Immer mehr Österreicher*innen lassen sich zu ihrer PV-Anlage auch einen Batteriespeicher installieren: Das zeigt sich auch in den Verkaufszahlen, die 2022 um 91% angestiegen sind. In Summe sind 480 MWh Speicherkapazität installiert.

Nach 2021 war auch 2022 nicht nur ein Erfolgsjahr für den Ausbau von Photovoltaik, sondern auch für dazugehörige PV-Speichersysteme. Der wachsende Wunsch privater Haushalte und Betrieben nach Energieautonomie sowie sinkende Preise treiben diese Entwicklung weiter an. Im vergangenen Jahr fand ein Zubau von 230 MWh von PV-Batteriespeichern statt, wodurch eine kumulierte nutzbare Speicherkapazität von circa 480 MWh erreicht wurde, was beinahe einer Verdoppelung entspricht. Lithium-Ionen-Batterien sind die verbreitetste Batterietechnologie in Österreich.
Verschiedene Speichertechnologien unterscheiden sich unter anderem hinsichtlich ihrer Speicherkapazität, Speichermedium und Ausspeicherdauer, die von wenigen Sekunden über Stunden, bis hin zu ganzen Tagen, Wochen und Monaten reichen kann. Daraus ergeben sich unterschiedliche Einsatzgebiete im Energiesystem. Batteriespeicher dienen beispielsweise der kurzfristigen Netzstabilität, der Eigenverbrauchsoptimierung und Tag-Nacht-Lastverschiebungen. Grünes Gas als Speichermedium eignet sich dazu, besonders große Mengen Energie über lange Zeiträume (zum Beispiel vom Sommer in den Winter) zu speichern und in elektrische Energie rückzuverstromen. Es wird in der Zukunft daher besonders wichtig werden, auch den Speicherausbau massiv voranzutreiben sowie erneuerbares Gas nur dort einzusetzen, wo es wirklich benötigt wird. Für den Ausbau von Speichertechnologien braucht es vor allem Mittel für Errichtung und Ausbau sowie gesetzliche Anpassungen im Bereich der Netzentgelte, um einen wirtschaftlichen Betrieb zu gewährleisten. Damit sollen in Zukunft kurzfristige Lastschwankungen bis zum saisonalen Ausgleich von Energieströmen zwischen Jahreszeiten bewältigt werden.