EU Vergleich: Erneuerbare decken derzeit 32% unseres Heiz- und Kühlbedarfs. Für eine erfolgreiche Wärmewende und den steigenden Bedarf umweltfreundlicher Kältelösungen braucht es jetzt dringend den Ausbau von Fernwärme- und Fernkälteleitungen.

2017 machten erneuerbare Energien im Bereich von Raumheizung und Klimatisierung im EU-Schnitt 19,5% aus. Schweden lag mit fast 70% an erster Stelle, gefolgt von Finnland (54,8%), Lettland (54,6%) und Estland (51,6%). Das Schlusslicht bildeten Irland und die Niederlande. Dort betrug der Anteil Erneuerbarer im Heiz- und Kühlbereich lediglich 6,9% bzw. 5,9%.
Österreich lag beim Anteil erneuerbarer Energien an Raumheizung und Klimatisierung mit 32% auf dem zehnten Platz. Für eine vollständige Wärmewende gibt es daher noch viel zu tun. Vom Vorzeigeland Schweden kann man lernen, wie wichtig gut ausgebaute Wärmenetze und Investitionen in erneuerbare Energieträger in diesem Bereich sind. Der Ausbau von Fernwärme muss auch in Österreich vorangetrieben werden, um Städte wie Wien zu dekarbonisieren. Erneuerbare Energiequellen wie Biomasse, Grünes Gas, Geothermie oder Wärmepumpen können klimafreundliche Wärme in unsere Fernwärmenetze einspeisen. Angesichts der Klimakrise und zunehmender Hitzewellen, wird zudem Fernkälte zur umweltfreundlichen und platzsparenden Gebäudeklimatisierung immer wichtiger. Unerlässlich für einen raschen Ausbau der gesamten Infrastruktur ist daher die ausreichende und gesicherte Dotierung des Wärme- und Kälteleitungsbaugesetzes.