Keine Energiewende ohne Speicher: Erneuerbare Energien sind auf dem Vormarsch. Bis 2030 sollen 27 TWh zusätzliche erneuerbare Stromerzeugungskapazität installiert werden. Damit einhergehend müssen auch verschiedene Speichermöglichkeiten ausgebaut werden.

Der Ausbau erneuerbarer Energien muss mit dem Ausbau von Speicherkapazitäten einhergehen, denn viele erneuerbare Erzeugungsanlagen sind volatil. Sie speisen nicht gleichmäßig, sondern abhängig von Jahreszeit und Witterung ins Netz ein. Speicher sind daher der Garant, Versorgungssicherheit und Netzstabilität auch in einer klimafreundlichen Stromzukunft aufrechtzuerhalten.
In der Grafik ist der notwendige Zubau an Speicherkapazitäten in der EU ersichtlich. Die aktuell installierten Kapazitäten müssen sich demnach bis 2030 in etwa vervierfachen. Den größten Anteil an diesen Speichern werden "Front-of-meter" Speicher ausmachen. "Front of meter" Speicher beziehen sich auf Energiespeichersysteme, die auf der Übertragungs- und Verteilungsebene des Stromnetzes installiert sind, um den Stromfluss zu steuern und das Netz zu stabilisieren. Diese Speicher sind im Gegensatz zu "Behind-the-meter" Speichern nicht direkt an Verbraucheranlagen angeschlossen.
Neben den in Österreich bereits vorhandenen Pumpspeichern braucht es auch andere Speicher, die je nach Anwendungsbereich unterschiedliche Vorteile bieten. Batteriespeicher eignen sich besonders gut für eine kurzfristige Speicherung elektrischer Energie und können so maßgeblich zur Netzstabilisierung beitragen. Grünes Gas als Speichermedium eignet sich dazu, besonders große Mengen Energie über lange Zeiträume zu speichern und in elektrische Energie rückzuverstromen. Thermische Speicher dienen der Speicherung und zuverlässigen Bereitstellung von Wärme.