Gemeinsam mit dem AIT und weiteren Partnern (Umweltbundesamt, TU Wien, AEE INTEC) hat die Energiewerkstatt eine Studie zu den erneuerbaren Energiepotenzialen in Österreich bis 2030 und 2040 ausgearbeitet. Auch zur Windkraft wurden dabei detailliertere Analysen veröffentlicht und Aussagen zum technischen Potenzial in Österreich getroffen.

Derzeit ist ein starkes Ost-West-Gefälle im Windkraftausbau zu beobachten: In Salzburg, Tirol und Vorarlberg stehen bislang keine Windräder.
Die Karte zeigt die technisch mögliche Jahresenergieproduktion nach Bezirken: Während Niederösterreich und das Burgenland die höchsten Werte erreichen, bleibt das Potenzial im Westen bislang weitgehend ungenutzt. Das technische Potenzial wird dabei von Potenzialflächen und hypothetischen Anlagenstandorten abgeleitet. Das größte Flächenpotenzial besteht in Burgenland und Niederösterreich. Der jeweils mögliche Windertrag eines hypothetischen Anlagenstandorts bestimmt dann das technische Potenzial – auch hier liegen Burgenland und Niederösterreich an der Spitze und weisen das meiste Potenzial auf.
Die Studienautor*innen heben jedoch auch hervor, dass es für den Ausgleich des Ost-West-Gefälles und die Entlastung der Netzinfrastruktur – trotz herausfordernder topografischer Bedingungen – auch den Ausbau im Westen Österreichs braucht. Dafür bedarf es umso mehr des Schulterschlusses zwischen Gemeinden, Land und Bund, um den Ausbau der Windkraft entsprechend dem Potenzial voranzutreiben und die Bevölkerung in diesem Prozess mitzunehmen. Letztlich ist die Energiewende ein Gemeinschaftsprojekt, das von allen mitgetragen wird: von Politik und Energieversorgern ebenso wie von Bürger*innen. Die vollständigen Ergebnisse der Studie können im dazugehörigen Endbericht nachgelesen werden.