Mit dem Herbst steigt auch der Gasverbrauch: Saisonal schwankt der Gasverbrauch in Österreich stark, in den Wintermonaten wird beinahe drei Mal so viel Gas verbraucht wie in den Sommermonaten.

Der saisonale Gasverbrauch 2023 zeigt eine deutliche Schwankung im Jahresverlauf, wobei die höchsten Verbräuche in den Wintermonaten Januar und Dezember auftreten. Im Januar wurden rund 10 TWh Gas verbraucht. Der Verbrauch nimmt bis Juni kontinuierlich ab und erreicht im Juli mit etwa 3,5 TWh den Tiefststand - auch weil im Sommer fast kein Gas von Gaskraftwerken verbraucht wird und der Gasbedarf für Heizen klarerweise nicht mehr gegeben ist. Ab August steigt der Verbrauch wieder an und erreicht im Dezember mit über 10 TWh den höchsten Wert. Die Abgabe an sonstige Endverbraucher bleibt das ganze Jahr über konstant niedrig.
Langfristig kann der Ausstieg aus fossilem Gas durch den Erneuerbaren-Ausbau in der Stromerzeugung, Elektrifizierung (durch Wärmepumpen) und die Dekarbonisierung der Fernwärme durch Geothermie und Großwärmepumpen gelingen. Trotz eines enormen noch zu hebenden Potentials wird Grünes Gas wie Biomethan oder Wasserstoff in Zukunft eine knappe Ressource sein. Bei der Umstellung auf eine erneuerbare Gasversorgung müssen daher zuerst jene Bereiche mit erneuerbarem Gas versorgt werden, in denen keine andere Technologie anwendbar ist. Dazu zählen Teile der Industrie sowie KWK-Anlagen. In der Raumwärme gibt es in den meisten Fällen Alternativen für die Heizungsumstellungen.