Emissionsreduktion im EU-Vergleich

Der CO2-Ausstoß muss gesenkt werden, um die Erderhitzung auf 1,5 Grad zu beschränken und die Auswirkungen der Klimakrise so gering wie nur möglich zu halten. Wie haben sich die Emissionen der einzelnen EU-Mitgliedstaaten seit 2005 absolut und pro Kopf entwickelt?

null

Die Europäische Union arbeitet hart daran, die Emissionen der Mitgliedstaaten zu senken. Zahlreiche Richtlinien und Vorgaben wurden mit dem "Fit For 55"-Paket eingeführt und überarbeitet, um höhere Emissionsreduktionen zu erreichen. In der Grafik sieht man die Entwicklung des CO2-Ausstoßes der Mitgliedstaaten 2020 im Vergleich zum Basisjahr 2005. In absoluten Zahlen haben alle Staaten ihre Emissionen verringert. Spitzenreiter bei der Reduktion pro Kopf ist dabei Luxemburg mit einer Reduktion von 49% sowie Griechenland und Malta mit einer jeweiligen Reduktion um 44%. Im Schnitt haben die Mitgliedstaaten der EU ihre Emissionen um 29% pro Kopf verringert. Österreich liegt unter diesem Wert. Im Vergleich zu 2005 konnte der Pro-Kopf-CO2-Ausstoß um 26% reduziert werden.

Um die Pariser Klimaziele und das österreichische Reduktionsziel von -48% aus dem "Fit for 55"-Paket bis 2030 zu erreichen, sind mehr Anstrengungen notwendig. Es braucht deutlich schnellere und höhere Emissionsreduktionen. Ein mögliches Mittel dazu wäre ein nationales Klimaschutzgesetz. Ein aktuelles Klimaschutzgesetz, welches den Zeitraum nach 2020 behandelt und das verbleibende Treibhausgasbudget auf die einzelnen Sektoren außerhalb des ETS aufteilt sowie jährliche Zwischenziele festlegt fehlt allerdings. Nur somit kann bestimmt werden, in welchen Sektoren welche Maßnahmen zur Emissionseinsparung getroffen werden müssen.