U2-Tunnelaushub wird Wiener Ziegel

Der Ausbau der Wiener U‑Bahn liefert nicht nur klimafitte Mobilität, sondern nun auch einen wertvollen Beitrag zur regionalen Kreislaufwirtschaft. Beim Pilotprojekt der Wiener Linien und Wienerberger wird hochwertiger Ton aus dem Tunnelaushub der U2‑Verlängerung bis zum Matzleinsdorfer Platz zu Ziegeln verarbeitet. Insgesamt entstehen 2,8 Millionen dieser „U‑Bahn‑Ziegel“, produziert in regionalen Werken und ab Mai regulär im Baustoffhandel erhältlich. Das Projekt zeigt eindrucksvoll, wie Ressourcen geschont, Transportwege verkürzt und städtische Großprojekte nachhaltig gestaltet werden können.

Produktion U-Bahn Ziegel Wienerberger© Wienerberger

Das Projekt in Zahlen:

  • 2,8 Millionen Ziegel aus dem Aushub der U2‑Verlängerung
  • 35.000 m³ Ton bislang von der Tunnelvortriebsmaschine “Debohra” ausgehoben
  • Rund 1000 Einfamilienhäuser könnten mit der Ziegelmenge errichtet werden

Hintergrundinfos

Im Zuge des U2xU5‑Ausbaus kommt eine große Menge hochwertiger Wiener Ton zutage – ein Material, das sich ideal zur Ziegelproduktion eignet. Statt ihn wie bisher zu deponieren, wird das Erdmaterial nun direkt in den regionalen Produktionskreislauf überführt. Daraus entstehen vollwertige Ziegel, die dieselben Standards erfüllen wie Produkte aus herkömmlichen Tongruben. Damit setzt das Projekt ein starkes Zeichen für nachhaltiges Bauen mitten in der Stadt.