Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie am Bruttoendverbrauch bei Strom

26.05.2026

Der Anteil Erneuerbarer am Bruttoendverbrauch bei Strom betrug 2024 in Österreich bereits 90,1%, 2025 aufgrund rückläufiger Wasserkraftproduktion jedoch nur 78,9%. Aufgrund der steigenden Elektrifizierung ist ein weiterer Ausbau notwendig, um den Wert zu halten und das Ziel der bilanziellen Versorgung mit heimischem erneuerbarem Strom bis 2030 zu erreichen.

Flächendiagramm zum Anteil anrechenbarer erneuerbarer Energie am Bruttoendverbrauch bei Strom in Österreich von 2005 bis 2025

Während der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendverbrauch bei Strom in Österreich über viele Jahre relativ konstant zwischen rund 63 und 78 Prozent lag, war 2023 ein deutlicher Anstieg erkennbar: von 88 Prozent im Jahr 2023 auf 90,1 Prozent im Jahr 2024. 2025 ging der Anteil Erneuerbarer auf 78,9% am Verbrauch zurück, am meisten fiel dabei der Rückgang der Wasserkraft ins Gewicht.

Im europäischen Vergleich liegen wir bei erneuerbarer Stromerzeugung zwar im absoluten Spitzenfeld, allerdings liegt der Stromanteil am energetischen Endverbrauch im Jahr 2024 weiterhin bei knapp unter 22%. Für eine vollständig nachhaltige Energiewende ist dies weiterhin zu wenig.

Um unabhängiger von fossilen Importen zu werden, muss die Elektrifizierung von Mobilität und Wärmeversorgung, aber auch in der Industrie vorangetrieben werden. Das steigert den Bedarf nach grünem Strom und einem beschleunigten Ausbau lokaler Stromerzeugung. Mit dem aktuell verhandelten EABG soll der Ausbau der Erneuerbaren mit Verfahrensbeschleunigung und Erzeugungsbeitragswerten für die Bundesländer vorangetrieben werden. Ein rascher Beschluss noch vor der Sommerpause wäre wichtig.