-Paket (unter anderem mit der Überarbeitung der darin enthaltenen Erneuerbaren-, Energieeffizienz- und ETS-Richtlinien).

Hochspannungsmast und Himmel© Sorin Basangeac
Energie
30.11.2023

Gastbeitrag: Der ÖNIP-Entwurf und warum es Wert ist, hier noch eine Runde zu drehen

Die E-Wirtschaft blickt mit Spannung auf die Veröffentlichung des aktuell in Überarbeitung befindlichen integrierten österreichischen Netzinfrastrukturplans (ÖNIP). Oesterreichs Energie hat sich kritisch mit dem Begutachtungsentwurf auseinandergesetzt und neben vielen positiven Ansätzen, auch für die Branche essenzielle, aber noch fehlende Aspekte identifiziert.

Wasserstoff H2 Molekül auf blauem Hintergrund© Adobe Stock
Energie
23.11.2023

Was ist die Europäische Wasserstoffbank?

Präsidentin von der Leyen kündigte in ihrer Rede zur Lage der Union im Jahr 2022 eine Europäische Wasserstoffbank an. Die Initiative wurde in das Arbeitsprogramm der Kommission für 2023 aufgenommen. Ziel dieser „Bank“ wäre es, die Investitionslücke zu schließen und das zukünftige Angebot und die Nachfrage zu verbinden. Es handelt sich jedoch nicht um eine physische Finanzinstitution. Was genau ist die europäische Wasserstoffbank dann?

Rohre Wärmepumpe Fernwärme-Anlage© Wien Energie
Energie
22.11.2023

Fernwärme-Kodex: Branchen-Vereinbarung für mehr Transparenz und Information

Der Fachverband Gas und Wärme hat als gesetzliche Interessenvertretung der Fernwärmebranche den Fernwärme-Kodex unter dem Titel saubere Wärme, klare Regeln erstellt, um ihn seinen Mitgliedern als unverbindliche Informationsgrundlage zur Verfügung zu stellen. Gleichzeitig stellt der Fernwärme-Kodex eine Orientierung für fairen Wettbewerb und gesetzmäßiges sowie transparentes Handeln dar.

Oberfläche der unterirdischen Wasserstoffanlage in Rubensdorf der Firma RAG© RAG
Energie
11.05.2023

Gastbeitrag: Sichere Versorgung durch saisonale Energiespeicherung

In Österreich verfügen wir ohne gasförmige Energieträger und der dazu gehörenden Speicherinfrastruktur nicht über ausreichend Energie für Strom, Wärme und Mobilität. Selbst der massive Ausbau von Wind und Sonne kann die Winterlücke mit steigendem Strombedarf nicht schließen. Die RAG arbeitet daher an innovativen Projekten wie dem ersten geologischen Wasserstoffspeicher, um grüne Energie ganzjährig verfügbar zu machen.

Analyse des Marktes auf dem Computer© Nicholas Cappello
EU Affairs
22.03.2023

Kommission verschärft Regulierung des Energiemarkts

Die Europäische Kommission hat am 14. März 2023 einen Legislativvorschlag zu REMIT (Regulation on Wholesale Energy Market Integrity and Transparency) vorgelegt. REMIT zielt darauf ab, die Transparenz, Integrität und das Funktionieren der Energiegroßhandelsmärkte in der Europäischen Union zu fördern und verschärft in der vorliegenden Form die Regulierung der Marktteilnehmer auf dem Energiemarkt erheblich.

Gelber Gasdispatcher im Hintergrund ist das Gasometer zu sehen© Wien Energie
Energie
23.11.2022

Kommission legt Korrekturmechanismus für zu hohe Gaspreise vor

Die EU-Kommission hat einen Vorschlag vorgelegt, um Unternehmen und Haushalte in der EU vor übermäßig hohen Gaspreisen zu schützen. Der Preis von Month-Ahead-Derivaten im Rahmen des TTF soll vorübergehend auf 275 Euro begrenzt werden, falls die Preise zwei Wochen lang über diesem Schwellenwert liegen und eine im Voraus festgelegte Spanne im Verhältnis zu den LNG-Preisen überschreiten. Nicht alle Mitgliedsstaaten sind überzeugt, denn es ist fraglich, ob der Mechanismus tatsächlich jemals ausgelöst werden wird.

