Direkte und indirekte Treibhausgasemissionen

Treibhausgasbilanzen sind ein wesentlicher Ausgangspunkt für Unternehmen zur Emissionsreduktion. Man unterscheidet nach direkten und indirekten Emissionen und erfasst im Idealfall entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Treibhausgasbilanzen sind ein wesentlicher Ausgangspunkt für Unternehmen zur Emissionsreduktion. Man unterscheidet nach direkten und indirekten Emissionen und erfasst im Idealfall entlang der gesamten Wertschöpfungskette.

Damit Unternehmen ihre Treibhausgase senken können, ist eine Treibhausgasbilanz unumgänglich. Diese ist nämlich Bestandteil einer umfassenden Nachhaltigkeitsberichterstattung. Hier gilt der Standard des GHG-Protokolls, das in drei Kategorien (Scopes) nach direkten und indirekten Emissionen unterteilt:

  • Scope-1-Emissionen umfassen die direkten Emissionen aus eigenen Quellen, also beispielsweise aus eigenen Kraftwerken, Betriebsanlagen oder dem unternehmensinternen Fuhrpark.
  • Scope-2-Emissionen decken indirekte Emissionen aus der bezogenen und verbrauchten Energie (Strom, Wärme) ab.
  • Scope-3-Emissionen umfassen alle indirekten Emissionen, die vor- und nachgelagert (entlang der Wertschöpfungskette) entstehen. Dazu zählen Emissionen aus Transport und Lieferung, Abfallentsorgung, dem Pendeln von Mitarbeiter*innen, aber auch alle gekauften Waren und Dienstleistungen und getätigte Investitionen. Für die E-Wirtschaft können das beispielsweise Emissionen sein, die entstehen, wenn Kund*innen das bezogene Gas verbrauchen. Scope-3-Emissionen sind am schwierigsten zu erfassen und zu bilanzieren, da nicht alle Vorgänge entlang der Wertschöpfungskette bekannt sind oder im Einflussbereich des Unternehmens liegen.

Im Rahmen einer umfassenden Dekarbonisierungsstudie hat sich Wien Energie mit der Frage beschäftigt, wie in Wien die Netto-Null bis 2040 erreicht werden kann. Neben dem konsequenten Ausbau erneuerbarer Stromerzeugungskapazitäten erfordert besonders die Dekarbonisierung der Fernwärme die größten Anstrengungen. Besonders Geothermie und Großwärmepumpen werden zur Dekarbonisierung der Fernwärme bis 2040 beitragen.