Volle Fahrt für Elektroautos! Der Anteil der elektrischen Alternative steigt von Jahr zu Jahr rasant an. Im ersten Halbjahr 2023 waren es um rund 61% mehr als in den ersten sechs Monaten 2022. Bei der Verteilung von E-Autos in Österreich gibt es jedoch maßgebliche Unterschiede.

Dass die elektrische Alternative zu Benzin- und Dieselautos von Jahr zu Jahr beliebter wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Im ersten Halbjahr 2023 sind die Zahlen laut VCÖ nochmal deutlich angestiegen, auf insgesamt 18,4% aller Neuzulassungen. Bei den Bundesländern lassen sich Unterschiede von gut 5% erkennen. Vorarlberg gilt mit 22,2% als Spitzenreiter, am anderen Ende steht die Steiermark mit 15,3%. Einen umso größeren Unterschied gibt es zwischen den einzelnen österreichischen Bezirken. Der Bezirk Kirchdorf an der Krems in Oberösterreich hat bereits einen E-Auto-Anteil von 29,4% während in Liezen in der Steiermark 7,2% aller PKW-Neuzulassungen auf Elektroautos zurückzuführen sind. Innerhalb von Wien steigen die Prozentzahlen noch weiter an. In Ottakring machten E-Autos 40,3%, in der Leopoldstadt 32,1% und im ersten Bezirk 30,3% aller Neuzulassungen aus. Dieser verstärkte Zuwachs an E-PKWs setzte sich 2023 auch in der zweiten Jahreshälfte fort. Bis Ende November 2023 betrug der Anteil an Neuzulassungen laut BEÖ 19,8%, was gegenüber dem Jahr 2022 einen Anstieg um 44,4% bedeutet.
In Wien ist der Verkehrssektor für 40% aller Treibhausgasemissionen verantwortlich, weshalb die Mobilitätswende für das Erreichen der Klimaneutralität einen unerlässlichen Teil ausmacht. Das volle Potenzial von Elektroautos kann jedoch nur ausgeschöpft werden, wenn politische Anstrengungen unternommen werden und die elektrische Alternative für den Markt attraktiv ist. Neben einem flächendeckend ausgebauten Ladenetz sind vor allem finanzielle Anreize erfolgsbringend. Wien Energie arbeitet bereits seit einigen Jahren daran, dass ein umfassendes Angebot an Ladestellen, inklusive Schnellladestellen besteht. Zusätzlich wird mit Pilotprojekten für innovative etaxi Ladeinfrastruktur stetig weiter an Lösungen zur weiteren Integration neuer Technologien gearbeitet. Um die Attraktivität der elektrischen Alternative weiter zu steigern braucht es zudem weitere regulatorische Regelungen auf EU-Ebene um auch ein Laden im Ausland einfach zu ermöglichen sowie steuerliche Begünstigungen, beispielsweise nach norwegischem Vorbild und die Weiterführung der Ankaufsprämie und der THG-Prämie.