Welche Bedeutung hat der Wandel der Antriebe für die Zukunft des Verkehrs? Die Entwicklung der Neuzulassungen von E-Autos macht sichtbar, wie eng Mobilität, Energiepolitik und Klimaziele inzwischen miteinander verknüpft sind.

2025 wurden in Österreich 60.651 Elektro‑Pkw zugelassen – ein neuer Rekordwert und ein Zuwachs von 36 % gegenüber 2024. Damit erreichen E‑Autos einen Marktanteil von 21,3 % aller Neuzulassungen.
Der Anstieg lässt sich auf zwei Arten betrachten:
Einerseits wurden rund 16.000 E‑Autos mehr verkauft als im Vorjahr (absoluter Zuwachs). Andererseits zeigt der Wert von 36 %, wie stark dieses Plus im Verhältnis zu den Vorjahreszulassungen ist (relativer Zuwachs). Dass der prozentuelle Anteil trotz des starken Wachstums nicht noch höher ausfällt, hängt damit zusammen, dass insgesamt mehr Pkw neu zugelassen wurden (+12,3 %).
Die Entwicklung zeigt eine klare Marktverschiebung. Elektrische Antriebe legen stark zu, während herkömmliche Verbrenner weiter zurückgehen:
Hybridfahrzeuge wachsen besonders dynamisch und tragen zusätzlich dazu bei, dass immer mehr Neuwagen zumindest teilweise elektrisch unterwegs sind.
Für die Klimapolitik ist diese Entwicklung zentral. Der Verkehrssektor zählt zu den größten CO₂‑Verursachern, und jeder zusätzliche E‑Pkw hilft, die Emissionen langfristig zu senken. Da Österreich einen hohen Anteil erneuerbarer Energien im Strommix aufweist, entfaltet der Umstieg auf Elektrofahrzeuge eine besonders starke Klimawirkung. Der steigende E‑Auto‑Anteil ist damit ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur Dekarbonisierung des Verkehrs und zur Erreichung der nationalen Klimaziele.
Diese Entwicklung zeigt jedoch auch, dass der Erfolg der Elektromobilität nicht allein von der Nachfrage nach Fahrzeugen abhängt. Ebenso entscheidend sind der Ausbau der Ladeinfrastruktur, die Integration erneuerbarer Energien und ein ganzheitlicher Zugang zur Mobilität. Gerade in urbanen Räumen wie Wien kommt dabei kommunalen Akteuren eine zentrale Rolle zu. Die Wiener Stadtwerke positionieren sich in diesem Kontext als wichtige Treiber der Antriebswende – von der Ladeinfrastruktur über den öffentlichen Verkehr bis hin zu integrierten Mobilitätslösungen.