Die Systempreise für PV-Anlagen sind langfristig deutlich gesunken. Nach einem zwischenzeitlichen Preisanstieg in den Jahren 2021 und 2022 gehen die Preise zuletzt wieder zurück. Verlässliche Förderbedingungen bleiben dennoch entscheidend, um den weiteren Ausbau der Photovoltaik sicherzustellen.

Die Preise von Photovoltaikanlagen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Lagen die mittleren Kosten pro kWp für eine fertig installierte 5-kWp-PV-Anlage im Jahr 2011 noch bei knapp 3.000 Euro, so lagen sie 2024 bei rund 1.600 Euro pro kWp. Gründe für diese Entwicklung sind Massenproduktion, ein intensiver Wettbewerb im Bereich der PV-Modulfertigung sowie laufende technische Weiterentwicklungen. Nach einem zwischenzeitlichen Preisanstieg in den Jahren 2021 und 2022 sind die Systempreise zuletzt wieder gesunken. Besonders deutlich fiel der Rückgang bei kleineren Anlagen bis 5 kWp aus, während sich die Preise von 10- und über 30-kWp-Anlagen nur geringfügig verringerten.
Mit dem Auslaufen des Nullsteuersatzes Ende März 2025 fällt für PV-Anlagen wieder die Umsatzsteuer an. Um den weiteren Ausbau der Photovoltaik voranzutreiben, braucht es daher ausreichend Fördermittel und verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen. Insbesondere Freiflächen-PV spielt dabei eine wichtige Rolle. Ecovoltaic-Anlagen tragen nicht nur zur erneuerbaren Stromerzeugung bei, sondern fördern zugleich den Schutz von Natur und Umwelt. Diese innovativen Ansätze sollten, gemeinsam mit einem systemdienlichen Betrieb, auch in künftigen Fördervorgaben, etwa im EAG, berücksichtigt werden. Mit dem Beschluss des EABG braucht es nun eine rasche Umsetzung der Beschleunigungsgebiete auf Landesebene, um den Ausbau der Photovoltaik weiter voranzutreiben.