Lucie Petersen
03.02.2026
Auch im Bereich der Digitalgesetzgebung steht das Thema Resilienz weit oben auf der politischen Agenda. Angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen gewinnen Bestrebungen nach größerer europäischer digitaler Souveränität an Bedeutung. Besonders Ausbau von Kapazitäten in Schlüsseltechnologien, insbesondere in der Künstlichen Intelligenz (KI), soll die technologische Souveränität stärken und Abhängigkeiten reduzieren. Gleichzeitig werden im Zuge laufender Bestrebungen zur Regulierungsvereinfachung zentrale Elemente der Digitalgesetzgebung überprüft.
© Markus SpiskeKünstliche Intelligenz bleibt auch 2026 eine strategische Priorität der Kommission. Europa soll zu einem weltweit führenden Standort für KI, Entwicklung und Anwendungen werden. Bereits 2025 veröffentliche die Kommission dazu zwei wegweisende Mitteilungen: Die Apply AI-Strategie sowie den EU-Aktionsplan für den „KI-Kontinent. Der Aktionsplan sieht unter anderem Investitionen in bis zu fünf KI-Gigafabriken vor. Die Resonanz der ersten Interessensbekundung fiel größer aus als erwartet: insgesamt gingen 76 Rückmeldungen ein, darunter ist auch ein Projekt aus Wien. Ein offizieller Aufruf der Kommission für den vertieften Bewerbungsprozess wird Anfang 2026 erwartet.
In Zeiten geopolitischer Spannungen rückt die Frage nach der europäischen digitalen Souveränität zunehmend in den Fokus.
Am 23. März plant die Kommission die Vorlage eines „Tech Sovereignty Package“:
Bereits im Jänner hat die Europäische Kommission neue Vorschläge präsentiert, die die Resilienz der EU im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik stärken und Abhängigkeiten verringern sollen.
Die aktuellen Entbürokratisierungsbestrebungen der Kommission im Rahmen des Omnibus-Pakets macht auch vor der Digitalgesetzgebung nicht Halt. Bereits im November 2025 stellte die Kommission ein umfassendes Digitalpaket vor, das auch einen Digital Omnibus umfasst. Im nächsten Schritt werden die Vorschläge im Rat und im Europäischen Parlament behandelt.
Zur Diskussion stehen unter anderem Vereinfachungsvorschläge für
Es ist von kontroversen Diskussionen auszugehen, insbesondere in Bezug auf den Datenschutz.
Darüber hinaus plant die Kommission das digitale Regelwerk weiter zu vereinfachen und zu konsolidieren.
Eine bis März laufende öffentliche Konsultation im Rahmen eines „Digital Fitness Check“ soll zusätzliche Vereinfachungspotenziale aufzeigen.

Brüssel-Büro der Wiener Stadtwerke