Die Organisation der „letzten Meile" wird zunehmend zu einer zentralen Infrastrukturfrage für Städte. Steigende Paketmengen treffen auf knappe Flächen, hohe Serviceerwartungen und steigenden Druck zur Emissionsreduktion. Paketboxen sind stationäre Übergabestationen für Pakete – als geschlossene Systeme sind sie an einzelne Betreibende gebunden, als White-Label-Variante stehen sie allen KEP-Dienstleistern (Kurier-, Express- und Paket-Dienste) offen. Diese betreiberunabhängigen Stationen dienen als gemeinsame Übergabepunkte für Versand, Empfang und Retouren. Damit ihr volles Potenzial wirksam wird, braucht es klare regulatorische Rahmenbedingungen – insbesondere in den Bereichen Adressierbarkeit und Datenintegration, sowie einen garantiert diskriminierungsfreien Zugang.
Urbanisierung, wachsender E-Commerce und Klimaziele machen die letzte Meile zum kostenintensivsten und komplexesten Abschnitt der Lieferkette. Logistik wird damit zur zentralen Infrastrukturaufgabe: Effizienz entsteht durch gebündelte Prozesse, gemeinsame Knotenpunkte und standardisierte Abläufe.
Offene, eindeutig adressierbare Paketboxen (White-Label-Systeme) können diese Rolle übernehmen, sofern technische Interoperabilität, offene Nutzung und klare Adressierbarkeit gewährleistet sind.
Offene Paketboxensysteme entlasten Städte und erleichtern den Alltag. Damit sie wirksam werden, braucht es einen modernen Rechts‑ und Systemrahmen, der offene, adressierbare und diskriminierungsfreie Paketboxen als Teil der öffentlichen Zustellinfrastruktur verankert.