Keine Energiewende ohne Speicher: Speicherkapazitäten sind entscheidend für die Integration erneuerbarer Energien und die Sicherung von Netzstabilität und Versorgungssicherheit. Die Verteilung unterschiedlicher Speichergrößen verdeutlicht ihre vielfältigen Einsatzmöglichkeiten im Energiesystem.

Im Jahr 2024 gab es insgesamt rund 47.000 elektrische Energiespeicher in Österreich, die nach ihrer Erzeugungsmenge kategorisiert wurden. Im Jahr 2023 waren es noch 23.375, das heißt die Anzahl der Speicher im Land hat sich verdoppelt. Die größte Gruppe stellen Speicher mit einer Erzeugung von 10 bis 50 kWh mit einer Anzahl von 38.629 dar, die damit rund 80% aller Speicher ausmachen. Kleinere Speicher unter 10 kWh liegen bei 7.779 Stück. Das entspricht etwa 16%. Speicher mit einer Erzeugung über 50 kWh sind mit einer Anzahl von 588 deutlich seltener vertreten, ihr Anteil liegt bei gut 1%. Zusätzlich gibt es 58 Speicher, deren Erzeugungsmenge nicht bekannt ist. Die Verteilung zeigt, dass mittelgroße Speicher derzeit klar dominieren, während größere Anlagen noch eine geringe Rolle spielen. Diese Zahlen beziehen sich auf den Bericht Erhebung Netzanschluss der E-Control Austria und umfassen 60 Verteilnetzbetreiber.
Der Ausbau erneuerbarer Energien muss mit dem Ausbau von Speicherkapazitäten einhergehen, da die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen witterungs- und jahreszeitenabhängig ist und deshalb Schwankungen unterliegt. Speicher sind damit unverzichtbar, um Versorgungssicherheit und Netzstabilität in einer klimafreundlichen Energiezukunft zu gewährleisten. Je nach Einsatzzweck variiert die Speichergröße: Batteriespeicher eignen sich für kurzfristige Anwendungen, während Pumpspeicherwerke große Energiemengen langfristig speichern können, meist in Gebirgsregionen. Zukünftige Technologien wie Wasserstoff- oder Druckluftspeicher könnten erneuerbare Überschüsse effizient an zentralen Netzpunkten aufnehmen. Vor allem „Front-of-meter“-Speicher, die auf der Übertragungs- und Verteilungsebene des Netzes installiert werden, werden an Bedeutung gewinnen, da sie den Stromfluss steuern und die Netzstabilität sichern. Für den Hochlauf braucht es Investitionen, klare regulatorische Rahmenbedingungen und Förderprogramme.