Energiemix in Österreich

Woher kriegt Österreich seine Energie? Während in der Stromerzeugung bereits ein hoher Erneuerbaren-Anteil herrscht, wird der Bruttoinlandsverbrauch noch überwiegend fossil gedeckt. Über ein Drittel kommt dabei aus Erdöl, 18,6% aus Gas und nur ein gutes Drittel des Verbrauchs wird aus Erneuerbaren bereitgestellt.

Prozentualer Energieverbrauch in Österreich 2024 nach Energieträgern, Energiemix

Öl ist nach wie vor der wichtigste Energieträger in Österreich und hält mit über einem Drittel den größten Anteil am Bruttoinlandsverbrauch. Öl wird besonders in der Mobilität eingesetzt. In Österreich und der EU ist der Verkehrssektor Sorgenkind der Energiewende mit tendenziell steigenden statt fallenden Emissionen. Auf Platz zwei der wichtigsten Energieträger folgt Gas, das ein Fünftel des österreichischen Verbrauchs abdeckt. Vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs hat die Reduktion und der Ersatz von russischen Quellen immens an Bedeutung gewonnen.

Klar ist: Um Klimaneutralität zu erreichen, braucht es nicht nur einen schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energieträgern, sondern auch eine Reduktion des Energiebedarfs. Der Großteil der konsumierten fossilen Energie wird aktuell zudem importiert - in der Mobilität betrifft das fossile Treibstoffe, in der Industrie Kohle und Erdgas, die für Produktionsprozesse genutzt werden, und in den Haushalten vor allem Gas für die Raumwärme.

Strom wird künftig zunehmend fossiles Öl und Gas sowie weniger effiziente Energieträger in den unterschiedlichsten Sektoren ersetzen. Durch die zunehmende Elektrifizierung wird es in den nächsten Jahrzehnten zu einem steigenden Strombedarf kommen. Oesterreichs Energie geht in einer Prognose von einer Verdoppelung bis 2040 aus. Aufgrund von Effizienzgewinnen wird der Endenergiebedarf in Summe aber sinken. Das Gebot der Stunde ist daher eine regulatorische Weichenstellung in Richtung heimische erneuerbare Stromzukunft. Ausreichende Flächen für erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen sowie für die Wasserstoff-Produktion für die Industrie sind jetzt gefragt!