Die Dekarbonisierung der Fernwärme in Österreich ist essenziel für die umweltfreundliche Wärmeversorgung der Zukunft. Besonders die Geothermie und Großwärmepumpen werden zum Ersatz fossiler Energieträger bis 2040 beitragen.

Die Wärmeversorgung in Österreich soll bis 2040 klimaneutral sein. Dafür braucht es einen umfangreichen Wechsel der Wärmetechnologien. Neben einem Ausstieg aus Gas- und Ölheizungen muss auch die Fernwärme dekarbonisiert werden. Dabei muss vor allem Erdgas als fossiler Energieträger ersetzt werden. In einer Studie für den FGW hat die österreichische Energieagentur dazu eine Roadmap erstellt. Dabei steigt die Fernwärmeerzeugung bis 2040 auf über 30 TWh. Österreichweit bleibt Biomasse der wichtigste Energieträger, während diese in Wien kaum Relevanz hat. Der höchste Zuwachs kommt zukünftig durch Wärmepumpen und die Nutzung der Geothermie. Auch Grünes Gas spielt durch den Einsatz in KWK-Anlagen eine wichtige Rolle.
Wie genau die Fernwärme in Wien dekarbonisiert werden soll, haben wir uns im Rahmen unserer Dekarbonisierungsstudie angesehen. Künftig werden Geothermie und Großwärmepumpen mehr als die Hälfte der Wiener Fernwärme produzieren. Der Anteil an Heizkraftwerken wird massiv zurückgehen und 2040 nur mehr bei 13% liegen. Ab den 2030er Jahren werden diese zunehmend mit Grünem Gas betrieben und erreichen so bis 2040 Null-Emissionen. Der übrige Teil der Fernwärmeversorgung wird im Wesentlichen durch die thermische Abfallverwertung und die Abwärmenutzung aus der Industrie abgedeckt werden. Damit das gelingen kann, sind vor allem die richtigen rechtlichen Rahmenbedingungen zur Nutzung von geothermischer Energie notwendig, sowie der richtige rechtliche und finanzielle Rahmen für den Ausbau der Fernwärme. Die zur Verfügung stehenden Mittel der Umweltförderung im Inland muss dabei angepasst werden, und auch das EWG muss rasch umgesetzt werden.