Stromerzeugung in Österreich 2040

Für die Deckung des durch Elektrifizierung steigenden Bedarfs ist eine Verdoppelung der erneuerbaren Stromerzeugung notwendig. Besonders Windkraft und Photovoltaik müssen dabei deutlich ausgebaut werden.

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In Österreich werden aktuell etwa 70% des Stroms aus erneuerbarer Erzeugung gedeckt. Laut EAG soll dieser Anteil bis 2030 bilanziell auf 100% steigen. Für ein komplett dekarbonisiertes Stromsystem ist allerdings noch weitaus mehr erforderlich. Laut Oesterreichs Energie sind für die Deckung des durch Elektrifizierung steigenden Bedarfs bei gleichzeitigem Ersatz bestehender fossiler Erzeugung beinahe eine Verdoppelung der erneuerbaren Stromerzeugung notwendig. Besonders Windkraft und Photovoltaik müssen dabei deutlich ausgebaut werden. Die Prognose geht von 30 TWh Stromerzeugung aus PV und 36,5 TWh aus Windkraft aus. Wasserkraft bleibt die wichtigste Erzeugungstechnologie und würde mit knapp 50 TWh mehr als ein Drittel des Bedarfs in 2040 decken.

Neben einer ausreichenden und gesicherten Förderung über Investitionszuschüsse oder Marktprämien ist für den Ausbau vor allem die Ausweisung ausreichender Flächen zentral. Diese Flächenwidmung, die meist im Rahmen von technologiespezifischen Zonierungen erfolgt, liegt in der Hand der Bundesländer. Die Ausbauziele der Bundesländer und zur Verfügung gestellten Flächen reichen jedoch noch bei Weitem nicht aus, um die Ziele des EAG zu erreichen, geschweige denn bis 2040 genug Strom zu produzieren, um den steigenden Bedarf zu decken. Außerdem braucht es effiziente und konzentrierte Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energie-Projekte, um Österreich schneller unabhängiger von fossilen Importen zu machen.