Eine kundenfreundliche Ladung und Abrechnung im öffentlichen Bereich sind wesentliche Faktoren für den Durchbruch der Elektromobilität. Wie kann dies sichergestellt werden?
Der Sektor Verkehr ist für 36% der Treibhausgasemissionen in Wien verantwortlich. Eine Elektrifizierung des Individualverkehrs ist zwingend notwendig, um das Klimaziel der Stadt Wien, die CO2-Emissionen im Verkehrssektor bis 2040 auf Null zu reduzieren, erreichen zu können. Umfragen zeigen, dass ein flächendeckendes Ladenetz einer der zentralen Hebel ist, um der E-Mobilität zum Durchbruch zu verhelfen. Wien Energie hat bereits ein Basis-Ladenetz in der Bundeshauptstadt errichtet.
Neben dem Ausbau privater Ladeinfrastruktur ist ein flächendeckendes öffentliches Ladenetz ein wesentlicher Faktor für den Durchbruch der Elektromobilität. In der Praxis hat sich in diesem Zusammenhang auch gezeigt, dass eine kundenfreundliche und nachvollziehbare Verrechnung der geladenen Energie sowie vergleichbare Tarife einen weiteren zentralen Punkt darstellt.
Grenzüberschreitendes Laden bei Elektrofahrzeugen wird durch aktuelle Umsatzsteuergesetze erschwert, da Anbieter in jedem Land, in dem Kunden laden, steuerlich registriert sein müssen. Dies führt zu hohen Kosten und einer Einschränkung der Dienstleistungen für Kunden. Um dieses Problem zu lösen, ist eine Anpassung des EU-Umsatzsteuergesetzes erforderlich, um die OSS-Regelung auf Roaming-Umsätze auszuweiten und die umständliche Registrierung in verschiedenen Ländern zu vermeiden.