Erneuerbare dominieren Strommix: Knapp 82% der gesamten Stromerzeugung in Österreich stammten 2025 aus erneuerbaren Quellen. Wie sieht der Bruttostromerzeugungsmix konkret aus und was braucht es, um den Erneuerbaren-Anteil noch weiter zu steigern?

Erneuerbare nehmen eine immer größere Rolle im heimischen Strommix ein. Im vergangenen Jahr stammten knapp 82% der gesamten Stromerzeugung in Österreich aus erneuerbaren Quellen. Wasserkraft (51%) ist hierbei die zentrale erneuerbare Stromerzeugungstechnologie, hat aber 2025 deutlich weniger produziert als beispielsweise 2024. Darauf folgt mittlerweile auf Platz 2 bereits die die Photovoltaik, deren Anteil sich im letzten Jahr von 9,6% auf 13% steigern konnte und Windkraft mit 12%. Weiters zu den Erneuerbaren hinzuzuzählen sind Biomasse (7%). Bis 2030 soll der heimische Strombedarf zu 100% (bilanziell) mit Erneuerbaren gedeckt werden. Nicht nur in der Erzeugung, sondern auch im Inlandsstromverbrauch gilt es daher, den Erneuerbaren-Anteil zu erhöhen. Im Jahr 2025 lag dieser bei 78,9%.
Neben einer ausreichenden und gesicherten Förderung über Investitionszuschüsse oder Marktprämien, ist vor allem auch die Ausweisung ausreichender Flächen für den Ausbau der Erneuerbaren zentral. Diese Flächenwidmung, die meist im Rahmen von technologiespezifischen Zonierungen erfolgt, liegt in der Hand der Bundesländer. Bei den Ausbauzielen der Bundesländer und verfügbaren Flächen ist jedoch noch Luft nach oben gegeben. Außerdem braucht es effiziente Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energie-Projekte, um die Energiewende rasch voranzutreiben und Österreich unabhängiger von fossilen Importen zu machen.