Marktentwicklung Strom und Erdgas

Die Preisentwicklung auf den Energiemärkten in Europa bleibt hoch volatil. Aufgrund der hohen Schwankungen werden Eingriffe in den Markt in ganz Europa diskutiert.

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Die Preise für Strom und Gas sind in den letzten Monaten sowohl am Spot- als auch am Terminmarkt in unvorstellbare Höhen geschossen. Durch steigende Gasnachfrage bei gleichzeitig reduzierten Importen wurden die Gaspreise und somit auch die Strompreise in die Höhe getrieben. Ausfälle in französischen Atomkraftwerken und eine geringere Erzeugung aus Wasserkraft führen zu zusätzlichen Verknappungen im Strommarkt. Neben dem starken Anstieg sind aber auch extreme Volatilitäten zu beobachten. So lag der Strompreis am Terminmarkt Ende August kurzfristig bei über 1000 Euro pro MWh, um nur kurz darauf wieder knapp auf die Hälfte zu fallen.

Der Energiepreismarkt in Europa wird zunehmend schwerer vorhersehbar. Die Europäische Union und die Nationalstaaten versuchen mit verschiedenen Maßnahmen, die Stabilität am Markt zu gewährleisten. Die EU-Kommission will Mitgliedstaaten zu Stromeinsparungen verpflichten, Umsatzdeckel für inframarginale Erzeugung einführen und Solidaritätsabgabe von Unternehmen im fossilen Sektor einheben. In ganz Europa stellen Staaten Schutzschirme auf, um Energieversorger zu unterstützen, die aufgrund der Preisschwankungen in Liquiditätsengpässe geraten sind. Auch auf EU-Ebene wird über solch eine Maßnahme bereits diskutiert. Um schnell und kurzfristig Haushalte zu entlasten, wird in Österreich Ende des Jahres eine Stromkostenbremse eingeführt mit einem Grundkontingent von 2.900 kWh zu einem gestützten Preis von maximal 10 Cent pro kWh.