Regionale Verteilung der Windkraft in Österreich

Im Westen nichts Neues: Österreichs Windkraftanlagen befinden sich konzentriert in einigen wenigen Regionen im Osten und der Steiermark. Zur Erreichung des Windkraft-Ausbauziels von 10 TWh bis 2030 wird es notwendig sein, auch windärmere Standorte stärker in den Fokus zu rücken.

Regionale Anzahl an Windrädern in Österreich 2025

Ende 2025 sind in Österreich insgesamt 1.447 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 4.221 MW installiert. Niederösterreich weist mit 830 Anlagen und einer Leistung von 2.324 MW den höchsten Ausbau auf, gefolgt vom Burgenland mit 446 Anlagen und 1.488 MW. In der Steiermark sind 121 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 322 MW in Betrieb. Oberösterreich verfügt über 31 Anlagen mit 50 MW, während Kärnten mit 10 Anlagen und 27 MW einen geringeren Anteil hat. In Wien sind 9 Windkraftanlagen mit einer Gesamtleistung von 7,4 MW installiert. In den westlichen Bundesländern Tirol, Salzburg und Vorarlberg gibt es keine nennenswerte Windkraftnutzung. Damit konzentriert sich der Windkraftausbau in Österreich weiterhin stark auf die östlichen Bundesländer.

Zur Erreichung des Windkraft-Ziels bis 2030 muss sich die installierte Leistung mehr als verdoppeln, was einen massiven Ausbau erfordern wird. Allerdings ist derzeit, im Gegensatz zur PV, die Zielerreichung für Windkraft in weiter Ferne. Hierfür wäre dringend notwendig, dass die Bundesländer ausreichende Flächen als Eignungszonen ausweisen und entsprechende Genehmigungsverfahren deutlich schneller ablaufen. Eine rasche nationale Umsetzung der EU RED III, die unter anderem die Ausweisung von Beschleunigungsgebieten vorsieht, ist daher zentral und soll unter anderem mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungs-Gesetz (EABG) erfolgen.