Aus welchen Quellen stammt die in Österreich erzeugte Energie? Die Zahlen von 2024 zeigen: Der Erneuerbaren-Anteil nimmt stetig zu, bei der Stromerzeugung liegt er bereits bei 87,5%. Doch wie sieht es mit dem Endenergieverbrauch aus?

Beim Erzeugungsmix wird deutlich: Energie ist nicht gleich Strom. Das linke Diagramm zeigt die Anteile der einzelnen Energiequellen am gesamten Endenergieverbrauch. Im Jahr 2024 setzte sich dieser in Österreich zu 35 % aus Erdöl, 15 % aus Erdgas und 6,6 % Fernwärme zusammen. Der Anteil erneuerbarer Energien lag dabei bei 20%, 21,8% des Gesamtenergieverbrauchs fällt auf in Österreich erzeugten Strom zurück. Daraus ergibt sich der Strommix des Landes (rechtes Diagramm), der 2024 zu 87,5 % erneuerbar war. Hierbei spielt Wasserkraft mit 60 % die dominierende Rolle, gefolgt von Windkraft (15,4 %) und Photovoltaik (9,6 %).
Der Umstieg auf erneuerbare Energien wie Photovoltaik, Wasser- und Windkraft ist von großer Bedeutung, um die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern und die Klimaziele erreichen zu können. Der Anteil von Strom von 21,8% am Endenergieverbrauch verdeutlicht aber auch, dass in allen Bereichen der Anteil Erneuerbarer ausgebaut werden muss, so auch im Wärmesektor und im Bereich Mobilität. Die Dringlichkeit der Dekarbonisierung und verstärkter Nutzung heimischer Energiequellen wird auch durch geopolitische Herausforderungen gezeigt, die den Ausstieg aus fossilen Importen zunehmend erforderlich machen. Ein schneller Ausbau erneuerbarer Energien in allen Bereichen ist daher essenziell, um Österreichs Energiesicherheit zu stärken und eine unabhängige, klimafreundliche Zukunft zu sichern.