Das Ausbauziel von 27 TWh kann nur in enger Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern erreicht werden. So soll der Ausbau der Erneuerbaren nach dem Prinzip der noch verfügbaren Möglichkeiten in den Bundesländern voranschreiten. Denn die Potenziale sind regional sehr unterschiedlich.

Das aktuelle Regierungsprogramm beinhaltet das Ziel, dass Österreich bis 2030 ausschließlich mit Strom aus erneuerbaren Energieträgern versorgt werden soll. Das bedeutet einen Zubau von rund 27 TWh aus Wasser, Wind, Sonne und Biomasse. Wie teilt sich dieser auf die Bundesländer auf? Eine Studie der Österreichischen Energieagentur stellt einen potentialbasierten Ansatz nach dem Prinzip der noch verfügbaren Möglichkeiten für die Aufteilung des Ausbaus vor. So verfügt Wien zum Beispiel über keine Flächen für den Windkraft- oder Wasserkraftausbau, aber gleichzeitig über hohe Photovoltaik-Potenziale.
Fest steht: Um die Energiewende zu realisieren, müssen die Bundesländer vermehrt kooperieren. Denn derzeit stimmen die Länderziele in Summe nicht mit dem Ausbauziel von 27 TWh auf Bundesebene überein. Die Ziele der Bundesländer ergeben einen Zubau von nur 10,4 TWh. Demnach müssen die Ausbauziele in den Bundesländern bis 2030 bei der Wasserkraft um zumindest 2,2 TWh erhöht werden und bei der Windkraft um 5,2 TWh. Bei der Photovoltaik sind weitere 8,2 TWh und bei der Biomasse eine zusätzliche TWh nötig.
Um die Produktion aus sauberen Energiequellen zu erhöhen, braucht es Perspektiven für den Erneuerbaren Ausbau. Diese werden im Rahmen des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes geliefert, um ungenutzte Potenziale vollständig auszuschöpfen.