Wie teilen sich die Mengen für CCU & CCS auf und welchen Ursprung haben die Emissionen dazu? In der Industrial Carbon Management Strategie der EU, die den Grundstein für den Hochlauf von CO2-Wertschöpfungsketten legt, wird ein Ausblick bis 2050 gegeben.

Auch nach den notwendigen massiven Emissionsreduktionen verbleiben Restemissionsmengen, die sich nicht durch andere Maßnahmen wie Brennstoffwechsel vermeiden lassen, wie beispielsweise in der Müllverbrennung. Diese Emissionen müssen abgeschieden werden. Die Modellierungen der Kommission zeigen einen Bedarf von 280 Mt abgeschiedenem CO2 für 2040 und rund 450 Mt 2050. Während zu Beginn vor allem die geologische Speicherung (CCS) im Vordergrund steht, sollen in den kommenden Jahrzehnten abgeschiedene Mengen auch vermehrt in Produkten genutzt werden (CCU), um fossile Rohstoffe zu ersetzen. Die Herkunft des CO2 ist zunächst von Prozessemissionen geprägt, bis 2040 sollen bereits fast die Hälfte der jährlich abgeschiedenen Emissionen biogenen Ursprungs sein oder direkt aus der Atmosphäre stammen.
Einer dieser hard-to-abate Sektoren, in denen Carbon Capture zur Dekarbonisierung notwendig ist, ist die thermische Abfallverbrennung. Auch in der österreichischen Carbon Management Strategie wurde als zentrale Empfehlung festgehalten, dass das derzeit gültige Speicherverbot für hard-to-abate Sektoren aufgehoben werden sollte. Zusätzlich dazu braucht es die geeignete Transportinfrastruktur und Förderprogramme, die die Investitionen in Capture-Anlagen unterstützen und den Hochlauf der Nutzung von CO2 als Wertstoff fördern.