Redispatch-Maßnahmen in Österreich

Redispatch-Maßnahmen sind Eingriffe in die Stromerzeugung und -abnahme, um das Stromnetz vor Überlastung zu schützen. Wie hat sich die Anzahl dieser Maßnahmen in den letzten Jahren entwickelt?

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Redispatch-Maßnahmen sind Maßnahmen zur Steuerung des Stromflusses, also der gezielte und kontrollierte Einsatz von thermischen und hydraulischen Kraftwerken zur Sicherung der Netzstabilität. Sie sind notwendig, um Überlastungen im Stromnetz zu verhindern. Betrachtet man die Zahlen der Austria Power Grid, zeigen sich zwischen 2013 und 2024 starke Schwankungen bei der Anzahl an Tagen mit Redispatch-Einsätzen in Österreich. Während 2013 nur 32 Tage betroffen waren, stieg die Zahl bis 2017 auf ein Rekordhoch von 233 Tagen. Nach 2018 sank die Anzahl langsam, 2023 waren Maßnahmen an 169 Tagen notwendig. Dieser Trend geht kontinuierlich weiter, im Jahr 2024 lagen die Tage mit Redispatch-Einsätzen zwischen Jänner bis September bei 145 Tagen.

Das Ziel ist es, den Anteil der erneuerbaren Energien in Österreich kontinuierlich zu steigern und damit eine saubere und nachhaltige Stromversorgung zu ermöglichen. Zu beachten ist hier jedoch, dass die Erneuerbaren volatil sind, das heißt sie sind abhängig von Wetterbedingungen und anderen Umweltfaktoren. Um dennoch eine lückenlose und sichere Stromversorgung zu ermöglichen, sind Redispatch-Maßnahmen geeignet, da dadurch Überlastungen in den Leitungen vermieden und das Netz stabil gehalten werden kann. Eine andere Option sind hier beispielsweise Stromspeicher. Notwendig ist ein Ausbau der Netzinfrastruktur und ein leistungsstarkes Stromnetz mit ausreichenden Kapazitäten. Es braucht einen Ausgleich zwischen Redispatch-Maßnahmen, dem Ausbau des Netzen und anderen Optionen wie Speichern. Um die Grundlagen für ein 100% erneuerbares Stromsystem in Österreich schaffen zu können, sind zusätzlich gesetzlichen Rahmenbedingungen, wie beispielsweise durch ein Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) notwendig.