PV Anlage und Windrad auf Feld in Mönchhof© Wien Energie
Energie
02.06.2022

Gastbeitrag: Beschleunigung von Erneuerbare-Energien-Projekten in REPowerEU

Die Europäische Kommission hat am 18. Mai 2022 ein Paket zur schnellen Beendigung der Abhängigkeit von russischem Öl und Gas sowie zur schnelleren Realisierung der Energiewende präsentiert. Neben Energiesparmaßnahmen, einer Diversifizierung der Importe sowie einer Erhöhung von Fördermitteln aus unterschiedlichen Töpfen ist darin insbesondere eine Beschleunigung des Ausbaus Erneuerbarer Energien vorgesehen.

Strommasten, Stromnetz bei Sonnenuntergang.© Matthew Henry
Energie
30.11.2021

Das EU-Strommarktdesign unter der Lupe

Direktzahlungen für einkommensschwache Haushalte und Kleinunternehmen, Investitionen in erneuerbare Energien, Steuererleichterungen und Maßnahmen zur Umgestaltung des Marktdesigns: Diese und weitere Instrumente hat die EU am 13. Oktober vorgestellt – das Ziel der kurz- und mittelfristigen Maßnahmen aus der sog. “Toolbox” ist die Abfederung der Auswirkungen der sehr volatilen Energiepreise der vergangenen Wochen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Analyse des derzeitigen Marktdesigns.

Stapel von verschiedenen Euromünzen vor EU-Flagge© Europäische Kommission
EU Affairs
10.11.2021

Gastbeitrag: Was bringt die Energiesteuerrichtlinie im "Fit for 55"-Paket?

Im Juli dieses Jahres veröffentlichte die Europäische Kommission das "Fit for 55"-Paket, das den klima- und energiepolitischen Rahmen für die Periode bis 2030 definiert. Das Paket umfasst 13 Vorschläge für Rechtsgrundlagen, die sowohl marktbasierte Instrumente als auch Zielvorgaben und Vorschriften beinhalten. Die Novellierung der Energiesteuerrichtlinie ist neben dem Emissionshandel und dem CO2-Grenzausgleichsmechanismus ein zentraler Baustein der Bepreisung von Energienutzung und Treibhausgasemissionen.

Fabrik aus der Vogelperspektive mit Luftemissionen© Marcin Jozwiak
Energie
15.07.2021

Der Preis des Ausstoßes von CO₂ in "Fit for 55"

Die Kommission wird nicht müde zu betonen, dass der Ausstoß einer Tonne CO₂ etwas kosten muss. Die geplante Verschärfung des Emissionshandelssystems der EU (ETS) im Einklang mit dem Green Deal ist immerhin das Kernstück des gigantischen Klimapakets. Eng mit ihr verzahnt sind auch ambitionierte Vorschläge im Verkehrssektor, ein neuer CO₂ -Grenzausgleichsmechanismus und Überarbeitungen der Lastenteilungsverordnung und der Energiebesteuerungsrichtlinie. Sie alle haben ein Ziel: die CO₂ -Emissionen bis 2030 drastisch zu reduzieren.

Ladeprozess eines E-Autos© Wien Energie
EU Affairs
15.07.2021

Gastbeitrag: Verkehrssystem fit für 2030 machen

Die Kommission hat ihre Verordnung über den Aufbau einer europaweiten Infrastruktur für alternative Kraftstoffe vorgelegt. Die politische Entscheidung, die bisherige Richtlinie durch eine Verordnung zu ersetzen, ist mehr als begrüßenswert, da die Zeit drängt. Wenn der Transportsektor, der für mehr als ein Viertel aller CO2-Emissionen in der EU verantwortlich ist, als Ganzes bis 2050 vollständig emissionsfrei sein soll, muss vor allem der Straßenverkehr, der 2018 noch 71 % aller Verkehrsemissionen verursacht hat, entscheidend zu diesem Ziel beitragen.

Stau auf der Autobahn mit PKW und LKW© Pixabay
Klima
07.01.2021

Gastbeitrag: Ein CO2-Preis in Österreich

Der Einstiegspreis ist moderat, Mehrkosten werden nicht höher als bei marktüblichen Preisschwankungen sein. Dennoch: Die Einführung der CO2-Bepreisung ist wichtig, da sie psychologisch Wirkung zeigen wird. Der Preispfad ist bekannt, billiger wird die Tonne CO2 in Zukunft nicht mehr werden. Das bedeutet: Die Entscheidung für ein Auto mit Verbrennungsmotor wird unwahrscheinlicher, der Ausstieg aus Öl- und Gasheizungen wahrscheinlicher. Besonders Betriebe werden den CO2-Preis in ihre Investitionsentscheidungen einbeziehen.