EU-Vergleich: Im Jahr 2025 lag der EU-weite Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergiemix bei 26,2%. Für das Ziel von 42,5% in der gesamten Union bis 2030 ist damit noch ein weiter Weg zu gehen.

Zahlen der europäischen Statistik-Agentur Eurostat zeigen die Verteilung an Erneuerbaren Energien am Gesamtenergiemix in EU-Mitgliedsstaaten. Dabei gibt es zwischen den 27 EU-Mitgliedsstaaten ein deutliches Gefälle. EU-weit lag der Erneuerbaren Anteil im Gesamtenergiemix bei 26,2%. Österreich schafft es hierbei in die Top-10 der EU-Staate mit einem Erneuerbaren Anteil von 44,2% im Gesamtenergiemix 2025. Weit voraus ist Schweden mit einem Anteil von 65,4%. Gefolgt von Finnland, Lettland und Dänemark. Schlusslichter sind Irland, die Slowakei und Belgien.
Die Erneuerbaren-Energien-Richtlinie (RED III) regelt auf EU-Ebene den Ausbau der Erneuerbaren. Mit der 2023 in Kraft getreten Richtlinie hat die EU ihr verbindliches Ziel für den Ausbau Erneuerbarer Energien von 32 % auf 42,5 % bis 2030 nach oben korrigiert. Mitgliedsstaaten werden zudem dazu aufgefordert, sich um die Erreichung eines 45%-Anteils zu bemühen. Für das Heizen und Kühlen von Gebäuden setzt die Richtlinie ein Sektorziel von mindestens 49% Erneuerbarer Energien bis 2030 an. Österreich nimmt vor allem beim Erneuerbaren-Anteil im Bruttostromverbrauch eine Vorreiterrolle ein. Um dies auch auf andere Sektoren auszuweiten, muss vor allem bei der Wärmewende, aber auch im Mobilitätssektor aufgeholt werden. Hierbei ist die Dekarbonisierung von Fernwärme, wie z.B. durch die Nutzung von Geothermie, und der Ausbau der Erneuerbaren, um den zukünftigen Strombedarf erneuerbar zu decken, entscheidend.