Preise für Batterien sinken: Die Preise für Lithium-Ionen-Batterien sinken rapide. Lag der Preis 2010 noch bei 1.100 USD pro Kilowattstunde, so ist er 2020 um -89% auf 137 USD/kWh gefallen. Bis 2023 werden die Durchschnittspreise bei etwa 100 USD/kWh liegen.

Die Preise für Lithium-Ionen-Batterien sinken rapide. Lag der Preis 2010 noch bei 1.100 US-Dollar pro Kilowattstunde, so ist er 2020 um -89% auf 137 USD/kWh gefallen. Gegenüber 2019 sind die Preise um -13% gefallen. Bis 2023 werden die Durchschnittspreise nach neuesten Prognosen des Forschungsunternehmens BloombergNEF (BNEF) bei etwa 100 USD/kWh liegen. Der Preisrückgang im Jahr 2020 ist auf die zunehmende Auftragsgröße, den steigenden E-Auto-Umsatz und die Einführung neuer Pack-Designs zurückzuführen. Neue Kathodenchemien und sinkende Herstellungskosten werden die Preise künftig weiter nach unten senken. In Zukunft wird laut BloombergNEF die Branche zunehmend widerstandsfähiger gegenüber sich ändernden Rohstoffpreisen. Eine weitere Möglichkeit die Preise zu senken, wäre die Einführung von Festkörperbatterien. Diese verwenden anstelle der heutzutage eingesetzten Flüssigelektrolyte feste Elektrolyte, die eine größere Energiedichte bieten sollen. Werden sie in größerem Maßstab produziert, könnten sie zu 40% der Kosten heutiger Lithium-Ionen-Batterien hergestellt werden.
Dank dem Preisrückgang von Batterien werden Elektroautos erschwinglicher. Damit die Elektromobilität für den breiten Markt attraktiv wird und so ihr volles Klimaschutzpotential entfalten kann, müssen aber auch seitens der Politik entsprechende Anstrengungen unternommen werden. Ein wichtiger Schritt in diese Richtung ist die E-Mobilitätsoffensive 2021: Umweltfreundliche Fahrzeuge und die notwendige Ladeinfrastruktur werden in Österreich heuer mit insgesamt 46 Millionen Euro gefördert.