Mehr heimische Erneuerbare für eine Abkehr von teuren Fossilimporten: Österreich ist abhängig von teuren, fossilen Energieimporten. Die Energieversorgung der Zukunft muss auf heimischen Erneuerbaren basieren. Die Dekarbonisierung des Verkehrs- und Raumwärmebereichs hat dabei höchste Priorität.

Österreich importiert mehr Energie als es exportiert. Das spiegelt auch die Außenhandelsbilanz im Energiesektor wider: Ausgaben für Importe von 12,4 Mrd. Euro standen 2019 Exporteinnahmen in Höhe von 3,6 Mrd. Euro gegenüber. Ein Großteil der Importausgaben fällt auf Öl. Nur knapp 700.000 Tonnen des fossilen Energieträgers fördert man in Österreich. Die heimische Importabhängigkeit der Energieversorgung, ausgedrückt durch die Nettoimporttangente, liegt bei 71,9% und damit weit über dem EU-Durchschnitt von 55,7%.
Unser Credo muss daher lauten: Weg von den Fossilen, die Zukunft gehört den Erneuerbaren!
Um unabhängiger von teuren Energieimporten zu werden, braucht es eine Abkehr von fossilen Energieträgern. Dazu muss die Dekarbonisierung der Bereiche Verkehr und Raumwärme dringend in Angriff genommen werden. Im Verkehr stehen Alternativen bereit: Die Elektromobilität hat Benzin- und Dieselfahrzeuge von Beginn an in puncto Effizienz, Fahrspaß und Klimafreundlichkeit überholt. Auch im Wärmesektor dürfen künftig nur mehr fossilfreie Heizsysteme zum Einsatz kommen. Fernwärme spielt dabei eine wesentliche Rolle. Der Fernwärmeausbau muss mit der Erforschung und Förderung von Geothermie, Grünem Gas und Großwärmepumpe Hand in Hand gehen.