121 TWh saubere Energie wurden 2022 in Österreich erzeugt. Wasserkraft und Biomasse sind dabei die zentralen Pfeiler der heimischen Erneuerbaren-Produktion. Das Potential anderer Erneuerbarer wie PV oder Windkraft muss in den nächsten Jahren deutlich intensiver ausgeschöpft werden.

2022 erzeugten erneuerbare Energieträger in Österreich 121 TWh saubere Energie. Wasserkraft und feste Biomasse (wie Scheitholz, Hackschnitzel oder der biogene Anteil von Hausmüll), die zur Strom- und Wärmeerzeugung eingesetzt wird, sind für mehr als 80% der erneuerbaren Erzeugungskapazitäten verantwortlich. Mittlerweile legen auch die Erzeugungskapazitäten aus Wind- und Solarkraft jährlich zu. In Summe tragen sie jedoch aktuell nur zu etwa 9% der heimischen erneuerbaren Energieerzeugung bei.
Im österreichischen Stromsektor ist die Dominanz der Erneuerbaren bereits sichtbar: Fast 80% der heimischen Stromerzeugung gehen auf diese Energieträger zurück. 2030 soll der Stromverbrauch in Österreich bilanziell zu 100% aus Erneuerbaren gedeckt werden. Dazu sollen mindestens 27 TWh heimische Stromerzeugungskapazitäten aus Erneuerbaren ausgebaut werden. Neben einer ausreichenden und gesicherten Förderung über Investitionszuschüsse oder Marktprämien ist für den Ausbau vor allem die Ausweisung ausreichender Flächen zentral. Diese Flächenwidmung, die meist im Rahmen von technologiespezifischen Zonierungen erfolgt, liegt in der Hand der Bundesländer. Die Ausbauziele der Bundesländer und zur Verfügung gestellten Flächen reichen jedoch noch bei Weitem nicht aus, um die Ziele des EAG zu erreichen, geschweige denn bis 2040 genug Strom zu produzieren, um den steigenden Bedarf zu decken. Außerdem braucht es effiziente und konzentrierte Genehmigungsverfahren für erneuerbare Energie-Projekte, um Österreich schneller unabhängiger von fossilen Importen zu machen.