Strom aus der Steckdose, Wasser aus der Leitung, die U-Bahn am Morgen oder Kartenzahlung im Supermarkt, vieles funktioniert so selbstverständlich, dass wir kaum darüber nachdenken. Erst wenn etwas ausfällt, wird sichtbar, wie abhängig unser Alltag von funktionierenden Systemen ist. Kritische Infrastrukturen (KRITIS) sichern genau diese Grundversorgung. Ihr Ausfall kann Versorgung, Sicherheit und das öffentliche Leben massiv beeinträchtigen. Welche Sektoren zählen in Österreich zu den Kritischen Infrastrukturen und wie eng sind sie miteinander vernetzt?

Als Kritische Infrastrukturen (KRITIS) werden jene Einrichtungen, Systeme und Organisationen bezeichnet, deren Ausfall die Versorgung der Bevölkerung, die öffentliche Sicherheit oder das wirtschaftliche und soziale Wohl massiv beeinträchtigen würde.
Die Grafik zeigt die wichtigsten Sektoren, die in Österreich zu den Kritischen Infrastrukturen zählen:
Diese Sektoren sind eng miteinander verflochten, ein Ausfall in einem Bereich kann rasch weitere Bereiche beeinflussen.
*Hinweis: "Medien & Kultur" wird zwar häufig als gesellschaftlich unverzichtbare Funktion geführt - Medien informieren und warnen die Bevölkerung in Krisensituationen, Kulturgüter wirken identitätsstiftend -, ist derzeit aber weder in den EU-Vorgaben (NIS2, CER-Richtlinie) noch in deren nationaler Umsetzung in Österreich (NISG 2026, RKEG) als eigener Sektor reguliert.
Mehr dazu in unserem Erklärtext zu Kritischen Infrastrukturen.