Akzeptanz von Windkraft

Die Zustimmung zur Windenergie in Österreich ist, trotz zum Teil widersprüchlicher Berichterstattung, so hoch wie nie zuvor. Eine aktuelle Studie der IG Windkraft zeigt: Windkraft wird als saubere, regionale und zukunftssichere Energieform wahrgenommen und genießt breite Unterstützung in der Bevölkerung.

Drei Windräder im Nebel. Im Hintergrund Wald und Wolken.© Sibylle Maus

Das Wichtigste in Kürze

  • 83 % der Österreicherinnen und Österreicher stehen Windkraft positiv gegenüber.
  • Zwei Drittel unterstützen den Ausbau auch dann, wenn Windräder sichtbar sind.
  • Windkraft wird mit Sauberkeit, Regionalität und Nachhaltigkeit assoziiert.

Breite Zustimmung zu Windkraft als sauberer, regionaler Energieform

Eine aktuelle Meinungsumfrage im Auftrag der IG Windkraft zeigt ein deutliches Ergebnis: Die Bevölkerung in Österreich steht hinter der Windkraft. Für die Studie wurden im Februar und März 2025 insgesamt 2.500 Personen im Alter zwischen 16 und 75 Jahren befragt. Die Erhebung ist repräsentativ nach Alter, Geschlecht, Bundesland und Bildung. Das Ergebnis zeigt ein klares Stimmungsbild: Windenergie wird als saubere, regionale und zukunftsorientierte Energieform wahrgenommen und gehört zu den beliebtesten Formen der erneuerbaren Energieerzeugung.

Positive Einstellung quer durch alle Bevölkerungsgruppen

Die Ergebnisse der Befragung zeigen ein breites gesellschaftliches Fundament: 83 Prozent der Befragten haben eine sehr oder eher positive Einstellung zur Windenergie. Damit liegt die Windkraft, gemeinsam mit Photovoltaik und Kleinwasserkraft, an der Spitze der akzeptierten Energieformen. Fossile Energieträger werden dagegen von einer deutlichen Mehrheit kritisch gesehen.

Diese positive Grundhaltung zieht sich durch alle Altersgruppen und Regionen. Männer und Frauen äußern sich nahezu gleich positiv. Und auch jüngere Befragte im Alter zwischen 16 und 29 Jahren bewerten die Windkraft ähnlich hoch wie ältere Generationen. Windenergie wird als verlässliche und umweltfreundliche Technologie wahrgenommen, die in Österreich breite Zustimmung findet.

Sichtbarkeit und Nähe als zentrales Thema

Ein Großteil der Bevölkerung steht dem Ausbau der Windenergie auch dann offen gegenüber, wenn Windräder im Landschaftsbild sichtbar sind. 64 Prozent der Befragten stimmen der Aussage zu, dass der Ausbau der Windkraft wichtig ist, „auch wenn man die Windräder in der Landschaft sieht“. Mehr als die Hälfte (55 Prozent) hätte zudem keine Bedenken, wenn Windräder im eigenen Wohnumfeld errichtet würden.

Gleichzeitig zeigt sich, dass der Standort nach wie vor sensibel wahrgenommen wird: 56 Prozent sprechen sich dafür aus, Windräder nur in größerer Entfernung von Orten zu errichten, in denen Menschen leben. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die Zustimmung zur Windenergie hoch ist, ihre Integration in das Landschaftsbild aber weiterhin bewusst gestaltet werden muss.

Windkraft als Bestandteil der Energiezukunft

Windenergie wird von der Bevölkerung als tragende Säule der künftigen Energieversorgung gesehen. Zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) stimmen der Aussage zu, dass Windräder ein entscheidender Bestandteil der Energiezukunft in Österreich sind. Rund 67 Prozent verbinden Windkraft mit sauberer, erneuerbarer Energie aus der Region, die die Umwelt nicht belastet.

Darüber hinaus werden auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Vorteile wahrgenommen. Viele sehen in der Windenergie eine Möglichkeit, Österreich unabhängiger von Energieimporten zu machen. Etwa die Hälfte der Befragten ist überzeugt, dass Windkraft Arbeitsplätze schafft und die regionale Wirtschaft stärkt. Auch die Erwartung, dass Windenergie langfristig zu günstigeren Strompreisen beitragen kann, wird von 52% der Befragten geteilt.

Begriffe, die verbinden

Die Studie zeigt, dass die Menschen mit Windenergie vor allem positive Begriffe verbinden. 68 Prozent nennen „sauberen Strom“, 51 Prozent „regionalen Strom“ und 50 Prozent „Nachhaltigkeit“. Auch „Zukunft“, „Modernität“ und „Fortschritt“ werden häufig genannt. Negative Assoziationen wie „Lärm“ oder „Umweltzerstörung“ spielen hingegen mit 20% bzw. 22%eine deutlich geringere Rolle.

Dieses Bild bestätigt: Windenergie steht für ökologische Verantwortung, regionale Stärke und technologische Innovation. Sie ist eine Energieform, mit der sich viele Menschen identifizieren können – und die in Österreich längst als Symbol für eine moderne, klimafreundliche Zukunft gilt.

Fazit

Die IG Windkraft-Studie macht deutlich: Die Akzeptanz für Windenergie in Österreich ist hoch und stabil. Sie wird als saubere und regionale Energiequelle wahrgenommen, die zur Unabhängigkeit beiträgt und die Wirtschaft stärkt. Gleichzeitig bleibt die Frage der Sichtbarkeit und Standortwahl ein Thema, das sensibel behandelt werden sollte.

Die gesellschaftliche Basis für den weiteren Ausbau ist jedoch klar gegeben. Windkraft ist für die große Mehrheit der Menschen in Österreich ein positives Beispiel dafür, wie Energiezukunft regional, nachhaltig und gemeinschaftlich gestaltet werden kann.

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