Auswirkungen der Erderhitzung

Es ist Zeit zu Handeln: Die letzten Klimakonferenzen haben mit ihren Ergebnissen enttäuscht, und um die Erderhitzung auf 1,5° zu begrenzen ist mehr Ambition notwendig. Extremwettereignisse wie Hitzerekorde, Stürme und Starkregen nehmen drastisch zu. Der Energiesektor hat eine besondere Aufgabe in der Dekarbonisierung.

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Die Auswirkungen des menschengemachten Klimawandels und der Erderhitzung sind im Lebensalltag angekommen. Extremwetterereignisse wie 2022 treten häufiger und heftiger auf, wodurch das Ausfallen von Ernteerträgen und instabile Nahrungsmittelversorgung immer wahrscheinlicher wird. Die Auswirkungen von Dürren auf die Energieerzeugung (insbesondere Wasserkraft und Atomkraft) haben wir im vergangenen Sommer bemerkt. Durch Rückgänge in der Erzeugung aus Wasserkraft wurde Österreich im August zum ersten Mal zum Nettostromimporteur. Sofern das 1,5°-Ziel des Übereinkommens von Paris nicht erreicht wird, folgen weitere dramatische Entwicklungen. Der derzeitige globale Pfad würde eine Erhitzung von +3,2°C bedeuten, wo bereits ein hohes Risiko einer unkontrollierten Erderhitzungsspirale besteht. Milliarden von Menschen wären von Dürren und Hungersnöten ausgesetzt, welche gravierende Unruhen entfachen.

Nachdem bestehenden Maßnahmen für die Erreichung globaler Klimaschutzziele nicht ausreichen, benötigt es dringend zusätzlicher Schritte und Handlungen für die Senkung der weltweiten Treibhausgasemissionen. Im neuesten Bericht des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) werden erstmals unterschiedlichste Klimaschutzmaßnahmen näher beleuchtet und diese hinsichtlich ihres Potenzials zur Emissionsreduktion bewertet. Besondere Bedeutung kommt dabei Solar- und Windkraft zu. In der Industrie bietet der Ersatz von Öl, Gas und Kohle als Energieträger durch Elektrifizierung oder der Einsatz von grünem Wasserstoff hohes Einsparungspotenzial. Wien Energie hat im Rahmen einer Dekarbonisierungsstudie untersucht, wie die Energieversorgung Wiens bis 2040 dekarbonisiert werden kann. Insgesamt zeigt sich, dass zur Erreichung des Ziels, Wien bis 2040 klimaneutral zu machen, erhebliche Anstrengungen und beträchtliche Investitionen erforderlich sind. Gleichzeitig ergeben sich aus diesen umfangreichen Investitionen aber auch Chancen für den Wiener Wirtschaftsstandort und Arbeitsmarkt.