Durch zunehmende Elektrifizierung steigt der Strombedarf in der EU maßgeblich. Deshalb sollen bis 2030 die Stromerzeugungskapazitäten im Vergleich zu 2021 verdoppelt werden und bis 2040 weiter steigen. Der größte Zuwachs kommt dabei aus Photovoltaik und Windkraft, fossile Energieträger sollen reduziert werden. Die Zukunft der europäischen Stromversorgung ist erneuerbar!

Um die europäischen Klimaziele zu erreichen und bis 2050 der erste klimaneutrale Kontinent zu werden, ist laut dem Power Barometer von Eurelectric ein starker Anstieg der Stromerzeugungskapazitäten notwendig. Dieser gibt einen umfassenden Überblick über die bereits erzielten Fortschritte der EU bei der Energiewende und zeigt die Entwicklung der Stromerzeugungskapazitäten für die Jahre 2030 und 2040 auf. Es wird deutlich: Der Anteil erneuerbarer Energien, insbesondere Windkraft (Onshore und Offshore) sowie Photovoltaik, soll deutlich zunehmen und bis 2040 dominieren. Fossile Energieträger und Kernkraft werden hingegen stark reduziert. Die Entwicklung der Stromerzeugungskapazität aus Wasserkraft soll weitgehend stabil bleiben.
Die Vorgaben zur Entwicklung der Stromerzeugungskapazitäten, vor allem der Ausbau von Windkraft und Photovoltaik verdeutlichen, dass auch Österreich seine erneuerbaren Kapazitäten massiv steigern muss, um bis 2030 eine 100%ige erneuerbare Stromversorgung zu erreichen. Ein dekarbonisierter Elektrizitätssektor bietet nicht nur enorme Möglichkeiten im Kampf gegen den Klimawandel, es wird auch Europas Energieunabhängigkeit gestärkt. Der Ausbau stellt aber hohe Anforderungen an die Netzinfrastruktur, Speichertechnologien und Genehmigungsverfahren, um die Netzstabilität und Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Politisch notwendig sind daher Maßnahmen zur Verfahrensbeschleunigung, ausreichende Flächenwidmungen und Investitionen in moderne Energiesysteme.