CO2-Emissionen der Bundesländer

Die Bundesländer stehen vor unterschiedlichen Voraussetzungen für die THG-Reduktion in den Sektoren außerhalb des ETS. In allen Bundesländern nimmt der Verkehr dabei eine dominierende Rolle ein.

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Die österreichische Energieagentur stellt den Bundesländervergleich auf: Die einzelnen Bundesländer haben unterschiedliche Herausforderungen bei der Reduktion ihrer Treibhausgasemissionen. Nach aktuellen Berechnungen haben die Bundesländer zwischen 2005 und 2019 jeweils zwischen sechs und 15 Prozent an Treibhausgasemissionen außerhalb des Emissionshandelsbereichs eingespart. Eines zeigt sich deutlich, die meisten Emissionen außerhalb des EU-ETS stammen aus dem Verkehrssektor. Auch in Wien müssen die Emissionen auf Null sinken. Pro Kopf liegen die Wiener*innen allerdings um rund 40% unter dem Schnitt der restlichen Bundesländer und weisen den niedrigsten Pro-Kopf-Energieverbrauch auf.

Wien hat sich ambitionierte Klimaziele vorgenommen: Laut Wiener Klima-Fahrplan sollen die Treibhausgasemissionen pro Kopf bis 2030 um 55% gesenkt werden. Der Endenergieverbrauch soll 2030 zur Hälfte und 2040 vollständig aus erneuerbaren und dekarbonisierten Quellen gedeckt werden. Eine besondere Herausforderung stellt dabei die Wärmeversorgung dar: Der Endenergieverbrauch für Heizen, Kühlen und Warmwasser in Gebäuden soll bis 2030 pro Kopf um 20% und bis 2040 um 30% sinken. Zielgerichtete Förderprogramme für die thermische Sanierung und den Kesseltausch sollen dazu entwickelt werden und den Weg ebnen. Um fossilfrei zu werden, müssen bis 2040 die rund 600.000 Gasthermen, die in Wien installiert sind, umgestellt werden. Vor allem Fernwärme und Wärmepumpen werden in Zukunft den Großteil der Wärmeversorgung bereitstellen.