Der weltweite Ausbau erneuerbarer Energien gewinnt deutlich an Tempo, insbesondere bei Photovoltaik und Windkraft. Für Österreich eröffnet diese Entwicklung große Chancen, um Versorgungssicherheit und Klimaziele langfristig zu sichern.

Zwischen 2013 und 2030 wächst die weltweite Kapazität zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. In der Periode 2013–2018 lag der Zubau bei knapp 1.000 GW. Photovoltaik, Windkraft und Wasserkraft leisteten in diesem Zeitraum jeweils einen ähnlich großen Beitrag. Im Zeitraum 2019–2024 stieg die neu installierte Leistung um rund 2.300 GW, wobei Photovoltaik mit etwa 1.500 GW den größten Anteil stellte. Für 2025–2030 wird ein weiterer starker Anstieg um fast 4.600 GW erwartet. Photovoltaik dominiert diesen Zubau deutlich mit über 3.500 GW, gefolgt von Windkraft mit rund 1.000 GW. Damit verschiebt sich der Fokus zunehmend in Richtung Solarenergie als Haupttreiber des Ausbaus erneuerbarer Stromkapazitäten.
Um mit dem globalen Ausbau erneuerbarer Stromerzeugungskapazitäten Schritt zu halten und Versorgungssicherheit in Österreich zu gewährleisten, ist ein rascher und entschlossener Ausbau, insbesondere von Windkraft und Photovoltaik, notwendig. Zentral dafür sind vereinfachte und beschleunigte Genehmigungsverfahren, etwa durch die zeitnahe Ausweisung von Beschleunigungsgebieten in allen Bundesländern. Das Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) kann hier klare Vorgaben liefern und sollte alle relevanten Technologien einbeziehen. Wien Energie leistet bereits heute einen zentralen Beitrag zur Energiewende in Österreich. Durch den kürzlichen Zusammenschluss mit dem Windkraftbetreiber ImWind verdoppelt Wien Energie etwa die Leistung im Windkraftsektor in Österreich schon im kommenden Jahr auf insgesamt 520 Megawatt.