Keine Energiewende ohne Versorgungssicherheit, war sich das Podium des Energiewirtschaftlichen Kolloquium von Wien Energie und Austrian Association for Energy Economics einig. Impulsvortrag und anschließende Podiumsdiskussion widmeten sich den Herausforderungen und Chancen durch den Umbau des Energiesystems auf nachhaltige Versorgung.

Auf dem Weg zur Klimaneutralität 2040 muss trotz großer Umstellungen die Versorgungssicherheit als oberste Priorität gewahrt bleiben. Welche Herausforderungen bringt dieser Umbau? Wie kann er gelingen und welche Chancen bringt der Systemwechsel für die Energiebranche, aber auch für die Bürger*innen? Diese und weitere Fragen wurden besprochen.
Prof. Albert Moser begeisterte mit einem Impulsvortrag zur Studie „Flexibilitätsoptionen für den Betrieb des zukünftigen österreichischen Stromsystems“. Erstellt wurde die Studie durch die RWTH (Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule) Aachen im Auftrag von Wien Energie und Verbund. Sie zeigt die Notwendigkeit von flexibel einsetzbaren Kraftwerken für das Gelingen der Energiewende unter unbedingter Wahrung der Versorgungssicherheit. Die Simulationen in der Studie verdeutlichen, dass Österreich alle verfügbaren Flexibilitätsoptionen zur Deckung des Bedarfs nutzen muss.
Anschließend tauschte sich ein hochkarätig besetztes Podium über die Notwendigkeit der verfügbaren Flexibilitätsoptionen im österreichischen Energiesystem aus. Mit dabei waren Sektionschef Jürgen Schneider („Klima und Energie“, BM für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie), Brigitte Bach (Sprecherin der Geschäftsführung, AIT Austrian Institute of Technology GmbH), Robert Slovacek (Geschäftsführer, VERBUND Energy4Business GmbH) und Michael Strebl (Vorsitzender der Geschäftsführung, Wien Energie GmbH und Präsident, AAEE)
Klares Fazit der Expertenrunde: Die Klimaneutralität Österreichs bis 2040, sowie den Ausstieg aus der fossilen Energiewirtschaft umzusetzen, hat einen fundamentalen Wandel hin zu einer regenerativen Stromerzeugung zur Folge und stellt das österreichische Elektrizitätsversorgungssystem vor Herausforderungen. Um auch in Zukunft die Versorgungssicherheit Österreichs und ein Gleichgewicht zwischen Erzeugung und Nachfrage an jedem Ort und zu jedem Zeitpunkt, sprich einen sicheren Netzbetrieb gewährleisten zu können, bedarf es weiterhin ausreichender Flexibilitätsoptionen. Hierfür dürfen keine Denkverbote an den Tag gelegt werden.
