Der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase geht in Österreich weiter zurück. Das bestätigen aktuelle Berechnungen des Umweltbundesamtes für das Jahr 2024. Mit Ausnahme des Verkehrssektors, liegen die Emissionen in allen Sektoren bereits unter dem Niveau von 1990 und die Entwicklung verläuft weiterhin positiv.

Im Sektor Energie und Industrie führen der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energiequellen sowie Effizienzsteigerungen zu deutlichen Emissionsreduktionen, wodurch sich der positive Trend der vergangenen Jahre fortsetzt und der Ausstoß im Jahr 2025 auf 29,3 Mio. Tonnen CO₂-Äquivalent sinkt. Im Gebäudesektor sind die Emissionen seit 1990 um mehr als die Hälfte zurückgegangen und liegen 2024 bei 5,9 Mio. Tonnen. Der Einsatz von Biomasse und Umgebungswärme, der Rückgang des Erdgas- und Heizöleinsatzes sowie die bessere thermische Qualität der Gebäude sind maßgeblich für die Reduktion verantwortlich und wirken emissionstreibenden Trends wie dem Anstieg der Wohnungsanzahl und der Wohnnutzfläche entgegen. Auch im Bereich der Abfallwirtschaft (aufgrund strengerer Mülltrennungs- und Deponievorgaben) und der Landwirtschaft (bedingt durch einen geringeren Viehbestand sowie verringerte Mineraldüngemengen) konnten seit 1990 Reduktionen erzielt werden. Lediglich im Verkehrssektor ist kein entscheidender Rückgang zu beobachten. Mit 19,3 Mio. Tonnen an ausgestoßenen CO₂-Äquivalenten liegt er weiterhin deutlich über dem Niveau von 1990.
Um den notwendigen Reduktionspfad einzuhalten und das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 zu erreichen, müssen zusätzliche Maßnahmen rasch und im Einklang mit dem Nationalen Energie und Klimaplan (NEKP) umgesetzt werden. Das Klimaschutzgesetz (KSG) bildet dabei den zentralen rechtlichen Rahmen für die Reduktion der Treibhausgasemissionen, während die Effort Sharing Verordnung verbindliche Vorgaben für jene Sektoren festlegt, die nicht dem Emissionshandelssystem unterliegen. Besonders im Mobilitätsbereich besteht dringender Handlungsbedarf, da der Verkehr einen erheblichen Anteil an den nationalen THG-Emissionen verursacht. Neben dem Ausbau des öffentlichen Verkehrs zählt die Förderung der Elektromobilität zu den wirkungsvollsten Hebeln einer erfolgreichen Dekarbonisierung. Dafür braucht es Investitionen in eine leistungsfähige öffentliche und private Ladeinfrastruktur. Wien Energie leistet mit dem kontinuierlichen Ausbau öffentlicher Ladestellen bereits jetzt einen wesentlichen Beitrag, um die Voraussetzungen für eine klimaverträgliche Mobilität zu verbessern und den Übergang in eine emissionsarme Zukunft zu unterstützen.