Der Wärmesektor ist in Österreich für etwa die Hälfte des Endenergieverbrauchs verantwortlich. Der Großteil der eingesetzten Energieträger in Raum- und Prozesswärme ist fossil. Jetzt gilt es zügig auf den Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme zu setzen!

Das österreichische Regierungsprogramm sieht eine Abkehr von fossilen Energieträgern bis zum Jahr 2040 vor. Besonders im Wärmebereich stehen wir dabei noch vor großen Herausforderungen: 50% der Endenergie in Österreich werden für das Heizen und für Wärme in Haushalten und Betrieben aufgewendet. Den größten Anteil machen dabei biogene Energieträger (30%) aus, aber dicht danach folgen noch 25% gasförmige Fossile auf Platz zwei der wichtigsten Energieträger, während 17% flüssig fossil gedeckt werden. Somit ist der Wärmesektor noch von 42% fossil abhängig. Etwa 14% werden mit Fernwärme versorgt, die ebenfalls bis 2040 dekarbonisiert werden muss.
Der Ausstieg aus fossilen Heizsystemen ist ein zentraler Baustein für die Klimaneutralität 2040. Um den Anteil an fossilen Heizsystemen im Bestand Schritt für Schritt zu senken, sind entsprechende politische Rahmenbedingungen notwendig. Das Erneuerbare-Wärme-Gesetz ist dabei ein wichtiger Hebel, mit dem neben Vorgaben für Heizsysteme in neuen Gebäuden auch konkrete Ausstiegspläne aus Öl-Heizungen im Bestand vorgegeben werden. Da grünes Gas auch in Zukunft ein knappes Gut bleiben wird, will unter anderem Wien in der Raumwärme bis 2040 raus aus Gas. Der Entwurf des EWG muss nun rasch beschlossen werden, damit die Wärmewende in Österreich voranschreiten kann.