Kraftwerksleistung in Österreich

Um das Energiesystem Österreichs nachhaltig zu transformieren, gewinnt die Elektrifizierung zunehmend an Bedeutung. Damit verbunden ist ein deutlicher Anstieg der Stromnachfrage, wodurch sich die installierte Kraftwerksleistung bis 2040 maßgeblich erhöhen muss.

null

Österreichs Stromnachfrage wird in den kommenden Jahren maßgeblich steigen, Zahlen von Oesterreichs Energie zeigen, wie sich dahingehend auch die installierte Kraftwerksleistung im Land bis 2040 entwickelt. Derzeit liegt die Leistung bei 27,3 GW, wobei bereits ein Großteil durch Erneuerbare Energien, vorrangig Laufwasserkraft und Speicher, aber auch PV und Windkraft erzeugt wird. Die Kraftwerksleistung gesamt wird sich bis 2040 verdreifachen, eine maßgebliche Steigerung lässt sich wiederum bei den Erneuerbaren erkennen. So steigt die Leistung aus Photovoltaik auf 30 GW. Durch den wachsenden Anteil an volatiler erneuerbarer Erzeugung, gilt es jedoch ein Gleichgewicht zwischen Stromangebot und -nachfrage herzustellen. Dafür sind steuerbare Kapazitäten essentiell. Dazu gehören KWK-Biomasse, KWK-Grüngas, Mischfeuer, Pumpspeicher, Grüngas-Gasturbinen und Batterien. Bis 2040 sollen hier 5,9 GW ausgebaut werden, was gesamt 20% an steuerbarer Kapazität ausmacht.

Damit auch weiterhin die Versorgungssicherheit in Zeiten geringer erneuerbarer Stromerzeugung und gleichzeitig hoher Nachfrage gesichert werden kann, sind flexible Kapazitäten entscheidend. Deren Finanzierung ist jedoch durch Unsicherheiten, wie das Vertrauen in den Markt oder staatliche Eingriffe, geprägt. Eine Lösung dafür bietet ein Kapazitätsmechanismus. Im Auftrag von Wien Energie und Verbund hat sich das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI) mit der Ausgestaltung eines solchen Kapazitätsmarktes für Österreich beschäftigt. Ihr Vorschlag: Ein kombinierter Kapazitätsmarkt.