Akzeptanz von Erneuerbaren Energieprojekten

Mehr davon? Die Erneuerbaren-Akzeptanz ist nach dem Peak 2022 rückläufig. Die Österreicher*innen befürworten im Durchschnitt den Ausbau aller Erneuerbaren, allen voran Photovoltaik, jedoch zeigt der Trend eine eindeutige Entwicklung.

null

Photovoltaik genießt durchgehend die höchste Zustimmung unter den erneuerbaren Energieformen. Über die letzten Jahre hin bewegte sich ihre Akzeptanz konstant auf hohem Niveau – zwischen 85 % und 89 %. Im Jahr 2024 liegt sie mit 81 % zwar etwas niedriger, bleibt aber weiterhin Spitzenreiter. Insgesamt lässt sich jedoch ein eindeutig rückläufiger Trend in der Akzeptanz erneuerbarer Energieprojekte seit dem Höchststand im Jahr 2022 erkennen. Grundsätzlich zeigen sich aber im Durchschnitt hohe Zustimmungswerte für erneuerbare Energietechnologien: Zwischen 2021 und 2022 steigt der Trend von 76 % auf 79 %, bevor er 2024 deutlich zurückgeht auf 70%. Die Akzeptanz für Kleinwasserkraft bleibt vergleichsweise stabil und liegt einen längeren Zeitraum zwischen 71 % und 74 %. Erst 2024 ist ein leichter Rückgang auf 69 % zu verzeichnen. Windkraft hingegen zeigt die größte Dynamik: Nach einem deutlichen Anstieg auf 69 % im Jahr 2022 sinkt die Zustimmung auf nur noch 60 % im Jahr 2024.

Wien Energie treibt als Österreichs größter Solaranlagenbetreiber den PV-Ausbau und Erneuerbaren-Ausbau kräftig voran. Insgesamt kann Wien Energie mit allen erneuerbaren Stromerzeugungsanlagen Ökostrom für bis zu 770.000 Wiener Haushalte produzieren. Bis 2030 soll mit einer Gesamtleistung von 1.000 MW Ökostrom für Wien produziert werden. Zentral bei diesem Vorhaben sind nicht nur ausreichend dotierte Fördertöpfe, sondern auch, dass die regionalen Raumordnungen im Einklang mit den Ausbauzielen sind und die Bundesländer ausreichend Flächenwidmungen erteilen. Darüber hinaus braucht es deutlich beschleunigte Genehmigungsverfahren sowie langfristige Planungssicherheit für Investitionen. Ein weiterer Schlüssel zur erfolgreichen Umsetzung liegt in der aktiven Einbindung der Bevölkerung durch transparente Kommunikation und Beteiligungsformate, um die gesellschaftliche Akzeptanz langfristig zu stärken.