Tief in der Erde liegt einer der Schlüssel zur Wärmewende. Wie können wir ihn bestmöglich nutzen?
Während häufig nur über Solarenergie und Windkraft gesprochen wird, ist ein großer Teil der Energiewende den Einsatz fossiler Brennstoffe im Wärmesektor durch Erneuerbare und effiziente Fernwärme zu ersetzen. Auch Wien plant, die Wärmeversorgung bis 2040 gänzlich zu dekarbonisieren. Eine besondere Rolle kommt dabei der Tiefen Geothermie zu. Darunter versteht man die Nutzung der natürlichen Wärme im Erdinneren ab 300m Tiefe, welche in Heißwasservorkommen und Gestein gespeichert ist. Das Potential für die Wärmewende ist enorm!
Im Vergleich zu anderen Formen der erneuerbaren Energieerzeugung wird die Geothermie in der öffentlichen Diskussion sowie in Strategiepapieren und Fördersystemen eher stiefmütterlich behandelt. Trotzdem sind ihre Potentiale weltweit, aber auch in Österreich erheblich und gerade für die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung in den Ballungsräumen entscheidend. Dementsprechend wurde auch im aktuellen Regierungsprogramm angekündigt, die rechtlichen Rahmenbedingungen für die Geothermie zu verbessern, einen strategischen Rahmen zu schaffen und Instrumente zur Abfederung des Fündigkeitsrisikos bereitzustellen.
Damit die Geothermie ihr Potenzial entfesseln kann, sind einige rechtliche Anpassungen sowie ihre stärkere Berücksichtigung in energiepolitischen Strategien und Fördersystemen notwendig. Einiges davon wird bereits im aktuellen Regierungsprogramm angekündigt, dies gilt es jetzt rasch umzusetzen.